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Markus Krösche: Vom Rekordspieler in Paderborn zum Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt

  • Yasemin Kamisli
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Markus Krösche ist Paderborns Rekordspieler und nun Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt – nach einem Zwischenstopp als Trainer. Alles Wichtige zu seiner Karriere.

Frankfurt – Markus Krösche ist seit Juni 2021 Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. Die SGE ist seine dritte Station als Sportdirektor. Zuvor war der Hannoveraner bereits im Vorstand des SC Paderborn 07, sowie beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig aktiv. Zur Saison 2021/22 tritt er in die Fußstapfen von Fredi Bobic und ist nun Sportvorstand der SGE.

Sportvorstand Markus Krösche von Eintracht Frankfurt: Rekordspieler des SC Paderborn

Markus Krösche wurde am 17. September 1980 in Hannover geboren. Seine Karriere begann bei den Sportfreunden Ricklingen – als Fußballer. Drei Jahre nachdem Krösche zu Werder Bremen wechselte, gewann er 1999 als Mannschaftskapitän mit ihnen die deutsche A-Jugendmeisterschaft. Zur Saison 2001/02 wechselte er von den Amateuren Bremens zum SC Paderborn. Dort absolvierte er mehr als 350 Spiele. In der Saison 2004/05 gelang Paderborn als Tabellenzweiter der Aufstieg aus der Regionalliga Nord in die 2. Bundesliga. Im Jahr 2008 verlängerte der Hannover seinen Vertrag als derzeit Dienstältester Spieler um weitere vier Jahre. Dann startete Krösche als Mannschaftskapitän, da sein Vorgänger René Müller nach dem Abstieg Paderborns in die Dritte Liga den Verein verließ. In der gleichen Saison gelang Krösche mit Paderborn der erneite Aufstieg in die 2. Bundesliga.

NameMarkus Krösche
Geburtsdatum17. September 1980
GeburtsortHannover
Position als SpielerDefensives Mittelfeld
Stationen als SpielerSportfreunde Ricklingen, Werder Bremen, SC Paderborn 07, Deutschland U21
Stationen als TrainerSC Paderborn 07 II, Bayer 04 Leverkusen (Co-Trainer)
Stationen als FunktionärSC Paderborn 07, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt

Nach einer weiteren Verlängerung seines Vertrags endete im Jahr 2014 Krösches Laufbahn als Fußballspieler – das jedoch mit einem Highlight: In Krösches letzten Spielzeit gelang Paderborn 2013/14 zum ersten Mal der Aufstieg in die Bundesliga, zu dem er mit 18 Einsätzen und zwei Toren beitrug. Insgesamt spielte Krösche für den SC Paderborn ganze 192 Mal in der 2. Bundesliga und 162 Mal in den dritten Ligen. Damit ist er Rekordspieler des SC Paderborn.

Markus Krösche: BWL-Studium als Fußballer und erste Tätigkeit als Trainer

Mit 29 Jahren, noch während seiner Zeit als Fußballer, begann Markus Krösche ein BWL-Studium. Er habe sich immer für finanzielle und wirtschaftliche Themen und Zusammenhänge interessiert. Auch wollte Krösche eine gewisse Unabhängigkeit anstreben und sich umorientieren, wenn er mit 27 Jahren noch nicht ausgesorgt habe, verriet er der Frankfurter Rundschau in einem Interview.

Nachdem Krösche seine Karriere als Fußballspieler im Jahr 2014 endete, blieb er Paderborn zunächst erhalten: Diesmal jedoch als Cheftrainer der zweiten Mannschaft des Sportclubs. Sein Vertrag wurde nach Ende der Saison 2014/15 früher als geplant aufgelöst, da Krösche als Co-Trainer zu Bayer Leverkusen wechselte. Dort unterstützte er seinen ehemaligen Trainer und Mitspieler Roger Schmidt. Bei Bayer Leverkusen unterschrieb Krösche demnach einen Zweijahresvertrag bis 2017.

Da Trainer Roger Schmidt einen Innenraumsperre in der Bundesliga hatte, sprang Krösche vom 28. Februar bis zum 5. März 2016 (23. bis 25. Spieltag) als Cheftrainer ein. In diesem Zeitraum konnte FC Bayer Leverkusen nur einen Punkt holen. Die Mannschaft erzielte fünf Tore und musste jedoch gleich zehn Gegentreffer hinnehmen. Aufgrund einer weiteren Innenraumsperre des Cheftrainers Schmidt, trat Krösche erneut vom 25. bis 29. Oktober 2016 in seine Fußstapfen. In dieser Zeit schied Krösche als Cheftrainer mit Bayer Leverkusen aus dem DFB-Pokal gegen die Sportfreunde Lotte aus. Jedoch konnte die Werkself das Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg gewinnen.

„Ein Volltreffer“ – so beschreibt Eintracht Frankfurts Aufsichtsratchef Philip Holzer den neuen Sportmanager der SGE.

Letztendlich verließ Markus Krösche im Jahr 2017 den FC Bayer Leverkusen, nachdem auch Cheftrainer Roger Schmidt am 5. März 2017 vom Verein freigestellt worden war. Im März 2018 erhielt Krösche die Fußballlehrer-Lizenz des DFB.

Markus Krösches Weg zum Sportmanager: Von der Regionalliga bis in die Champions League

Und wieder führte es Krösche zurück zum SC Paderborn: Im März 2017 unterstützte er den damaligen Drittligisten als Sport-Geschäftsführer. In dieser Zeit verpflichtete Krösche Steffen Baumgart als neuen Cheftrainer. Dennoch stiegen die Paderborner in die Regionalliga West ab. Das hielt aber nicht lange an: Krösche und Baumgart schafften in der Saison 2017/18 den Aufstieg in die 2. Bundesliga und in der Saison 2018/19 sogar in die Bundesliga.

Zur Saison 2019/20 verließ Krösche die Paderborner, um bei RB Leipzig in die Fußstapfen von Ralf Rangnick zu treten. Als Sportdirektor erhielt Krösche beim Champions-League-Teilnehmer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Auch dort punktete Krösche als Sportmanager: In seinem erstem Jahr wurde RB Leipzig hinter dem FC Bayern München und Borussia Dortmund Dritter. In der Champions League kam man sogar bis ins Halbfinale, in welchem die Leipziger letztlich gegen Paris Saint-Germain verloren.

In der Saison 2020/21 sorgte Krösche für frischen Wind beim RB Leipzig: Er verpflichtete unter anderem Benjamin Henrichs, Lazar Samardžić, Justin Kluivert, Alexander Sørloth und Dominik Szoboszlai. Außerdem finalisierte er für die kommende Saison bereits die Zugänge von Brian Brobbey, Joško Gvardiol und Mohamed Simakan. Letztendlich verließ Krösche den RB Leipzig im April 2021 –und machte sich anschließend auf den Weg in das Herz von Europa: Zu Eintracht Frankfurt.

Markus Krösche: Nach Leipzig folgt der Wechsel zu Eintracht Frankfurt

Zur Saison 2021/22 wechselte Markus Krösche zu Eintracht Frankfurt und trat in die Fußstapfen von Fredi Bobic als Sportvorstand. Bei der SGE hat Krösche einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025. Bei seiner Vorstellung am 1. Juni 2021 kündigte Krösche an, das Augenmerk auf die Offensive legen zu wollen. „Ein Volltreffer“ – so beschreibt Eintracht Frankfurts Aufsichtsratchef Philip Holzer den neuen Sportmanager der SGE. (Yasemin Kamisli)

Rubriklistenbild: © Arne Dedert / dpa

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