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Omar Mascarell (Eintracht Frankfurt), Marco Fabian (Eintracht Frankfurt), Carlos Salcedo (Eintracht Frankfurt) - 29.12.2017: Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank Arena

Eintracht Frankfurt

Kann sich die Eintracht mit Mascarell und Fabián noch steigern?

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Die Vorbereitungen auf die Aufgaben des neues Jahres beginnen noch im alten. Eintracht-Trainer Kovac ist da guter Dinge – vor allem wegen zwei Rückkehrern.

Die kurze Winterpause, die ihren Namen kaum verdient hat, ist schon wieder vorbei. Am Freitagvormittag hat die mit der Vorbereitung auf die Rückrunde der Fußball-Bundesliga begonnen. „Ich bin zuversichtlich, dass es in der Rückrunde genauso gut laufen wird wie in der Vorrunde“, strahlte Trainer Niko Kovac angesichts seines breiten und aus den eigenen Reihen ergänzten Kaders Optimismus aus. Die schwache Rückrunde der vorigen Saison mit nur 13 Punkten sei kein Maßstab. „Da hatten wir auch viel Pech, diesmal wird es viel besser laufen“, ist er überzeugt. Was unter anderem an der Rückkehr der Mittelfeldspieler Omar Mascarell und Marco Fabián liegen soll, die nach langen Verletzungspausen wieder einsatzfähig sind.

„Wenn sie Normalform erreichen, ist das für uns ein Leistungssprung“, meinte Kovac. Nur darauf freilich wollen sich die Frankfurter nicht verlassen. „Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern, also müssen wir auch in allen Bereichen arbeiten“, sagt der 46 Jahre alte Trainer. Die Eintracht hat als eine der ersten Mannschaften wieder mit dem Training begonnen, mit zwei Einheiten am Freitag, denen am Samstag zwei weitere folgen werden. Im Grunde dienen diese beiden Tage im alten Jahr als Vorbereitung auf die Vorbereitung im neuen Jahr. Am Dienstag fliegt der Frankfurter Tross für eine knappe Woche ins Trainingslager nach Spanien. „Da wollen wir in die Vollen gehen“, sagt Kovac. Darum müssten in den zwei Tagen zu Hause schon einige Grundlagen gelegt werden.

Bei neun Heimspielen in der Rückrunde wollen die Frankfurter ihre bislang so miese Heimbilanz (erst acht Punkte aus acht Spielen) deutlich verbessern. Dafür braucht es mehr Kreativität, mehr spielerische Klasse, vielleicht auch mehr Mut im Spiel nach vorne. Er habe eine „gute Mannschaft“, versichert Kovac, er erwarte vor allem aber mehr gegenseitige Hilfe auf dem Platz. Das ist einer der Ansatzpunkte. Es könne nicht angehen, dass sich immer nur zwei oder drei Spieler aktiv am Spiel beteiligen „und der Rest versucht, mit Zuschauen zu helfen und Daumen zu drücken“. Mehr Eigeninitiative sei gefordert, mehr Zusammenspiel. Kovac: „Alle müssen mitmachen, alle müssen Lösungen anbieten und anspielbar sein.“ Dazu seien auch taktische Anpassungen nötig, die in Spanien vollzogen werden sollen.

Vor allem im Mittelfeld wird die Eintracht eine neue Formation einspielen. Denn mit Mascarell und Fabián kehren ja zwei potenzielle Stammspieler zurück. Die Ballsicherheit des Spaniers und des Mexikaners sollen das spielerische Vermögen der gesamten Mannschaft erhöhen. Der Gesundheitszustand der beiden lässt Hoffnungen zu, dass sie nahtlos integriert werden können. Fabián hat das Reha-Training nach seiner Bandscheiben-OP überstanden und ist gerade dabei, den Anschluss wieder zu schaffen. Doch Vorsicht sei geboten, mahnt Kovac, „wir werden sicher nichts auf Teufel komm raus riskieren“.

Bei der ersten Übungseinheit hat Fabián noch das blaue Leibchen getragen, das den Mitspielern signalisiert, ihn noch nicht ganz so hart anzugehen. Mascarell, der im Juli an der Achillessehne operiert wurde, ist bereits einen Schritt weiter. „Er hat keine Furcht mehr, er ist auch im Kopf bereit“, sagt Kovac.

Beide zusammen sollen für mehr Kreativität sorgen. „Sie haben keinen Streit mit dem Ball“, lächelt der Trainer. Mascarell und Fabián sollen der Eintracht helfen, aus Ballbesitz auch Offensivspiel zu kreieren. Darauf gründet der Frankfurter Trainer seine Hoffnungen, dass es weiter aufwärts geht. Die Vorrunde und das ganze Jahr 2017 seien „sehr positiv“ gewesen, das Gesamtkonzept des Clubs „gut umgesetzt“ worden. “ Aber Stillstand bedeute Rückschritt, betont Kovac. „Darum müssen wir zeigen, was wir gezeigt haben und darüber hinaus noch mal besser werden.“

Dafür werden die Spieler hart rangenommen, nicht nur auf dem Trainingsplatz und im Fitnessraum. Das Trainerteam will auch die ohnehin ausführlichen Videoschulungen noch weiter intensivieren. „Wir werden den Spielern mit Videoaufnahmen noch mehr zeigen, was wir wollen“, kündigt der Frankfurter Trainer an, „damit wir gegen Freiburg gut dastehen“. Am 13.Januar schon startet die Eintracht mit einem Heimspiel gegen den SC Freiburg in die Rückrunde.

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