Wechsel bei Eintracht Frankfurt

Lanig geht, ein Innenverteidiger soll noch kommen

  • VonPeppi Schmitt
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Für die Frankfurter Eintracht kommt es überraschend, für Martin Lanig unerwartet: Dem 30 Jahre alten Mittelfeldspieler liegt ein Angebot von APOEL Nikosia vor, das er gewillt ist anzunehmen.

Für die Frankfurter Eintracht kommt es überraschend, für Martin Lanig unerwartet: Dem 30 Jahre alten Mittelfeldspieler liegt ein Angebot von APOEL Nikosia vor, das er gewillt ist anzunehmen. Schon am Donnerstag wird Lanig auf die Mittelmeerinsel fliegen, soll dort einen Medizincheck absolvieren und einen Eineinhalbjahresvertrag unterschreiben. Bei APOEL trainiert der ehemalige Hamburger Thorsten Fink, der im Sommer auch einer der Kandidaten bei der Eintracht war. „Es ging alles sehr schnell“, sagte Lanig nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Abu Dhabi.

Noch am Mittwoch setzte er sich mit den Verantwortlichen der Eintracht zusammen, um auszuloten, ob ein Wechsel möglich ist. Von Thomas Schaaf gab es klare Signale, „dass die Eintracht mich gehen lassen würde“, sagte Lanig, der unter dem neuen Trainer nur drei Liga-Einsätze hatte. Auch Sportdirektor Bruno Hübner und Vorstandschef Heribert Bruchhagen hatten keine Einwände, denn der Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen und wohl nicht verlängert worden. Nun spart die Eintracht Gehalt für fünf Monate und wird eine geringe Ablöse erhalten. Der Spieler und die Eintracht gehen davon aus, dass der Transfer zustande kommt. „Für mich ist das eine neue Herausforderung“, sagt Lanig, der 2012 vom 1. FC Köln nach Frankfurt gekommen war. Vorige Saison hat er mit der Eintracht gegen APOEL in der Europa League gespielt.

Für die Eintracht stellt sich nun die Frage, ob sie selbst noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Zwar mangelt es im defensiven Mittelfeld nicht an Alternativen, doch so richtig konnte bislang hinter Stammkraft Makoto Hasebe keiner überzeugen. Vermutlich wird man noch einen neuen Innenverteidiger verpflichten, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, aktuell wie perspektivisch. Zum einen ist die Zukunft von Carlos Zambrano über die Saison hinaus ungeklärt. Zum anderen könnte dann bei Bedarf Marco Russ ins defensive Mittelfeld rutschen.

(pes)

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