Eintracht Frankfurt

Gegner-Check: Eine überraschend starke Saison des FCA

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Nicht wenige Experten sahen den FC Augsburg vor der Saison mitten im Abstiegskampf - wie jedes Jahr eigentlich. Doch auch dieses Mal liegt der FCA in ganz anderen Tabellenregionen. Das liegt an der guten Transferpolitik, der Arbeit des Trainerteams um Chefcoach Manuel Baum und der mannschaftlichen Geschlossenheit des Teams, das ohne großen Star auskommt.

Nicht wenige Experten sahen den FC Augsburg vor der Saison mitten im Abstiegskampf - wie jedes Jahr eigentlich. Doch auch dieses Mal liegt der FCA in ganz anderen Tabellenregionen. Das liegt an der guten Transferpolitik, der Arbeit des Trainerteams um Chefcoach Manuel Baum und der mannschaftlichen Geschlossenheit des Teams, das ohne großen Star auskommt.

Im Sommer war der Aderlass groß: Mit Dominik Kohr (Bayer Leverkusen), Halil Altintop (Slavia Prag), Kapitän Paul Verhaegh (VfL Wolfsburg) und Raul Bobadilla (Borussia Mönchengladbach) verließen einige Leistungsträger den Verein und wechselten zu zahlungskräftigeren Clubs. Die Neuzugänge Daniel Opare (RC Lens), Rani Khedira (RB Leipzig), Marcel Heller (Darmstadt 98), Michael Gregoritsch (HSV) und Sergio Cordova (Caracas FC) waren alles günstige Lösungen, bis auf den Österreicher Gregoritsch.

Manuel Baum hatte in der Vorbereitung auf die Saison eine Herkulesaufgabe vor sich. Die abgewanderten Leistungsträger ersetzen, die neuen Spieler integrieren und aus der Mannschaft eine geschlossene Einheit formen. Mittlerweile kann man sagen, dass es ihm in jeder Hinsicht gelungen ist. Niemand vermisst mehr einen Verhaegh und  einen Bobadilla, die in der abgelaufenen Saison noch Publikumslieblinge waren.

Eine große Augsburger Stärke ist die Konstanz und die Eingespieltheit. Die defensive Viererkette, bestehend aus Jeffrey Gouweleeuw, Martin Hinteregger, Philipp Max und Daniel Opare, ist gesetzt. Wechsel gibt es dort nur bei Verletzungen oder Sperren. Gegen die Eintracht wird es aus genau diesen Verletzungsgründen einen Wechsel geben: Der Niederländer Gouweleeuw fällt mit einem Innenbandteilriss monatelang aus und wird wohl durch Kevin Danso ersetzt.

Die herausstechenden Spieler in einem ausgeglichenen Team sind aber zwei Offensiv-Akteure. Der vom HSV gekommene Michael Gregorisch spielt eine starke Saison und erzielte als Mittelfeldspieler bereits acht Treffer. Er glänzt aber auch als Vorbereiter und Ideengeber für das Augsburger Angriffsspiel. Bereits nach einem halben Jahr ist der Österreicher unverzichtbar in der Mannschaft des FCA.

Ein Stürmer, der von Gregoritsch profitiert ist, ist Alfred Finnbogason. Der Isländer ist der Top-Torjäger in Augsburg - elf Treffer in 18 Spielen sind schon eine beeindruckende Quote. Er wird gegen die Eintracht verletzt fehlen, was eine deutliche Schwächung der Augsburger Offensive ist.

Augsburg ist eine gefestigte Truppe, die auch individuell stärker besetzten Teams Probleme bereitet. Außer in München gab es keine klare Niederlage für den FCA. Selbst gegen Mannschaften mit Europapokal-Ambitionen schlug sich die Truppe von Manuel Baum beachtlich. Leipzig wurde im eigenen Stadion geschlagen und gegen Mönchengladbach gab es ein Remis. Die einzigen beiden Heimniederlagen gegen Borussia Dortmund (1:2) und Hannover 96 (1:2) datieren aus dem September und Oktober vergangenen Jahres. Seit fünf Spielen ist Augsburg auf eigenem Platz unbesiegt und wird auch die Eintracht vor eine harte Aufgabe stellen.

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