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Ein Blick ins Gesicht von Eintracht-Kapitän David Abraham genügt: Mit einer besseren Leistung in der ersten Halbzeit wäre in Leipzig mehr drin gewesen.

Eintracht Frankfurt

Wer muss gegen Leipzig für Rückkehrer David Abraham weichen?

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Gegen RB Leipzig wird David Abraham dringend gebraucht, in Bezug auf Schnelligkeit ist er als einziger Frankfurter Abwehrspieler den Sprintern aus Leipzig ebenbürtig. Wie wird Trainer Niko Kovac diesmal die Abwehrkette zusammenstellen?

„David kann man von null auf hundert gleich reinwerfen.“ Das hat Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac Anfang der Woche gesagt. Abwehrchef Abraham wird also trotz einer mehr als zweimonatigen Pause am Montag (20.30 Uhr) in die Anfangself der Eintracht zurückkehren. Gegen RB Leipzig wird der 31 Jahre alte Kapitän dringend gebraucht, in Bezug auf Schnelligkeit ist er als einziger Frankfurter Abwehrspieler den Sprintern aus Leipzig ebenbürtig.

Da in den vergangenen Wochen seine Kollegen Carlos Salcedo, Makoto Hasebe, Marco Russ und Simon Falette ihre Sache ausnahmslos gut gemacht haben, stellt sich die Frage, wie Kovac seine Dreierkette diesmal zusammenstellt. Jetzt heißt es wieder: Drei aus Fünf. Natürlich lässt sich der Frankfurter Trainer nicht in die Karten schauen. Die Übungseinheiten finden wie üblich hinter verschlossenen Türen und mit Planen verhängten Zäunen statt. Und so wird auch der Leipziger Trainer Ralph Hasenhüttl vor einigen Rätseln stehen. Nicht nur in Bezug auf die Frankfurter Abwehrreihe, sondern auch bei weiteren Besetzungen. Denn mit Ausnahme von Alexander Meier, der aber auch große Fortschritte macht, sind alle anderen 26 Feldspieler der Eintracht einsatzfähig. Kovac hat also die freie Auswahl.

Zurück zur Abwehr. Hasebe hatte zuletzt in der Mitte der Dreierkette gespielt und seine Leistung von Woche zu Woche gesteigert. Die Ruhe des Japaners am Ball tut dem Aufbauspiel der Eintracht gut. Über Hasebe, Mascarell und Boateng laufen die Angriffe. Abraham könnte als rechter Innenverteidiger an der Seite Hasebes gute Dienste leisten, wäre auch prädestiniert, um gegen den Leipziger Flitzer Timo Werner zu spielen. Freilich: Kovac hatte vor Abrahams Wadenverletzung, die er sich am 12. Dezember beim Auswärtsspiel in Hamburg zugezogen hat, häufig auch Hasebe auf die Bank gesetzt. Ihm schien die Schnelligkeit von Abraham auch in der Mitte von Vorteil. Es ist also möglich, mit Hasebe und Abraham zu spielen oder auch nur mit einem von beiden.

Ganz ähnlich sieht es bei genauer Betrachtung der anderen Kandidaten aus. Marco Russ hat zuletzt gegen den 1. FC Köln herausragend gespielt und mit seiner Offensivstärke ein Tor erzielt, eines eingeleitet und neue, andere Akzente gesetzt. Russ ist aber nicht der Schnellste, was gegen Leipzig eigentlich eine Grundvoraussetzung ist. Russ könnte eine Woche später, wenn es in Stuttgart gegen die Hünen Mario Gomez und Daniel Ginczek geht, besser passen.

Carlos Salcedo gehörte am Anfang der Saison noch zu den Unsicherheitsfaktoren. Der Mexikaner hatte lange gebraucht, um nach seiner schweren Schulterverletzung auf Touren zu kommen. Das ist ihm zuletzt aber immer besser gelungen. Er hat seine Arbeit Woche für Woche solide verrichtet. Das gilt auch für Simon Falette. Der Franzose ist spielerisch sicher der Schwächste aus dem Abwehrquintett. Aber kämpferisch macht ihm keiner was vor. Auch im Kopfballspiel ist er stark, zudem passt er als Spieler mit einem starken linken Fuß besser zum offensiven Außenverteidiger Timothy Chandler, der mit rechts besser ist. Zwei Rechtsfüßer auf links, das wäre bei Salcedo oder Russ der Fall, könnte ein wenig schwierig werden.

Und so hat der Frankfurter Trainer noch einiges zum Tüfteln. Wer passt am besten zu wem? Wer passt am besten zum Gegner? Und wer ist am besten in Form? Es gibt gute Gründe für fast jede der Varianten. (pes)

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