Voll motiviert dabei: Eintracht-Keeper Lukas Hradecky.
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Voll motiviert dabei: Eintracht-Keeper Lukas Hradecky.

Eintracht Frankfurt

Lukas Hradecky: "Wir träumen von Europa"

Nach dem tollen Saisonstart der Frankfurter Eintracht steht das Team nun vor harten Wochen. Ein richtiges Saisonziel existiert zwar nicht. Aber der sympathische Keeper gibt zu: Oben ist es in der Tabelle am schönsten.

Das „Geheimtraining“ der Frankfurter Eintracht am Mittwoch hat in der WM-Arena stattgefunden. Dort wird der Rasen nächste Woche wegen einer Veranstaltung am Wochenende sowieso abgetragen, einer Übungseinheit also stand nichts im Wege. „Taktische“ Dinge seien geübt worden, berichtete später Torwart Lukas Hradecky (26). Abwehrchef David Abraham hat noch nicht mit der Mannschaft trainiert, soll aber bis zum Auswärtsspiel am Samstag beim SC Freiburg fit sein. Später plauderte Eintrachts „Nummer eins“, über seine Ziele, über das Talent des Kollegen Jesus Vallejo und die Aussichten fürs Spiel. Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt hat Hradeckys Aussagen aufgezeichnet.

Wie gut ist die Eintracht auf den SC Freiburg vorbereitet?

LUKAS HRADECKY: „Wir haben vor dem Training ein Video gesehen und können uns jetzt ein Bild machen. Die Ausländer im Kader (Hradecky lacht) wussten ja noch nichts über Freiburg. Mir hat Johannes Flum, der ja dort mal gespielt hat, erzählt, dass dort die Zuschauer ganz nah am Platz sind und dass sie auch sehr fanatisch sind. Deshalb freue ich mich besonders, denn ich spiele am liebsten, wenn Energie und Leidenschaft hoch sind.“

Die Feldspieler werden vom Trainerteam genau eingestellt auf den jeweiligen Gegner. Wie ist das beim Torwart?

HRADECKY: „Im Grunde ist es für den Torwart immer das gleiche Spiel. Natürlich schaue ich genau hin bei Freistößen oder Elfmetern. Aber das kriege ich vor dem Spiel auch von den Trainern noch mal gesagt.“

Es ist noch nicht sicher, ob David Abraham spielen kann. Macht es für Sie eigentlich einen Unterschied, ob nun Hector oder Abraham und/oder Vallejo spielen?

HRADECKY: „Eigentlich nicht mehr. Die Harmonie ist schon mit allen da. Hector ist zwar ein anderer Spielertyp, kopfballstark. Aber das ist Abraham auch. Ich weiß schon, wann ich raus muss aus dem Tor und wann nicht.“

Sind Sie überrascht über die Entwicklung von Jesus Vallejo?

HRADECKY: „Ja, ich gebe zu, er hat auch mich überrascht. Ich wusste ja, dass Real Madrid mal fünf Millionen Euro für ihn bezahlt hat, jetzt weiß ich warum. Er hat einen Blick fürs Spiel und eine gute Passschärfe. Und das mit 19 Jahren.“

Haben Sie einen so guten Start für möglich gehalten?

HRADECKY: „Ich wusste schon, dass die harte Vorbereitung ein Zeichen sein könnte, dass wir besser spielen. Schalke zum Beispiel haben wir aus meiner Sicht mit der besseren Kondition besiegt. Überhaupt war Schalke für mich das beste Spiel. Gegen Leverkusen waren wir auch gut, aber gegen Schalke musste ich nur eine Parade machen. Das freut mich als Torwart. Man spürt schon, dass die Mannschaft weiter ist als letzte Saison. Das hat das Trainerteam erreicht.“

Gegen Berlin hat das beim 3:3 zuletzt nicht alles so gut geklappt.

HRADECKY: „Ja, gegen Hertha gab es Dinge, die wir verbessern müssen. Das zweite und das dritte Gegentor waren völlig unnötig, da waren wir zu weit weg von den Gegnern. Darauf hat der Trainer auch noch mal hingewiesen. Er hat gesagt: Wir dürfen nicht abschalten, wenn wir in der Tabelle oben bleiben wollen.“

In der Tabelle oben? Welche hohen Ziele habt ihr euch gesetzt?

HRADECKY: „Als Mannschaft haben wir über Ziele nicht gesprochen. Aber natürlich gibt es Träume, natürlich macht man sich Gedanken, vielleicht nächstes Jahr in Europa zu spielen. Doch das ist ganz weit weg, zunächst brauchen wir Punkte für den Klassenerhalt. Ganz schön viele Punkte sogar. Wir genießen die aktuelle Situation, aber wir wissen, wie schwer es ist. Wir spielen jetzt in Freiburg, dann gegen Bayern, dann zweimal auswärts in Hamburg und Gladbach. Der Trainer sorgt schon dafür, dass wir nicht zu hoch fliegen.“

Spüren Sie eigentlich eine bessere Stimmung als im letzten Frühjahr während des Abstiegskampfes?

HRADECKY: „Ja klar, es ist ein bisschen einfacher aufzuwachen und zum Training zu fahren als im Frühling. Aber beim Training ist es kein Unterschied.“

Was geht in Freiburg?

HRADECKY: „Wenn wir dort was holen, ist das Spiel gegen die Bayern ein kleines Topspiel. Es wäre doch super, mit elf oder dreizehn Punkten gegen die Bayern zu spielen. Das ist doch eine tolle Motivation. Und wer sagt denn, dass wir gegen die Bayern nicht auch Punkte holen können (Hradecky lacht wieder.)?

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