Hinterhergeschaut: Heinz Lindner kann das 0:2 nicht verhindern.
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Hinterhergeschaut: Heinz Lindner kann das 0:2 nicht verhindern.

Eintracht Frankfurt

Hradecky: „Das war doof von mir“

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
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Nachdem er sich bei den Kollegen für den Fehlgriff des Tages entschuldigt hatte, kam Lukas Hradecky mit einem süß-sauren Lächeln aus der Kabine.

Nachdem er sich bei den Kollegen für den Fehlgriff des Tages entschuldigt hatte, kam Lukas Hradecky mit einem süß-sauren Lächeln aus der Kabine. „Es tut mir leid, das war natürlich doof“, sagte der sonst so fröhliche Schlussmann der Frankfurter Eintracht. Es war ihm anzumerken, wie zerknirscht er war. Und doch fand sich auch an diesem für ihn gebrauchten Samstag etwas, was sein Gesicht richtig aufhellte. „Ich freue mich für Heinz, er hat sich das verdient und er hat gut gehalten“, lobte Hradecky seinen Ersatzmann Lindner – auch wenn er sich das alles ganz anders vorgestellt hatte.

Der sonst so zuverlässige Frankfurter Torhüter, der seiner Eintracht schon viele Punkte festgehalten hat, brachte sie diesmal früh auf die Verliererstraße. „Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob ich an den Ball komme, aber ich hätte ihn wohl gehabt. Dann bin ich ausgerutscht. Das war natürlich unglücklich“, erklärte er sein Handspiel mit Rot-Folge außerhalb des Strafraums. „Wenn ich jetzt noch mal überlegen könnte, dann hätte ich den Ball laufenlassen sollen. Aber ich musste schnell reagieren und als Torhüter will man keine Gegentore sehen.“

Dass der Freistoß zu einem Tor führte, merkte Hradecky am Leipziger Jubel, den er gedämpft in der Kabine hörte. Für seinen guten Freund Heinz Lindner war das ein undankbarer Kaltstart. Insgesamt aber konnte der Österreicher zufrieden sein mit seinem ersten Bundesligaspiel für die Eintracht, nach eineinhalb Jahren auf der Bank. „Am Anfang war ich nervös, aber das habe ich schnell abgelegt“, sagte er. Am Freitag bei Schalke 04 darf Lindner, der seine Reservistenrolle stets klaglos akzeptiert hat, noch einmal zeigen, was er kann. Danach ist wohl wieder mit Hradecky zu rechnen. Der war sich selbst da nicht so sicher: „Jetzt schauen wir mal, für wie viele Spiele ich gesperrt werde. Ich weiß nicht, wie da die Regeln sind“, sagte er und lachte schon wieder ein bisschen.

(mka)

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