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Makoto Hasebe ist heiß

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Von: Peppi Schmitt

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Makoto Hasebe geht gut vorbereitet in die Saison.
Makoto Hasebe geht gut vorbereitet in die Saison. © Schüler

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist stärker geworden, glaubt der Mittelfeldmann.

Gut erholt und voller Tatendrang ist Makoto Hasebe aus seiner Heimat nach Frankfurt zurückgekehrt. Im Juni hatte der Profi der Eintracht noch zwei Länderspiele für Japan bestritten (4:0 gegen den Irak, 0:0 gegen Singapur), danach dreieinhalb Wochen Urlaub genossen. „Ich habe mich mit der Familie gut erholt“, erzählt der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler.

In Japan ein Star

Zu Hause in Japan ist das gar nicht so einfach, denn als Kapitän der Nationalmannschaft ist er ein Superstar, wird auf der Straße erkannt, kann sich in der Öffentlichkeit kaum noch frei bewegen. Deshalb hat er sich in den Ferien auf die Insel Okinawa zurückgezogen. „Da geht es noch ein bisschen ruhiger zu“, sagt er.

In den letzten Tagen des Urlaubs hat er mit einem persönlichen Trainer an seiner Fitness gearbeitet, so wie er das schon seit Jahren macht. Als Lohn der Anstrengung hat er gleich zum Auftakt in Frankfurt den Laktattest ohne Probleme überstanden.

Bei seiner Rückkehr nach Frankfurt hat Hasebe einen alten Bekannten getroffen. Unter Armin Veh hat er schon beim VfL Wolfsburg in der Saison 2009/10 trainiert. „Ich hatte in Wolfsburg eine gute Zeit mit ihm und freue mich, wieder mit ihm arbeiten zu dürfen“, sagt er mit der typischen japanischen Höflichkeit, „ich hoffe, er auch.“

Dass Veh den Mittelfeldspieler unter anderen auch als Kandidaten für die Position des rechten Verteidigers sieht, hat seinen Ursprung auch in den gemeinsamen Wolfsburger Zeiten. „Ich habe das schon beim VfL gespielt“, kommentiert Hasebe es mit einem freundlichen Lächeln, „aber meine Position ist im Mittelfeld, da spiele ich am liebsten.“

Notnagel rechts

Das weiß natürlich auch der Frankfurter Trainer. Und deshalb ist Hasebe auch nur ein Kandidat für den „Notfall“. Noch probiert Veh andere Möglichkeiten aus, zuletzt mit Aleksandar Ignjovski und Slobodan Medojevic. Und schließlich kehrt ja auch Timothy Chandler, der Stammverteidiger der letzten Saison (29 Einsätze), ins Training zurück, wenn auch spät.

Mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft hat sich Chandler gerade für das Viertelfinale des Gold Cups qualifiziert. Doch wenn alle Stricke reißen, würde Hasebe bereit stehen. „Natürlich würde ich der Mannschaft auch als Verteidiger helfen“, sagt er.

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Hasebe spricht ruhig und überlegt, genauso wie er Fußball spielt. Ein Leisetreter aber ist er nicht. Davon können die Gegner ein Lied singen. Der Kapitän der japanischen Nationalmannschaft bringt durchaus internationale Härte ins Spiel, hat in der letzten Saison sechs Gelbe Karten gesammelt.

Und ehrgeizige sportliche Ziele verfolgt Hasebe sowieso. Schon in der vergangenen Saison hatte er die Qualifikation für die Europa League ins Visier genommen, daran hat sich nichts geändert. „Wir wollen besser als letzte Saison abschneiden“, sagt er, „mein Ziel ist es, immer weiter nach oben zu kommen.“ Die Eintracht habe viele gute neue Spieler hinzubekommen, der Konkurrenzkampf sei damit härter geworden. „Jeder muss um seinen Platz kämpfen, das ist gut für die Mannschaft“, glaubt der erfahrene Hasebe. Aus seiner Sicht sei es möglich, in dieser Saison die internationalen Plätze anzugreifen.

Warten auf ein Tor

Er selbst will in seinem zweiten Frankfurter Jahr dem Spiel noch mehr seinen Stempel aufdrücken, „noch mehr Verantwortung übernehmen“. Das dürfte zumindest in einem Punkt gar nicht so schwer fallen, hängt die Latte doch hier am tiefsten Punkt. Denn trotz einer insgesamt guten Saison steht als Makel in Hasebes Statistik, dass er in 33 Einsätzen nicht ein einziges Mal getroffen hat. „Das Toreschießen ist mein Problem“, gibt er zu, „das muss einfach besser werden.“

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