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Die Bayern und Franck Ribéry müssen beim FC Augsburg antreten.

David gegen Goliath

Mittwochsspiele im DFB-Pokal: Die Vorschau

München - Bei den Mittwochsspielen im DFB-Pokal kommt es gleich zu mehreren Duellen zwischen David und Goliath. Beim FC Bayern will man in Augsburg nichts anbrennen lassen.

Rotation verboten - die favorisierten Erstligisten, angeführt vom Triple-Gewinner Bayern München, können und wollen sich im Achtelfinale des DFB-Pokals keine unliebsamen Überraschungen leisten. „Wir sehen diese Partie wie ein Finale“, sagt Matthias Sammer. Der unerbittlich ehrgeizige Sportdirektor des deutschen Rekordmeisters will von einem leicht zu gewinnenden Derby beim FC Augsburg am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) überhaupt nichts wissen.

Für Trainer Pep Guardiola ist das Duell mit den Schwaben sogar von größerer Bedeutung als das Turnier um die Klub-WM in Marrakesch in zwei Wochen: „Wir wissen, wir haben im Pokal kein Rückspiel. Deshalb ist es für uns das wichtigste Spiel vor der Winterpause.“ Und so deutet auch nichts darauf hin, dass der Starcoach irgendeinem seiner Asse freiwillig eine Pause verordnet.

An dem Beispiel des Spaniers orientieren sich auch die Trainerkollegen in Leverkusen und Wolfsburg. Besonders Sami Hyypiä wird seinen vor einigen Wochen derbe übertriebenen Spieleraustauch auf keinen Fall wiederholen. Seinen Übermut bezahlte der Finne mit einer schmachvollen 1:2-Niederlage beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig, der bislang einzige Heimsieg des Tabellenschlusslichts.

Beim abstiegsbedrohten SC Freiburg am Mittwoch (19.00 Uhr/Sky) wird Hyypiä diesmal ebensowenig auf seine Stammkräfte verzichten wie Dieter Hecking beim VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen erwarten zeitgleich den FC Ingolstadt, wollen aber personell kein Risiko eingehen.

„Ich denke nicht, dass wir groß rotieren werden, dafür ist dieses Spiel zu wichtig“, sagt der 49-Jährige. Nur Mittelfeldregisseur Diego wird gegen den Zweiligisten in die Startformation zurückkehren, weichen muss wohl Ivan Perisic, vielleicht auch Daniel Caligiuri. Jan Polak pausiert wegen einer Entzündung im Fußgelenk.

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

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 © dpa/mm
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1. DFB-Pokal-Runde 2012/2013: Gleich sechs Bundesligisten flogen schon in der 1. Runde raus, fünf davon gegen Drittligisten oder Amateurvereine. So wie 1899 Hoffenheim, dass gegen den Regionalligisten Berliner AK mit 0:4 unter die Räder kam. © dpa
Mit dem TSV Havelse kam gegen den 1. FC Nürnbereg ebenfalls ein Regionalligist gegen einen Bundesligisten weiter. Havelse gewann 3:2 nach Verlängerung. © dpa
Drittligist Kickers Offenbach bezwang Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth mit 2:0. © dpa
Debakel für den Bundesliga-Dino: Bei Drittligist Karlsruher SC schied der Hamburger SV mit 2:4 aus. © dpa
Mit dem selben Ergebnis, allerdings nach Verlängerung, unterlag Werder Bremen bei Preußen Münster. © dpa

Gern gespielt in den Reihen der Norddeutschen hätte Christian Träsch, doch den gebürtigen Ingolstädter legt ein Haarriss im Mittelfuß weiterhin lahm: „Das ist natürlich sehr ärgerlich. Ich hatte mich so über die Auslosung gefreut. Für mich wäre das Spiel eine Herzensangelegenheit gewesen.“

Weit schwerer fällt den Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt angesichts der sportlichen Misere in der Liga die Konzentration auf den Pokal. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen versuchte es vor der Partie am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) gegen den Zweitligisten SV Sandhausen mit einem martialischen Weckruf: „Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt. Und wir sind mittendrin.“

Eine weitere sportliche Schlappe gegen den Außenseiter könnte auf jeden Fall schon tödlich für die weitere Arbeit von Trainer Armin Veh bei den Hessen sein. Immer noch aber fehlen dem Coach vier wichtige Stammkräfte, es besteht aber zumindest die Hoffnung, dass Bamba Anderson und Sebastian Rode wieder zur Verfügung stehen könnten.

sid

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