1. Startseite
  2. Eintracht

Jetzt auch noch eine Grippewelle bei der Eintracht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Peppi Schmitt

Kommentare

Lieber Taten als Worte sprechen lassen – so lautet das Motto dieser Tage bei der Eintracht. Zum Wochenende stehen dabei wohl einige Umbauten an.

Es ist wieder ein wenig Ruhe eingekehrt rund um die Frankfurter Eintracht. Zumindest bei der Trainingsarbeit der Mannschaft geht fünf Tage vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (Sonntag, 19.30 Uhr) alles seinen gewohnten Gang. An den ersten beiden Tagen der Woche wurde sehr intensiv trainiert, am Montag durchweg ohne Ball im läuferischen Bereich, am Dienstag dann in Spielen mit vielen Zweikämpfen und Abschlüssen auf kleinerem Feld. Nach den Aufregungen rund um das Spiel gegen den Hamburger SV und den darauf folgenden Vor- und Anwürfen gegen den Trainer wegen dessen Äußerung gegen pfeifenden Fans sind nun alle bemüht, nicht weiter Öl ins Feuer zu gießen.

Ein durchaus adäquates Mittel dafür ist, sich mehr mit Taten denn mit Worten auszudrücken. Die Spieler sollen in diesen Tagen keine Interviews mehr geben, und auch der Trainer nimmt sich zurück. „Manchmal ist es besser im Leben, nichts zu sagen“, beschied Armin Veh am Dienstag nach dem Training. Antworten auf Fragen nach einzelnen Spielern und einer möglichen Aufstellung fürs Spiel lehnte er höflich, aber deutlich ab.

Was auch daran liegen könnte, dass es noch zu viele Fragezeichen gibt. Mit Szabolcs Huszti Yanni Regäsel, Marc Stendera und Makoto Hasebe konnten vier Spieler aus der letzten Anfangsformation in dieser Woche noch nicht mit der Mannschaft trainieren. „Eine Erkältungswelle geht rum in der Kabine“, sagte Veh, freilich mit unterschiedlichen Auswirkungen. Am schlimmsten erwischt hat es Huszti, der mit Antibiotika behandelt werden muss.

Eine größere Auswahl

Hasebe dagegen konnte nach Schnupfen, Husten und Halsschmerzen schon wieder mit Lauftraining beginnen, auch Regäsel und Waldschmidt sollen bald wieder dabei sein. Mittelfeldmann Stendera plagt sich mit Wadenproblemen, nachdem er im Spiel gegen den HSV einen Tritt abbekommen hatte. Sein Einsatz gegen Schalke soll freilich nicht gefährdet sein.

Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Luc Castaignos, der nach einer Syndesmose-Operation auch mit Lauftraining begonnen hat, Stefan Reinartz (Reha nach Leistenoperation) und Johannes Flum (Reha nach Kniescheibenbruch) stehen dem Frankfurter Trainer alle anderen Spieler am Sonntag zur Verfügung. Auch Bastian Oczipka kehrt ja nach seiner Gelbsperre wieder zurück. Veh hat also zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine größere Auswahl. Bevor er personelle Entscheidungen trifft, muss er taktische Fragen beantworten. „Ab Donnerstag werden wir ein paar Dinge probieren“, hat er angekündigt. Am Donnerstag, Freitag und Samstag bieten sich bei Übungseinheiten hinter verschlossenen Türen ausreichend Gelegenheiten, womöglich auch größere Veränderungen vorzunehmen.

Die Fragen, die Veh beantworten muss, sind freilich die gleichen wie schon in der gesamten Runde. Wie stellt er im defensiven Mittelfeld auf? Wem vertraut er auf der linken Seite? Spielt er mit einer oder zwei Spitzen? Da der Eintracht-Trainer ziemlich sicher weiter den Innenverteidigern Carlos Zambrano und David Abraham vertrauen wird, um in der Abwehrzentrale endlich zu Kontinuität zu finden, wird Marco Russ dort nicht benötigt. Russ könnte weiter auf der „Sechs“ spielen, für die aber auch Makoto Hasebe nach Oczipkas Rückkehr zur Verfügung steht. Vertraut Veh einer „Doppelsechs“, könnte auch beide gemeinsam spielen. Ein Kandidat wäre sicherlich auch der kampfstarke Aleksandar Ignjovski. Nicht ganz ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist auch, dass Hasebe weiter linker Verteidiger spielt.

In der Offensive wird Veh ziemlich sicher umbauen. Huszti ist von der Grippe zu geschwächt, um ernsthaft für einen Platz in der Anfangself in Frage zu kommen, zudem hat er zuletzt auch nicht wirklich überzeugend gespielt. Haris Seferovic drängt ins Team, die Doppelspitze mit ihm und Meier wäre möglich. Dass Stefan Aigner beim Training weiter vergeblich seine Form und vor allem seine Torgefährlichkeit sucht und Mijat Gacinovic in den Übungseinheiten auch nicht gerade mit Durchsetzungsfähigkeit besticht, erschwert die Suche nach einer besseren Formation zusätzlich. Womöglich wird neben Seferovic auch Änis Ben Hatira zu einer Alternative für die Anfangself.

Viele Möglichkeiten also bei der Eintracht und wenige Konstante. Das beschreibt die Probleme vor dem so wichtigen Spiel gegen Schalke am besten.

Auch interessant

Kommentare