Torwart Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt) - Eintracht Frankfurt vs. TSG 1899 Hoffenheim, Commerzbank Arena
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Torwart Lukas Hradecky (Eintracht Frankfurt) - Eintracht Frankfurt vs. TSG 1899 Hoffenheim, Commerzbank Arena

Eintracht Frankfurt

Hradecky deutet an: Gute Chancen auf Vertragsverlängerung

Torwart Lukas Hradecky ist in Frankfurt nicht nur Leistungsträger, sondern auch Publikumsliebling. Die Eintracht würde wohl gern mit dem Finnen verlängern. Der sagt auch, er sei sicher, dass man das hinbekäme. Die Bedingungen für eine Verlängerung schein günstig.

Eigentlich läuft der Vertrag von Lukas Hradecky mit Eintracht Frankfurt noch bis zum Sommer 2018. Aber wer das Fußball-Profigeschäft kennt, weiß auch: Das bedeutet noch lange nicht, dass der finnische Nationaltorhüter auch bis dahin noch für die SGE spielt. Der 27 Jahre alte Hradecky hat sich in seinen eineinhalb Bundesligajahren zu einem der besten Torhüter in der höchsten deutschen Spielklasse gemausert. Er hat einen großen Anteil am derzeitigen Erfolg der Mannschaft, die überraschend auf dem vierten Rang steht und mit ihm als Chef im Tor die zweitbeste Defensive der Liga stellt. Das weckt Begehrlichkeiten.

Um diesen Umstand weiß man auch in Frankfurt. Hradecky ist nicht nur absoluter Leistungsträger der Eintracht, er ist auch äußerst beliebt bei den Fans. Der Finne wird mehr und mehr zur Identifikationsfigur der „neuen“ SGE. Nimmermüde betont er, wie sehr es ihm in Frankfurt gefällt und zeigt sich überhaupt als sympathischer Interview-Diplomat. Kein Wunder, dass die Eintracht offenbar Hradeckys Arbeitspapier vorzeitig verlängern möchte.

Gegenüber der „Bild“-Zeitung zeigt sich zumindest der Finne jetzt zuversichtlich, dass das der SGE auch gelingen könnte. „Eintracht hat den Vorteil“, sagte der 27 Jahre alte Tormann, „Ich bin sicher, dass wir das hinbekommen.“ Aber er betonte auch: Als Fußballer könne man nie etwas versprechen.

Explizit sagt Hradecky es zwar nicht, aber seine Andeutungen machen deutlich, worum es geht: Das Gehalt scheint der Knackpunkt der Verlängerung zu sein. So sagte der Finne: „Alle wollen einen Deal, aber alle wollen auch profitieren. Ich bin nicht der Großverdiener bei Eintracht. Und ich sage auch nicht, dass ich das sein müsste. Aber ich denke, dass ich gut gespielt habe.“

Der Hintergrund: Hradecky kam mit bereits 26 Jahren vom Bröndby IF, also von einem dänischen Erstligisten in die Bundesliga, als Nachfolger für Kevin Trapp. Zwar war er da schon finnischer Nationaltorhüter, in den europäischen Top-Ligen aber auch ein unbeschriebenes Blatt. Entsprechend dürfte sein SGE-Gehalt zwar besser sein, als das bei seiner letzten Station Bröndby, aber derzeit auch noch einiges entfernt von anderen Torhütern, die vergleichbar gut spielen.

Hradecky will sich seine Top-Leistungen also verständlicherweise besser bezahlen lassen. Und des Frankfurters Lieblingstorwart hat eine gute Verhandlungsbasis: Seit er in Frankfurt ist zeigt er konstant, dass er ein klasse Hintermann ist. Allein die sieben Partien ohne Gegentor der laufenden Rückrunde sind ein deutlicher Qualitätsnachweis.

Auch gegenüber der „Bild“-Zeitung betont der Finne erneut, wie wohl er sich in Frankfurt fühlt. Er hoffe, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis er sich mit der Eintracht einige. Die Verhandlungen scheinen demnach schon im Gange. Verlängert die SGE mit Hradecky zu verbesserten Bezügen, erspart sie sich eine unnötige Problemzone. Hinter Hradecky steht mit Lindner zwar ein talentierter, aber auch Bundesliga-unerfahrener Ersatz bereit.

Unklar ist auch, wie der weitere Saisonverlauf sich auf eine mögliche Verlängerung auswirkt. Die „Bild“-Zeitung zitiert Hradecky dazu so: „Wenn es weiter so gut läuft und wir vielleicht in der Europa League spielen würden…Dieser Traum ist noch da.“ Unabhängig von den „vielsagenden“ Pünktchen ist sicher: Je mehr Erfolg die Eintracht hat, desto wahrscheinlicher ist ein Verbleib Hradeckys. Den Anreiz, mehr Gehalt zu kassieren und international zu kicken, könnten sonst auch andere Vereine bereit sein zu bieten.

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