Nicht nur hier vor allen ?Wölfen? am Ball: Marco Fabian (links).
+
Nicht nur hier vor allen ?Wölfen? am Ball: Marco Fabian (links).

Eintracht Frankfurt

Meier bleibt Erfolgsgarant - Huszti und Fabian bringen neue Impulse

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
    schließen

Huszti behebt die Probleme links vorne, Fabian sorgt für Überraschungsmomente. Die wichtigste Arbeit aber erledigt Meier.

Seit drei Wochen erst ist Marco Fabian in Frankfurt, die wichtigste Lektion aber hat er schon gelernt. „Man muss Alex Meier nur die Bälle zuspielen. Er sorgt schon dafür, dass sie ins Tor kommen“, ließ der mexikanische Nationalspieler nach seinem mit einem glücklichen Last-Minute-Sieg gegen den VfL Wolfsburg zu Ende gegangenen Einstand im Eintracht-Trikot aus dem Spanischen übersetzen und grinste sich eins. Daran, dass der Frankfurter Fußballgott gleich drei Mal trefflich in Erscheinung treten konnte, hatte auch Fabian seinen Anteil, insbesondere bei der Schlusspointe in der Nachspielzeit. Seine eigenen Verdienste stellte er lieber unter den Scheffel, der allgemeinen Lobhudelei auf seinen Kapitän aber schloss er sich gerne an. Ob es so einen wie Meier auch in seiner mexikanischen Heimat gebe? „Es gibt viele Gute, aber keinen so Fantastischen“, parierte Fabian.

Der derart Gepriesene kommentierte seinen Dreierpack in der 66. , 73. und 92. Minute trocken. „Ich sollte in der zweiten Halbzeit ja nur vorne bleiben. Daran habe ich mich gehalten“, erklärte Meier, der dann für den gegen Fabian ausgetauschten Haris Seferovic in die Spitze rückte und dem Spiel mehrfach und am Ende die entscheidende Wendung gab.

Dazu, dass die vor der Pause komplett neben sich stehende Eintracht danach besser in die Spur fand, trug auch Fabian bei. „Man kann nicht alleine gewinnen. Die ganze Mannschaft hat besser gespielt“, betonte dieser, bei entscheidenden Szenen hatte er freilich seine Füße im Spiel. Vor dem 1:1, als er den Ball im Mittelfeld eroberte, am Rande des Foulspiels, vor allem aber vor dem 3:2. Nach einem Einwurf startete er ein Solo an der Eckfahne, narrte mit Vierinha und dem früheren Frankfurter Sebastian Jung zwei Gegner und spielte in die Mitte, wo Abwehr-Leitwolf Naldo den Ball nicht unter Kontrolle brachte und Meier wieder einmal bereit zum Abstauben stand.

„Der Trainer hat mir gesagt, ich soll hinter der Spitze versuchen, die richtigen Pässe zu spielen“, berichtete der 3,5-Millionen-Einkauf aus Guadalajara Armin Vehs Maßgaben und sagte über seinen späten Tanz an der Auslinie: „So etwas werde ich immer mal versuchen. Manchmal klappt es, manchmal nicht.“ Diesmal klappte es – und Veh lobte: „Dass er das 3:2 richtig gut vorbereitet hat, hilft ihm, und uns auch.“

Mit Szabolcs Huszti deutete eine zweite Winter-Verpflichtung an, die Probleme links vorne beheben zu können, Huszti setzte als Mann für die überraschenden Momente ebenfalls neue Impulse. Die wichtigste Arbeit aber lieferte der dienstälteste Frankfurter, in gewohnter Stärke. Obwohl er die ersten Spiele verpasste und nach langer Verletzungspause in der Hinrunde Durchhänger hatte, stehen bei Meier schon wieder zehn Saisontore zu Buche. Der Dreierpack gegen Wolfsburg war ein besonders wichtiger Coup. „Wenn du gar keine Hoffnung mehr hast“, fasste Eintracht-Vorstand Axel Hellmann die Partie zusammen, „kommt irgendwo der Meier her.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare