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Nach Ausschreitungen droht der Eintracht mächtig Ärger

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Von: Markus Katzenbach

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Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel 1. FC Magdeburg gegen Eintracht Frankfurt
Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel 1. FC Magdeburg gegen Eintracht Frankfurt © Jan Huebner (Jan Huebner)

Eine Pokal-Blamage hat die Frankfurter Eintracht in Magdeburg gestern gerade noch vermieden, im Nachhinein droht aber eine Menge Ärger. Wegen Ausschreitungen in beiden Fanlagern war die Partie zwischenzeitlich unterbrochen.

Eine Pokal-Blamage hat die Frankfurter Eintracht in Magdeburg gestern gerade noch vermieden, im Nachhinein droht aber eine Menge Ärger. Wegen Ausschreitungen in beiden Fanlagern war die Partie zwischenzeitlich unterbrochen. Wie bei der Eintracht zum Bundesliga-Start am nächsten Samstag gegen Schalke steht auch Magdeburg ohnehin schon ein Teil-Ausschluss von Zuschauern bevor, bei beiden Vereinen sind weitere Strafen zur Bewährung ausgesetzt. „Diese Bilder will keiner sehen“, sagte der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic zu den Szenen kurz nach der Pause.

Schwarzer Rauch und Böller kamen aus dem Gästeblock, dann wurde es heftig: Drei, vier Feuerwerkskörper flogen aus der Frankfurter Kurve mitten unter die Magdeburger Anhänger auf der Gegentribüne. Von den Magdeburger Stehplätzen auf der anderen Seite des Platzes kletterte zumindest ein gutes Dutzend in den Innenraum, offenbar, um in Richtung der Frankfurter zu gelangen. 30 bis 40 Polizisten verhinderten dies mit weiteren Sicherheitskräften. Angeblich hatten Magdeburger Hooligans neben dem Frankfurter Fanblock mit Rufen provoziert: „Jude, Jude, Jude, Eintracht Frankfurt.“ Nach einigen Minuten hatte die Polizei alles unter Kontrolle, nach zehn Minuten wurde die Partie fortgesetzt – ohne weitere Vorkommnisse.

„Ich hatte schon Angst, dass jemand zu Schaden kommt. Hoffentlich haben das alle gesund überstanden“, sagte der Frankfurter Torwart Lukas Hradecky, der von Schiedsrichter Markus Schmidt wie alle Spieler erst vom Feld und dann kurz in den Kabinengang beordert worden war. „Der Schiedsrichter hat sehr gut reagiert“, lobte Bobic. „Dass er die Mannschaften runter geholt hat, hat deeskalierend gewirkt.“ Ansonsten hielt er sich in der Bewertung des Geschehens erst einmal zurück. „Wir können das nicht gutheißen. Aber die Sorgfalt verlangt, dass wir die Bilder erst genau anschauen und alle Informationen einholen, auch von unserer Fanbetreuung. Wir werden uns am Montag zusammensetzen. Wir müssen seriös mit dem Thema umgehen, dann aber auch konsequent Schritte einleiten“, sagte er.

(mka)

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