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Lukas Hradecky: „Kovac ist nicht immer nett“

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Von: Peppi Schmitt

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Auch im Training hat Lukas Hradecky seinen Spaß.
Auch im Training hat Lukas Hradecky seinen Spaß. © Heiko Rhode (Heiko Rhode)

Der Torhüter der Frankfurter Eintracht hofft auf 30 Punkte zum Weihnachtsfest. Ausgerechnet sein Rivale Heinz Lindner ist inzwischen einer seiner besten Freunde.

Strahlender Sonnenschein, eisige Kälte: Das waren die äußeren Bedingungen beim Training der Frankfurter Eintracht am Mittwochmorgen. Abwehrspieler Jesus Vallejo durfte trotz guter Platzverhältnisse auf dem beheizten Rasen an der Wintersporthalle in der Kabine bleiben. Grund: Der junge Spanier ist ein wenig erkältet. Ein ernsthaftes Hindernis für weitere Aktivitäten aber soll der Schnupfen nicht sein. Nach der eineinhalbstündigen Übungseinheit stellte sich dann Lukas Hradecky (27) den Medienvertretern.

Der Torwart sprach unter anderem über die aktuelle Erfolgswelle der Eintracht, über das kommende Auswärtsspiel beim FC Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr) und über Trainingsinhalte, die ihm so gar nicht gefallen. Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt hat die Aussagen des finnischen Nationalspielers aufgezeichnet.

Zu den Gründen für die aktuelle Erfolgsserie: „Wir machen einfach viele Dinge richtig, fällen auf dem Platz die richtigen Entscheidungen. Und wir haben das nötige Glück. Wenn wir so weiterspielen, holen wir bis zur Winterpause sicher noch ein paar Punkte. Dreißig wären ganz schön.“

Zum Anteil von Trainer Niko Kovac am Erfolg: „Der Trainer macht es richtig gut. Die Vorbereitungen mit Video oder auf der Tafel helfen uns immer weiter. Er sorgt auch dafür, dass wir auf dem Boden bleiben. Er hat einfach Autorität. Die Journalisten finden ihn vielleicht immer nett. Bei uns ist das nicht immer so. Er kann auch hart sein und übt in jeder Sitzung auch Kritik. Er hat uns klar gemacht, dass man immer noch etwas verbessern kann.“

Zu möglichen Träumen in der Kabine: „Als Mensch macht man sich natürlich Gedanken, was geht noch alles. Wir lesen ja auch Zeitung. Jeder ist da für sich selbst verantwortlich. Wir haben zum Glück niemanden, der irgendwelchen Quatsch auf Instagram oder so postet.“

Zum Nachwuchsspieler Aymen Barkok, der mit der einen oder anderen technischen Einlage gegen Dortmund überzeugt, aber auch provoziert hatte: „Da hat der Trainer mit ihm gesprochen. Er muss wissen, dass die Gegner das nicht so gut finden und welche dabei sein könnten, die ihn dann verletzen.“

Zu Laktattests im Speziellen und Lauftraining im Allgemeinen: „Das Laufband in dem engen Raum ist für mich schlimmer als Gefängnis. Ich hasse dieses Laufband. Wenn mir nur mal einer eine Erklärung geben würde, warum Torhüter Laufleistungen bringen müssen… Aber ich bin ja Teil der Mannschaft.“

Zum Spiel in Augsburg: „Gegen Bayern und Dortmund fällt die Motivation natürlich allen leichter. Aber gerade jetzt ist auch der Tabellenplatz ausreichend Motivation. Damit wir noch besser spielen und noch mehr gelobt werden. Es wird darauf ankommen, dass wir im letzten Drittel die Pässe genau spielen. Da ist es schade, dass Marco Fabián fehlt. Die Augsburger haben dreimal hintereinander kein Gegentor bekommen. Da haben wir viel zu tun, wenn wir gewinnen wollen.“

Zu den wenigen Gegentoren in dieser Saison (10): „Eine weiße Weste macht nicht nur dem Torwart, sondern der ganzen Mannschaft das Leben einfacher. Trotzdem ist mir ein 4:3-Sieg lieber als ein 0:0.“

Zu seinem Verhältnis zu Ersatztorwart Heinz Lindner: „Er ist einer meiner drei besten Freunde. Ich kann ihn nur in jeder Beziehung loben. Ich kann ihm aber meinen Platz ja nicht überlassen. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, wie ich reagieren würde, wenn ich solange nicht spielen dürfte.“

(pes)

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