„Leo“ Messi steht vor dem Abschied von seinem Herzensverein FC Barcelona.
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„Leo“ Messi steht vor dem Abschied von seinem Herzensverein FC Barcelona.

Ein Weltfußballer für die Bundesliga

Superstar Lionel Messi und die Eintracht? Ja, wieso denn auch nicht

  • Nico Scheck
    vonNico Scheck
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Fußball-Superstar Lionel Messi will den FC Barcelona verlassen - jetzt sofort und am liebsten gratis. Da fragt man sich in Frankfurt: Eintracht, warum schlägst du nicht zu? Eine Glosse.

  • Lionel Messi will weg vom FC Barcelona - am liebsten gratis und auf der Stelle.
  • Der Argentinier könnte tatsächlich ohne Ablöse wechseln.
  • Jetzt ist für Eintracht Frankfurt die Zeit gekommen, zuzuschlagen.

Frankfurt - Zunächst sei erwähnt, dass der Text mit einem kleinen Augenzwinkern gelesen werden sollte. Denn nein, die FNP hat keine Exklusiv-Infos zu Lionel Messi und Eintracht Frankfurt, obwohl wir uns sicherlich nicht dagegen wehren würden. Aber jetzt zum Thema: Messi, der Zwerg unter den ganz Großen, vielleicht sogar der Größte, will den FC Barcelona verlassen - am liebsten sofort. Das hat der Klub bestätigt. Messi hat ein Fax geschickt. Ja, ein Fax. Das macht man in Spanien wohl so.

Die Uneinigkeiten zwischen Lionel Messi und Klub-Präsident Josep Maria Bartomeu sind schon lange kein Geheimnis mehr. Und dann war da ja noch dieses 2:8 im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern München. Welch' eine Schmach!

Eintracht Frankfurt, holt euch den ablösefreien Lionel Messi!

Das Fass zum Überlaufen soll die bevorstehende Ausbootung von Messis bestem Freund, Luis Suarez, gebracht haben. Und so möchte Messi seinen (ehemaligen) Herzensklub trotz noch bis 2021 laufenden Vertrags und trotz einer Ausstiegsklausel von 700 Millionen Euro gratis verlassen. Möglich machen soll das eine Klausel im Vertrag, wonach der Argentinier in einem bestimmten Zeitfenster das Arbeitsverhältnis einseitig auflösen kann. Gratis trotz 700-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel - Messi-Dinge eben.

Und da kommt Eintracht Frankfurt ins Spiel. Hatte Sportvorstand Fredi Bobic zuletzt nicht immer wieder betont, man müsse nach kreativen, kostengünstigen Lösungen suchen? Et violà, günstiger als ablösefrei wird‘s nicht. Gut, da wäre noch immer das Jahresnettogehalt von 50 Millionen Euro von Messi. Aber verkauft die SGE Filip Kostic für rund 30 Millionen Euro, könnte Bobic „La Pulga" aus Katalonien immerhin für rund sieben Monate bezahlen. Auf das obligatorische Handgeld wird Lionel Messi für den Traum, einmal für einen DFB-Pokalsieger aufzulaufen, sicherlich freiwillig verzichten. Und überhaupt: Die Eintracht hat Bayern mit 5:1 geschlagen. Messi hatte mit Barca 2:8 verloren. Mathematik kann so einfach sein.

Braucht Eintracht Frankfurt Lionel Messi überhaupt?

Messi braucht also Eintracht Frankfurt. Die Frage ist aber, braucht Eintracht Frankfurt auch Messi? Mit Ragnar Ache hat sich die SGE bereits einen Stürmer geangelt, der jünger, größer und eventuell sogar schneller ist als Messi. Zudem basiert das Eintracht'sche Offensivspiel unter Trainer Adi Hütter vor allem auf Flanken. Bas Dost gefällt das, Messi eher weniger. Die Lufthöhe ab zwei Metern ist nicht so sein Habitat.

Hinter den Spitzen genießt Daichi Kamada das volle Vertrauen von Hütter. Er ist quasi der japanische Messi. Dass Hütter für einen ablösefreien Spieler aus Spanien mal eben Kamada degradiert, darf eher bezweifelt werden. Blieben noch die Standards übrig. Aus Barcelona ist zu hören, dass Messi Freistöße ganz gut kann. Wie spätestens seit Eindhoven bekannt ist, hat die SGE mit Martin Hinteregger jedoch schon einen Freistoß-König in ihren Reihen.

Damit bliebe Messi bei der Eintracht vermutlich vorerst nur die Reservistenrolle. Beschweren kann er sich dann ja per Fax.

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