Die Mainzer um Suat Serdar leisteten gegen den FC Schalke 04 heftige Gegenwehr, gingen trotz einer guten Leistung aber leer aus. Foto: Arne Dedert/dpa
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Die Mainzer um Suat Serdar leisteten gegen den FC Schalke 04 heftige Gegenwehr, gingen trotz einer guten Leistung aber leer aus. Foto: Arne Dedert/dpa

Eintracht Frankfurt

Mainz 05: Der nächste Gegner der Eintracht in fünf Punkten

  • VonLukasz Galkowski
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M wie Müller: Die eigentliche Nummer drei auf der Torhüterposition der Mainzer scheint derzeit bei den 05ern im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten die Nase vorn zu haben. Florian Müller profitierte vor zwei Wochen von einer Grippeerkrankung des Ex-Nationaltorhüters René Adler sowie einer Verletzung bei Robin Zentner und hielt im Abstiegsduell beim Hamburger SV einen Punkt für sein Team fest (0:0). Dabei parierte der Youngster in seinem Bundesligadebüt auch einen Strafstoß Filip Kostic. Nach diesem überragenden Einstand vertraute Trainer Sandro Schwarz dem 20-Jährigen auch eine Woche später gegen Schalke. „Für uns ist das eine logische Entscheidung, die zeitlich nicht begrenzt ist. Müller hat uns im Spiel beim Hamburger SV das Gefühl gegeben, dem Druck im Abstiegskampf standzuhalten“, hatte der FSV-Coach vor der Partie betont.

M wie Müller: Die eigentliche Nummer drei auf der Torhüterposition der Mainzer scheint derzeit bei den 05ern im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten die Nase vorn zu haben. Florian Müller profitierte vor zwei Wochen von einer Grippeerkrankung des Ex-Nationaltorhüters René Adler sowie einer Verletzung bei Robin Zentner und hielt im Abstiegsduell beim Hamburger SV einen Punkt für sein Team fest (0:0). Dabei parierte der Youngster in seinem Bundesligadebüt auch einen Strafstoß Filip Kostic. Nach diesem überragenden Einstand vertraute Trainer Sandro Schwarz dem 20-Jährigen auch eine Woche später gegen Schalke. „Für uns ist das eine logische Entscheidung, die zeitlich nicht begrenzt ist. Müller hat uns im Spiel beim Hamburger SV das Gefühl gegeben, dem Druck im Abstiegskampf standzuhalten“, hatte der FSV-Coach vor der Partie betont.

Schwarz wurde nicht enttäuscht: Müller stand seinen Mann, beim sehenswerten Siegtreffer von Daniel Caligiuri war der Keeper machtlos. Der wiedergenesene Adler muss deshalb wohl auch gegen die Eintracht mit der Reservistenrolle vorliebnehmen. An das vergangene Spiel in der Frankfurter Arena wird der Routinier ohnehin nicht die besten Erinnerungen haben. Dort leitete Adler die Niederlage der Mainzer im DFB-Pokal-Viertelfinale ein, als er bei einem Rückpass den Ball verstolperte. Zentner steht wegen Oberschenkelproblemen ohnehin die nächsten Wochen nicht zur Verfügung. Doch wer auch immer in den nächsten Wochen im Kasten der Mainzer stehen sollte: Ein Rückhalt im Abstiegskampf sind alle drei.

A wie Abstiegskampf: Die gute Nachricht lautet, dass ein direkter Abstieg der Mainzer zwar noch nicht rechnerisch, aber zumindest realistisch betrachtet so gut wie ausgeschlossen werden kann. Zumindest glaubt man in Hamburg und in Köln wohl selbst kaum noch an den Klassenerhalt. Noch in der Fastnachtszeit war die Stimmung beim FSV im Keller. Beim 0:3 im Pokal-Viertelfinale in Frankfurt spielte Mainz wie ein Absteiger, Trainer Sandro Schwarz war auf 180 und kritisierte vor allem die aus seiner Sicht fehlende Lauf- und Einsatzbereitschaft seiner Spieler. Am Fastnachtssamstag gingen die Mainzer erneut leer aus (2:4 bei Hoffenheim). Doch danach ging es für wieder bergauf für die Rheinhessen.

Mit dem Auswärtssieg bei Hertha BSC (2:0) schöpfte Mainz wieder neue Hoffnung im Abstiegskampf. In den direkten Duellen gegen die Mitabstiegskandidaten (1:1 gegen Wolfsburg und 0:0 beim Hamburger SV) verlor der Tabellen-16. gegenüber der Konkurrenz immerhin nicht an Boden. Selbst gegen den Tabellenzweiten Schalke am vergangenen Freitag war die Mannschaft nicht weit von einem Erfolgserlebnis entfernt, mit einer besseren Chancenverwertung in Durchgang zwei wäre ein Remis möglich gewesen. Zuletzt sind die Mainzer 2007 aus der Bundesliga abgestiegen. Nach dem Wiederaufstieg im Jahr 2008/09 gehören sie seit neun Jahren ununterbrochen dem Oberhaus an.

I wie Innenverteidiger: Lange hatte der FSV Mainz 05 zusammen mit dem 1. FC Köln die löchrigste Defensive der Liga. Doch in den vergangenen Wochen stabilisierte sich die Abwehrreihe der Mainzer: Sie spielen insgesamt defensiver, kassieren dadurch deutlich weniger Tore als noch zu Beginn der Rückrunde. Mussten die 05-Torhüter gegen Hannover, Stuttgart, Leverkusen, Bayern München und Hoffenheim insgesamt 14 hinter sich greifen (hinzukommen noch drei Gegentreffer im Pokal bei Eintracht Frankfurt), waren es seitdem nur noch zwei Gegentore.

Selbst der Champions-League-Aspirant FC Schalke 04 biss sich in Mainz gegen die stabil stehende Abwehr lange die Zähne aus. Die Dreierkette mit Abdou Diallo, Jean-Philippe Gbamin und dem ehemaligen Frankfurter Stefan Bell wird von den Außenverteidigern Daniel Brosinski und Giulio Donati unterstützt. Bell wird sich nicht gerne an das Hinspiel gegen die Eintracht erinnern: Dort brachte der Innenverteidiger seinen Ex-Klub mit einem Eigentor in Führung (Endstand 1:1)

N wie Neuzugänge: Anthony Ujah und Nigel de Jong sollten als Winterneuzugänge dem Spiel der Mainzer etwas mehr Qualität verleihen. Das gelang zumindest teilweise. Der Holländer de Jong ist nicht nur als Ausputzer und der ruhende Pol vor der Abwehrkette, sondern auch als Motivator und Führungsfigur außerhalb des Spielfelds wichtig. Ein Krieger eben. Bei Ujah zeigte sich schnell, dass der nach der Rückkehr zu seinem ersten Bundsligaklub noch etwas Zeit brauchen würde, um eine echte Verstärkung im Abstiegskampf zu sein. Die Partie gegen Schalke war die erste, in der der Stürmer von Beginn an ran durfte. Entscheidende Akzente vermochte der Nigerianer dabei nicht zu setzen.

Z wie Zehner: Spielerisch bringt Suat Serdar derzeit die gewisse Würze in das Spiel der Mainzer. Auf der Zehner-Position machte der Youngster gegen Schalke eine sehr gute Figur, hatte zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. Dabei fühlt er sich auch weiter hinten wohl und war von Sandro Schwarz ursprünglich nicht unbedingt in dieser offensiven Rolle eingeplant. Für die Saison 2017/18 hatten die Rheinhessen im Sommer eigentlich Alexandru Maxim vom VfB Stuttgart als Spielmacher verpflichtet, doch konnte der Rumäne die an ihn gesetzten Erwartungen bislang nicht ganz erfüllen. Ähnlich wie bei den Schwaben bleibt Maxim am Rhein oft nur die Reservistenrolle. Gegen Schalke gab er nach seiner Einwechslung in der 46. Minute eine gute Bewerbung für eine Rückkehr in die Stammelf ab, doch für ein Auswärtsspiel gegen ein Topteam wie die Eintracht wird Trainer Sandro Schwarz auf der Position hinter den Spitzen vermutlich auf den defensiv besseren Serdar setzen.

Vor Maxim trug Yunus Malli bei den Mainzern das Trikot mit der Nummer zehn. Der Spielmacher wechselte in der Winterpause der Saison 2016/17 für 12,5 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg und hinterließ damit in der Offensive der 05er eine große Lücke im FSV-Kader.

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