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Eintracht Frankfurt

Hellmann über Fans: Protestkultur angemessen

Auf eine positive Bilanz eines ansonsten ziemlich gebrauchten Frankfurter Samstags in Leipzig wollte Axel Hellmann noch dringend hinweisen – und zwar in Sachen der nicht immer gut beleumundeten Eintracht-Anhängerschaft.

Auf eine positive Bilanz eines ansonsten ziemlich gebrauchten Frankfurter Samstags in Leipzig wollte Axel Hellmann noch dringend hinweisen – und zwar in Sachen der nicht immer gut beleumundeten Eintracht-Anhängerschaft. „Wir stehen ja immer schnell am Pranger. Es gab aber keine Vorfälle, weder im Stadion selbst noch bei den Sicherheitskontrollen“, betonte der für Fanfragen zuständige Vorstand und setzte noch einen drauf: „Protest gab es schon, aber ich finde unsere Protestkultur durchaus angemessen.“

Unter der Woche hatten Frankfurter Fan-Vertreter RB Leipzig wegen dessen enger Verbindung mit dem Getränke-Konzern Red Bull als reines „Werbeprodukt“ und „Ausgeburt der Kommerzialisierung“ kritisiert. Der Bundesliga-Aufsteiger ist in den Kurven vieler Traditionsvereine das Feindbild Nummer eins. Beim Besuch der Brause-Buben in Köln kam es zu einer Sitzblockade ihres Busses, in Leverkusen flogen Farbbeutel auf den Bus – und beim Pokalspiel in Dresden gar ein abgetrennter Bullenkopf in den Stadion-Innenraum.

Die Eintracht-Anhänger beließen es bei ein paar Bannern („Hornochsen“) und Schmähgesängen und zeigten sonst lieber, wie man die eigene Mannschaft richtig anfeuert. Gut 6000 waren mit nach Leipzig gekommen, eine stolze Zahl. Etwa 1000 von ihnen hatten sich in der Innenstadt versammelt, um dann gemeinsam zum Stadion zu marschieren. Ein wenig Feuerwerk habe es dort gegeben, aber in Maßen, berichtete Hellmann. Er konnte zumindest in diesem Punkt zufrieden festhalten: „Es ist alles friedlich geblieben.“ mka

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