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Herr Bobic, hier müssen Sie nachbessern!

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Von: Sascha Mehr

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Immer bei der Arbeit: Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner (r.) und Sportvorstand Fredi Bobic.
Immer bei der Arbeit: Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner (r.) und Sportvorstand Fredi Bobic. © Christian Klein ( FotoKlein)

Torwart:

Fest steht, dass Ersatztorhüter Heinz Lindner die Adler nach zwei Jahren verlassen wird. Der Österreicher hat es nicht geschafft an Lukas Hradecky vorbeizukommen und will zu einem Verein wechseln, bei dem er wieder regelmäßig auf dem Platz steht. Die Eintracht sucht also einen Nachfolger der Ersatzmannes. Da aber noch völlig unklar ist, ob Hradecky seinen Vertrag verlängert oder den Verein bereits im Sommer verlässt, schaut sich Fredi Bobic auch nach potentiellen Stammtorhütern um. Der Finne hat einen unterschriftsbereiten Vertrag vorliegen, aber er zögert noch mit seiner Unterschrift. Gerüchten zufolge liegen beide Seiten beim Finanziellen noch etwas weiter auseinander.

Klar ist, dass die SGE den Keeper für einen ordentlichen Betrag in der Sommerpause verkaufen wird, sollte er das Angebot zur Vertragsverlängerung nicht annehmen. Da sein Vertag dann 2018 ausläuft, ist in der diesjährigen Sommer-Transferperiode die letzte Möglichkeit, noch Geld für den Keeper zu bekommen. Nach der kommenden Saison würde er den Verein sonst ablösefrei verlassen, was die SGE in jedem Fall vermeiden wird.

Interessante Namen gibt es einige, die als Nachfolger des starken Finnen in Frage kommen würden. Wir haben einige mögliche Kandidaten in einer Bildergalerie zusammengefasst:

Innenverteidigung:

Jesus Vallejo wird die Eintracht voraussichtlich im Sommer verlassen. Der Spanier ist von Real Madrid ausgeliehen und überzeugte in Frankfurt so sehr, dass ihn die Madrilenen für ihre eigene Mannschaft einplanen. Er wird wahrscheinlich die Vorbereitung in Spanien machen, wo die Verantwortlichen genau hinschauen werden, ob Vallejo eine Chance hat im Starensemble von Real. Ihn zu ersetzen wird alles andere als einfach. Fredi Bobic ist aber bekannt für seine guten Kontakte ins Ausland und es ist möglich, dass er einen weiteren Spieler aus dem Hut zaubert, der der Eintracht sofort weiterhilft und zudem bezahlbar ist.

Ein weiterer Spieler, der nur auf Leihbasis ist, ist Michael Hector. Der jamaikanische Nationalspieler kehrt nach der laufenden Saison zum FC Chelsea zurück. Chancen zu spielen wird er in London aber kaum haben. Unter Umständen besteht also die Möglichkeit, dass Hector weiterhin das Adlertrikot überziehen kann, wenn Niko Kovac den baumlangen Verteidiger denn auch gerne in der nächsten Saison im Kader hätte. Auf der Position des Innenverteidigers sollte sich Fredi Bobic also um zwei neue Spieler bemühen, wovon Hector aber durchaus einer sein könnte.

Auf der nächsten Seite: Weitere Positionen, die Verstärkungen benötigen

Omar Mascarell hat die Eintracht fest verpflichtet von Real Madrid. Allerdings besitzen die Königlichen eine Rückkaufoption. Ein mögliches Szenario wäre, dass Madrid den Spieler zurückholt und ihn dann teurer weiterverkauft. Unter anderem soll der VfL Wolfsburg Interesse bekundet haben. Die Tendenz geht aber eher dahin, dass Mascarell in Frankfurt bleibt - Stand jetzt.

Aber selbst bei einem Verbleib des Spaniers benötigt die SGE noch einen "Sechser", wenn nicht sogar zwei, falls sich die Eintracht wirklich für die Europa-League qualifizieren sollte. Denkbar ist auch hier eine günstige Lösung aus dem Ausland, da für Spieler im Inland das nötige Kleingeld fehlt.

Sturm:

Der Angriff benötigt am dringendsten Verstärkungen, sowohl in der Breite, als auch in der Spitze. Alex Meier, der Torgarant der letzten Jahre, schlägt sich immer öfters mit Verletzungen herum. Der "Fußballgott" ist auch bereits 33 und wird nicht jünger. Verlassen werden die Eintracht Haris Seferovic, den es wohl ablösefrei nach Lissabon zieht und Shani Tarashaj, dessen Leihvertrag endet.

Ante Rebic ist zwar ein Gewinn für die SGE, aber er ist mehr Vorbereiter als Vollstrecker. Der letzte im Bunde ist Branimir Hrgota. Der Schwede hatte eine kleine Hochphase, kurz vor der Winterpause. Ansonsten viel Leerlauf und Formkrisen. Er muss sich steigern, will er in der nächsten Saison eine tragende Rolle im Angriff spielen.

Ein Blick in die Statistik zeigt die Schwäche deutlich auf: Die Eintracht erzielte in 31 Spielen lediglich 32 Treffer. Nur Darmstadt, Wolfsburg und der HSV treffen noch seltener das Tor. Bester Torschütze der SGE ist Marco Fabian - ein Mittelfeldspieler. Erst danach kommt mit Alex Meier (5 Tore) ein Stürmer. Bezeichnend, dass Meier, der in diesem Jahr erst 227 Minuten auf dem Platz stand, noch vor seinen Sturmkollegen steht.

Im Angriff ist die Not am größten. Hier wird Fredi Bobic seine ganze Kreativität und  viele Kontakte spielen lassen müssen, um ein bis zwei Stürmer zu entdecken, die ihre Torgefährlichkeit nachgewiesen haben, für die SGE eine sofortige Verstärkung darstellen und zudem noch bezahlbar sind. Ein Schwieriges, aber nicht unlösbares Unterfangen. Viel Erfolg, Fredi Bobic!

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