Eintracht Frankfurt

Gegner-Check: Hazard und Co. mit dem Ziel Europapokal

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Die Eintracht eröffnet den 20. Spieltag mit einem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen sind durchwachsen ins neue Jahr gestartet. Im Derby beim 1. FC Köln gab es in der letzten Minute der Nachspielzeit den "Sudden Death". Simon Terrodde traf die Mönchengladbacher mit seinem Siegtor mitten ins Herz. Ein Spiel gegen den Erzrivalen ist eben mehr als nur ein normales Bundesligaspiel. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres wurden immerhin die ersten Punkte eingefahren, beim 2:0 gegen den FC Augsburg. Der Erfolg fiel aber eher in den Bereich Arbeitssieg.

Die Eintracht eröffnet den 20. Spieltag mit einem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen sind durchwachsen ins neue Jahr gestartet. Im Derby beim 1. FC Köln gab es in der letzten Minute der Nachspielzeit den "Sudden Death". Simon Terrodde traf die Mönchengladbacher mit seinem Siegtor mitten ins Herz. Ein Spiel gegen den Erzrivalen ist eben mehr als nur ein normales Bundesligaspiel. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres wurden immerhin die ersten Punkte eingefahren, beim 2:0 gegen den FC Augsburg. Der Erfolg fiel aber eher in den Bereich Arbeitssieg.

Nach einer enttäuschenden letzten Spielzeit waren die Ziele vor der laufenden Saison schnell klar: Rückkehr ins internationale Geschäft, in dem die Fohlen in den letzten Jahren Stammgast waren. Unvergessen werden die Spiele in der Champions League gegen den FC Barcelona und Manchester City bleiben.  Dieter Hecking und Max Eberl krempelten den Kader nach der letzten Spielzeit ordentlich um. Leistungsträger wie Mo Dahoud (Borussia Dortmund) und  Andreas Christensen (zurück zum FC Chelsea) konnten nicht gehalten werden und mussten adäquat ersetzt werden. Zudem gingen auch Julian Korb (Hannover 96), Andre Hahn (HSV), Nico Schulz (TSG Hoffenheim) und Timothee Kolodziejczak (Tigres de Monterrey).

Die Borussia verpflichtete aber nicht nur gestandene Profis, sondern vor allem auch entwicklungsfähige Talente. So wurden Florian Neuhaus (1860 München), Reece Oxford (FC Reading), Dennis Zakaria (Young Boys Bern), Michael Cuisance (AS Nancy) und Julio Villalba (Cerro Porteno Asuncion) an den Rhein geholt. Natürlich geht es nicht nur mit Nachwuchsspielern, also kamen zudem mit Vincenzo Grifo (SC Freiburg), Matthias Ginter (Borussia Dortmund) und Raul Bobadilla (FC Augsburg) auch gestandene Bundesligaspieler, die die Mannschaft sofort verstärkten.

Die Borussia hat ein Team, das viel spielerisches Potential besitzt, dieses aber nicht immer abrufen kann. Der Truppe von Trainer Dieter Hecking fehlt manchmal die Konstanz, was vor allem bei den teilweise deutlichen Niederlagen zu sehen ist. Gegen Dortmund (1:6), Leverkusen (1:5) und Wolfsburg (0:3) brach das Team völlig auseinander und ergab sich seinem Schicksal, ohne richtige Gegenwehr zu zeigen. Das darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren und zeigt, dass Mönchengladbach eine solche noch lange nicht ist. Die Borussia kann an einem guten Tag jeden Gegner schlagen, an einem schlechten Tag aber auch gegen jeden Kontrahenten verlieren.

Das Prunkstück bei der Borussia ist ganz klar die Offensive, auch wenn alle andern Mannschaftsteile stark besetzt sind. In vorderster Front ist mit Lars Stindl, Raffael und Thorgen Hazard jede Menge Qualität vorhanden, die jede Defensive in der Bundesliga vor Probleme stellen kann. Hazard und Raffael sind mit jeweils sieben Treffern die Goalgetter ihres Teams, Kapitän Lars Stindl ist der emotionale Leader und Kämpfer, der weite Wege geht und immer alles reinwirft für die Mannschaft. Torgefährlich sind aber nicht nur die Stürmer. Die Innenverteidigung, bestehend aus Jannik Vestergaard und Matthias Ginter, hat auch schon sieben Treffer erzielt.

Aufpassen muss die Eintracht bei Standards und den überfallartigen Kontern der Borussia. Die Fohlen werden aber mit gehörigem Respekt nach Frankfurt kommen, denn die Eintracht zählt nicht zu ihren Lieblingsgegnern. Die letzten vier Begegnungen gegen die SGE konnte die Borussia nicht gewinnen, darunter auch das für alle Gladbacher bittere Pokal-Halbfinale, als die Eintracht im Elfmeterschießen das Ticket fürs Finale löste.

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