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Nicht zu fassen: Marco Russ (li.) und David Abraham (re.) freuen sich mit Sébastien Haller.

Eintracht Frankfurt

Haller für Meier: Wachablösung im Sturm?

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Der Knoten beim Franzosen ist endlich geplatzt. Seit seinem ersten Bundesligator beim Sieg in Köln läuft es bei ihm rund. Weitere zwei Treffer gegen Stuttgart und Hannover und eine Vorlage kamen seitdem in drei Ligaspielen hinzu. Ein starker Wert. Haller beweist endlich seinen Torinstinkt, der ihm zu Beginn der Saison noch abgesprochen wurde - zu voreilig, wie sich jetzt herausstellt. Wird der verletzte Alex Meier in der aktuellen Situation überhaupt noch benötigt? Der "Fußballgott" laboriert aktuell noch unter einer Fußverletzung, will sich aber wieder zurück auf den Platz kämpfen und für die Eintracht auflaufen.

Meier wird im Januar 35, er ist damit kein Jungspund mehr, der eine schwerwiegende Verletzung körperlich einfach so wegsteckt. Dass er sich im Herbst seiner Karriere noch so quält, um zu einem Comeback in der Bundesliga zu kommen, spricht für den Charakter des gebürtigen Norddeutschen. Doch seine Chancen auf einen Stammplatz sind aufgrund der Gegebenheiten sehr gering.

Haller ist deutlich jünger, körperlich robuster und hat ein enormes Entwicklungspotenzial. Als gesetzter Spieler in vorderster Front hat er Meier abgelöst, auch wenn der in einiger Zeit wieder fit ist.

Trotzdem kann Alex Meier noch wichtig sein für die Mannschaft. Er braucht nicht viele Chancen für ein Tor, stellt sich stets in den Dienst der Mannschaft und kann auch von der Bank aus eine Waffe sein, wenn ihn Niko Kovac einwechselt. Zudem wäre er eine glänzende Alternative, wenn Haller sich verletzt oder wegen einer Sperre fehlen wird. Die Verantwortlichen und Fans der Eintracht sehnen das Comeback der Identifikationsfigur herbei. "Wir werden alles in unser Macht stehende tun, um Alex zu unterstützen. Er ist unser Kapitän, der bisher Großes für den Verein geleistet hat", sagte Bobic. "Gemeinsam arbeiten wir auf den Tag hin, an dem Alex wieder ins Stadion einlaufen wird."

Sebastien Haller ist aber erst einmal im Sturm der Eintracht gesetzt. Im Sommer kam er für sieben Millionen Euro aus Utrecht und ist damit der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte der Adler. Durch die hohe Ablöse war der Druck auf den Stürmer von Anfang an groß. Jeder erwartete, dass er direkt die Bundesliga aufmischt. Das war nicht der Fall und die Kritiker wurden lauter. Einige stempelten ihn sogar schon als teures Missverständnis ab. Diese Kritiker straft Haller nun Lügen. Nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit zeigt er nun seine ganze Qualität auf dem Platz. Durch seinen robusten Körper ist er der perfekte Mittelstürmer, der Bälle sichert und für die nachrückenden Spieler ablegt. Zudem scort er nun auch regelmäßig. Haller ist angekommen in der Bundesliga und in seiner Entwicklung noch längst nicht am Ende angekommen.

Es bleibt abuzuwarten, wie Niko Kovac mit der Situation umgeht, wenn Kapitän Meier wieder an Bord ist

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