Eintracht Frankfurt

Medienecho zum Derby: ?Intensiver Fight, bescheidenes Niveau?

„Die Partie war über weite Strecken kein fußballerischer Leckerbissen. Mainz begann druckvoll und brachte im 4-3-3 vor allem über die linke Außenbahn mit Pablo de Blasis Schwung. Gegen die gut strukturierte Frankfurter Defensive gelang es den Hausherren in dieser Phase jedoch nicht, sich zwingende Torgelegenheiten zu erspielen. [...] Auch im zweiten Durchgang blieb das Niveau auf durchwachsenem Niveau.

Im Rhein-Main-Derby haben sich beide Teams weitestgehend gegenseitig neutralisiert, finden viele Kommentatoren. Wir haben einige Stimmen in unserem Medienecho zusammengefasst.

„Die Partie war über weite Strecken kein fußballerischer Leckerbissen. Mainz begann druckvoll und brachte im 4-3-3 vor allem über die linke Außenbahn mit Pablo de Blasis Schwung. Gegen die gut strukturierte Frankfurter Defensive gelang es den Hausherren in dieser Phase jedoch nicht, sich zwingende Torgelegenheiten zu erspielen. [...] Auch im zweiten Durchgang blieb das Niveau auf durchwachsenem Niveau.

Die Gäste begannen zielstrebiger, verpassten es jedoch nach einer vernünftigen Anfangsphase, konsequent auf den zweiten Treffer zu spielen. Mainz kam aus dem Nichts nach einem fein ausgespielten Angriff mit ersten ernst zu nehmenden Torschuss zum Ausgleich. In der Endphase fehlte es beiden Teams an Ideen. Unter dem Strich geht das Remis in Ordnung, weil keines der Teams offensiv eine reife Spielanlage anbieten konnte.“

„Am Ende mussten sich die leicht favorisierten Hessen mit einem 1:1 zufriedengeben, nachdem sie zur Pause durch ein Eigentor von Stefan Bell noch 1:0 geführt hatten. Es war ein Kampfspiel auf allenfalls mittlerem Bundesliganiveau, das am Ende keinen Sieger verdiente. Und auch keinen Verlierer. […] Der Ausgleich war auch Ausdruck dessen, dass sie Eintracht zu wenig für den eigenen Ballbesitz getan hatte. Das wurde dann wieder besser. Die beiden Teams neutralisierten sich. Und das taten auch der Mainzer Latza und der Frankfurter Boateng bei ihrem abschließenden, völlig überflüssigen Scharmützel an der Mittellinie. “

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Stattdessen spielte sich die Partie weitestgehend im Mittelfeld ab. Die 05er schafften es nicht, ihre Ballgewinne effizient zu nutzen, auch weil sie zu oft ins Abseits liefen. Aber auch die Frankfurter trugen nichts zu einem gepflegten Fußballspiel bei. Irgendwie naheliegend, dass der erste Treffer der Partie dann auch aus einem individuellen Fehler resultierte: Daniel Brosinski verlor an der Grundlinie den Ball unglücklich gegen Marius Wolf. Der Frankfurter marschierte Richtung Strafraum und brachte den Ball in die Mitte. Noch leicht von Zentner abgefälscht, bekam Stefan Bell die Kugel ans Bein – Eigentor.

[…] Die Partie wurde zwar von beiden Seiten intensiv geführt, doch spielerische Glanzpunkte konnte keine Mannschaft setzen. Das Unentschieden ging somit in Ordnung – auch weil sich weder Mainz, noch Frankfurt weitere hochkarätige Chancen erspielen konnten.

Ligaübergreifend holte Frankfurt in 13 Punktspielen in Mainz noch keinen Sieg, sechs Gastspiele verlor die SGE, siebenmal gab es ein Unentschieden - und die schwarze Serie der Eintracht setzte sich am Freitagabend auch im 14. Punktspiel nahtlos fort. Zumindest gab es im zehnten Rhein-Main-Derby im Rahmen der Bundesliga beim 1:1 das fünfte Remis (0/5/5). Dabei hielt die Elf von Trainer Niko Kovac in einer schwachen Partie lange alle Trümpfe in der Hand. Mainz – ohne Stammkeeper Adler – agierte verhalten, schien nach den 120 kraftraubenden Minuten am Dienstagabend beim Pokalsieg gegen Hiolstein Kiel zu viele Körner verbraucht zu haben. Schon nach zwei Minuten ließ Stendera die Führungschance für die Gäste liegen, die nach einem Brosinski-Patzer durch ein Eigentor von Bell dann doch 1:0 vorne lagen (37.). Frankfurt hatte alles im Griff und durch Rebic (48.) die Chance, zu erhöhen, ehe Mainz-Joker Serdar fast aus dem Nichts der Ausgleich gelang (71.).

„In einer sehr intensiven Auseinandersetzung auf sehr bescheidenem spielerischen Niveau vor 34000 Zuschauern wirkte die Frankfurter Eintracht einen Hauch geordneter und strukturierter als die Mainzer, aber sie war insgesamt zu harmlos im Angriff, um mehr als ein Unentschieden für sich reklamieren zu dürfen. […] 22 Fußballprofis verströmen ehrlichen Schweiß bei ihrer Berufsausübung, doch das Fußball-Gericht , das sie auf den Teller bringen, macht weder satt, noch schmeckt es. Es fehlen die Gewürze aus spielerischen Ideen und akkurater Ballbehandlung, die nötig wären, um sich über das allgemeine Gehetze zu erheben und so etwas wie Spielkultur zu etablieren.

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