Eintracht Frankfurt

Kovac: „Rassismus muss bestraft werden“

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Am Dienstag hatte Kevin-Prince Boateng einen gleichermaßen emotionalen wie beeindruckenden Auftritt. Der Anführer der Frankfurter Eintracht auf und neben dem Platz sprach wieder einmal über Rassismus – aus zwei aktuellen Anlässen.

Am Dienstag hatte Kevin-Prince Boateng einen gleichermaßen emotionalen wie beeindruckenden Auftritt. Der Anführer der Frankfurter Eintracht auf und neben dem Platz sprach wieder einmal über Rassismus – aus zwei aktuellen Anlässen.

Zum einen, weil der schwarze französische Nationalspieler Blaise Matuidi von Juventus Turin von gegnerischen Fans beleidigt worden war. Zum anderen wegen der geschmacklosen Werbekampagne des schwedischen Modekonzerns H&M.

Die Firma hatte ein Foto auf ihre Homepage gestellt, das einen schwarzen Jungen in einem grünen Pullover zeigte. Darauf stand: „Coolest Monkey in the Jungle“ (Coolster Affe im Dschungel).

„Wir dürfen die Augen nicht zumachen. Wir müssen eine Front bilden und dagegen angehen“, kündigte Boateng an. Niko Kovac gab ihm gestern Recht. „Ich glaube, dass der Club schon ein Zeichen gesetzt hat“, meinte der Trainer: „Mehr Nationalitäten und Religionen innerhalb einer Mannschaft gibt es in der Bundesliga nicht.“

„Wir müssen uns alle bemühen“, fuhr Kovac fort: „Es geht nicht immer nur um das ich. Es geht auch um das du.“ Es sei eine Zeit, in der man sich solchen Entwicklungen entgegenstemmen müsse: „Worte allein reichen aber nicht. Es müssen auch Taten folgen.“ Man müsse sich etwas gegen den Rassismus einfallen lassen: „Zum Beispiel höhere Sanktionen gegen diese Fans und Clubs.“

(rich)

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