Die Frankfurter Spieler bedanken sich vor der Tribüne bei den Fans nach ihrem 2:1 Sieg.
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Die Frankfurter Spieler bedanken sich vor der Tribüne bei den Fans nach ihrem 2:1 Sieg.

Eintracht Frankfurt

Hingabe und Leidenschaft: Eintracht trotzt Leverkusen

Der Sieg gegen Leverkusen rundet für die Eintracht ein gelungenes Wochenende ab. Zuvor verlängerte der Verein den Vertrag mit dem kranken Marco Russ. Keeper Hradecky spricht dem Trainer ein Lob aus

Mit einem Punkt gegen den ambitionierten  Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen wollte sich Niko Kovac nicht zufrieden geben. «Wir haben nach dem Ausgleich offensiv gewechselt, wollten den Sieg unbedingt. Das ist uns sehr gut gelungen», erklärte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem 2:1 gegen die Werkself. Trotz der Derby-Niederlage in Darmstadt haben die Frankfurter mit sechs Zählern aus drei Spielen nun einen Start hingelegt, den Coach Kovac vor Saisonbeginn der Fußball-Bundesliga «sofort unterschrieben» hätte.

Zum umjubelten Matchwinner wurde der Mexikaner Marco Fabian, der in den ersten neun Monaten bei der Eintracht keine große Rolle spielte.  Der Offensivspieler erzielte das Siegtor (79. Minute) und bereitete zuvor auch das 1:0 durch Alexander Meier (53.) vor. «Ich bin sehr glücklich über mein erstes Tor. Das ist ein besonderer Tag für mich», sagte der 27-Jährige. Sein Landsmann und bester Freund Chicharito hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (60.) und kurz vor dem Ende einen Strafstoß an den Pfosten geschossen.

Lob gab es für Fabian auch von seinem Mitspieler. «Marco ist ein super Spieler mit super Qualität. Man hat in diesem Spiel gesehen, dass er unserer Offensive helfen kann», erklärte Torjäger Meier. Er selbst wurde wenige Sekunden vor dem 2:1 ausgewechselt, was ihn zunächst verwunderte. «Hauptsache gewonnen, alles richtig gemacht», kommentierte Meier die Entscheidung seines Trainers später mit einem  Grinsen.

Kovac war nach dem Kraftakt gegen offensive Leverkusener vor allem von der Einstellung seines Teams begeistert. «Alle meine Spieler haben mit Hingabe und Leidenschaft agiert», stellte der Kroate fest. In einer zum Ende hin immer ereignisreicheren Partie präsentierten sich die Frankfurter mutig und forsch.

«Wir wussten, dass nach dem 0:1 in Darmstadt eine Trotzreaktion kommt», sagte Sportdirektor Bruno Hübner. Auf ein Jahr voller Sorgen inklusive Relegation gegen den Abstieg soll nun eine ruhigere  Spielzeit folgen. Hübner kündigte deswegen trotz des starken Starts an: «Wir werden den Ball flach halten.»

Der Plan, den der Coach vor der Spielzeit ausgegeben hatte, scheint bereits aufzugehen. «Ich habe gesagt, dass wir eine gewisse Heimstärke aufbauen wollen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden», erklärte der Kroate. Die Spieler begründen die neue Stärke auch mit ihrem Trainer: «Die Leidenschaft, die wir zeigen, ist teilweise auch eine Trainersache», sagte Schlussmann Lukas Hradecky.

Schon vor dem Spiel am Samstagnachmittag verkündete die Eintracht positive Nachrichten: Der Verein verlängerte den Vertrag des an Krebs erkrankten Verteidigers Marco Russ bis 2019. «Jeder der mich kennt, weiß, dass ich, mit Ausnahme eines kurzen Abstechers nach Wolfsburg, seit 1996 für die Eintracht spiele und ich freue mich und bin stolz darauf, noch bis 2019 weiterspielen zu können», sagte Russ und dankte dem Club für das Vertrauen. Der 31-Jährige kündigte an, zum Beginn des neuen Jahres wieder ins Training einsteigen zu wollen.

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