Jesus Vallejo (Mitte, links) gestern im Trainings-Zweikampf mit Michael Hector.
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Jesus Vallejo (Mitte, links) gestern im Trainings-Zweikampf mit Michael Hector.

Eintracht Frankfurt

Jesus Vallejo ist fit für Leverkusen

  • VonPeppi Schmitt
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Eine gute Nachricht kommt von Jesus Vallejo. Der Spanier trainierte gestern wieder mit und dürfte am Samstag dabei sein.

Sie werden schnell krank, die Spieler der Frankfurter Eintracht. Das findet nicht nur Trainer Niko Kovac „merkwürdig“. Aber sie werden auch schnell wieder gesund. Und das finden dann alle gut. Ende August wurde bei Ante Rebic das „Pfeiffersche Drüsenfieber“ festgestellt. Am vergangenen Samstag in Darmstadt saß Rebic schon auf der Ersatzbank und wird auch am Samstag gegen Bayer Leverkusen wieder im Kader stehen. Jesus Vallejo hatte sich am Dienstag mit „Schüttelfrost und Fieber“, so Trainer Niko Kovac, krank gemeldet. Gestern war der junge Spanier schon wieder auf dem Platz. Und zwar mittendrin, auch wenn er nicht das komplette Programm absolvierte. „Morgen wird er wieder ganz normal mittrainieren“, meinte Kovac nun. „Ich denke, er kann spielen am Samstag.“

Ob die Überlegungen, vielleicht doch noch einen neuen Spieler aus der Riege der „Arbeitslosen“ zu verpflichten (wir berichteten), mit der Rückkehr Vallejos schon wieder hinfällig geworden sind? Sportvorstand Fredi Bobic hielt sich betont bedeckt. „Wir machen uns immer Gedanken über Lösungen, die uns vielleicht weiterbringen könnten.“ Viele Spielerberater hätten sich inzwischen schon gemeldet, aber einen „akuten Handlungsbedarf“ sieht der Sportchef der Eintracht wohl nicht. Was sich aber durchaus von Woche zu Woche ändern kann.

Mit Vallejo wird die Eintracht-Abwehr für das zweite Heimspiel der Saison gegen Leverkusen also halbwegs komplett sein, auch wenn mit dem frisch operierten Guillermo Varela und dem gesperrten Michael Hector noch zwei wichtige Glieder der Viererkette fehlen. An den Gegner hat Kovac als Spieler gute Erinnerungen, dort stand er von 1996 bis 1999 unter Vertrag, als Trainer aber nicht. Mit der Eintracht hat er am 16. April in Leverkusen gespielt und 0:3 verloren. Es war das wohl beste Spiel unter seiner Regie und die bitterste Niederlage. Danach schien alles auf den fünften Abstieg der Frankfurter hinzudeuten. Doch es ist ja dann doch noch anders gekommen.

Nun kommt mit Leverkusen eine Mannschaft in die Arena, die in dieser Saison als „Geheimtipp“ unter den Verfolgern des FC Bayern München gilt. So ganz ist die „Werkself“ diesen Vorschusslorbeeren noch nicht gerecht geworden. In Mönchengladbach setzte es zum Auftakt eine 1:2-Niederlage, gegen den Hamburger SV sah es lange Zeit nach der zweiten Pleite aus, ehe der famose Finne Joel Pohjanpahlo in der Schlussviertelstunde drei Treffer in Folge erzielte.

Der Respekt der Frankfurter vor dem Gegner ist groß. „Bayer hat eine Top-Mannschaft“, meint Kapitän Alexander Meier, der dem Duell am Samstag richtungsweisende Bedeutung zuschreibt. „Nach dem Spiel werden wir sehen, wo wir stehen.“ Also ob der Sieg gegen Schalke der Ausreißer nach oben war und/oder die Niederlage in Darmstadt der Ausreißer nach unten. Das Derby habe man zu Wochenanfang professionell abgearbeitet, berichtete Meier. „Wir haben alles besprochen, haben auf Video gesehen, was falsch war, und damit ist es auch gut“, sagt der Torjäger, der zweimal vergeblich auf das Abspiel der Kollegen gewartete hatte. „Hätten sie mich gesehen, hätten sie rüber gespielt. . .“

Über die Besetzung der Offensive gibt es bislang wenig Hinweise. Meier ist ziemlich sicher als einziger „gesetzt“, auch wenn er auf Fragen nach seiner Lieblingsposition auch gestern in der ihm eigenen bescheidenen Art davon sprach, „egal wo, Hauptsache ich spiele.“

(pes)

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