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Noch viel Bewegung bei den Transfers

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Von: Peppi Schmitt

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Es wird noch reichlich Transfers geben – in beide Richtungen. Nur ganz wenige Frankfurter Spieler gelten als unverkäuflich.

Die sportlichen Ziele für die nähere Zukunft wird Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac erst dann formulieren, wenn er seine Mannschaft wirklich zusammen hat. Und das kann dauern. Am 4. Juli, dem Tag des Trainingsstartes, wird es sicher noch nicht so weit sein. Und dies hat weniger damit zu tun, dass der eine oder andere, wie zum Beispiel die beiden Europameisterschafts-Teilnehmer Heinz Lindner und Haris Seferovic, verlängerten Urlaub genießen. Sondern mehr mit den Umbauten, die im Aufgebot noch vorgenommen werden.

„Da wird noch viel Bewegung drin sein“, vermutet Kovac, „es wird auch während der Vorbereitung noch Transfers geben.“ Das ist wenig überraschend. Denn zum einen läuft die sommerliche Transferperiode wie immer bis Anfang September. Und zum anderen dauert die Vorbereitungszeit so lange wie nie in den letzten Jahren.

Erst am 16./17./18. August findet mit der DFB-Pokalbegegnung beim 1. FC Magdeburg das erste Pflichtspiel statt. „Wir haben zweieinhalb Monate Zeit, die Mannschaft richtig vorzubereiten“, sagt Kovac.

Transfers wird es also noch reichlich geben, in beide Richtungen. So berichtet „hessenschau.de“ unter Berufung auf die peruanische Internet-Plattform „Libero“ von Angeboten für Abwehrspieler Carlos Zambrano. Angeblich sollen der spanische Erstligist FC Valencia und der russische Erstligist FK Rostov Interesse bekundet haben. „Da ist nichts dran, diese Angebote gibt es nicht“, sagt Manager Bruno Hübner.

Zambrano soll bleiben

Die Frankfurter verspüren sowieso wenig Lust, den peruanischen Nationalspieler ziehen zu lassen. Mit Innenverteidigern ist die Eintracht nach dem langfristigen Ausfall von Marco Russ und der Ungewissheit, ob Bamba Anderson (Knorpelschaden) nach einem Jahr Pause überhaupt zurückkommen kann, nicht gerade reich gesegnet. Zudem würde selbst eine hohe Ablösesumme für Zambrano die Kasse nicht wirklich entlasten, weil einfach zu viele Parteien an den Transferrechten des Spielers beteiligt sind.

Grundsätzlich hat die Eintracht Gesprächsbereitschaft bei fast allen Spielern signalisiert. Nur ganz wenigen wurde das Etikett „unverkäuflich“ angeheftet. Das gilt für Torwart Lukas Hradecky, auch für Innenverteidiger David Abraham und Torjäger Alexander Meier. Aber selbst bei diesem sportlich im Grunde unverzichtbaren Trio gilt das Wort „unverkäuflich“ nicht absolut. Bei Angeboten in zweistelliger Millionenhöhe würde die Eintracht über jeden Spieler nachdenken.

Klar ist aber auch, dass gerade die wenigen Leistungsträger aus der letzten so schlecht verlaufenen Saison unbedingt gehalten werden sollen. „Wir haben kein Interesse sie abzugeben“, sagt Manager Bruno Hübner. Alles andere wäre auch sportliches Harakiri.

Um wenigstens in einem Bereich Planungssicherheit zu bekommen, wurde innerhalb des eigenen Kaders in den letzten Wochen Klarheit geschaffen. Nur zwei auslaufende Verträge hat der Verein verlängert (wir berichteten). Makoto Hasebe hat einen neuen Einjahresvertrag bekommen mit beidseitiger Option für ein weiteres Jahr, Johannes Flum einen Kontrakt bis zum Sommer 2017. Viele andere Spieler müssen gehen, darunter Sonny Kittel, Änis Ben-Hatira, Aleksandar Ignjovski und Constant Djakpa. Das macht deutlich, dass das Triumvirat an der Spitze mit Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Hübner und Trainer Kovac mit der Zusammensetzung des Kaders aus der letzten Saison keinesfalls zufrieden war.

Kovac weiß natürlich, dass er bei der Verstärkung der Mannschaft finanziell keine großen Sprünge machen kann. Die ganz großen Stars wird die Eintracht nicht holen können. Mit Branimir Hrgota, der ablösefrei aus Mönchengladbach kommt, wurde ein Anfang gemacht. In kleinen Schritten, aber kontinuierlich soll die Mannschaft verbessert werden. „Wenn mein Auto nur einhundert schafft, kann ich nicht versuchen, zweihundert zu fahren“, sagt Kovac blumig. Soll heißen: Er will von seiner Mannschaft nicht zu viel verlangen. Aber in jedem Fall mehr als in der letzten Saison. „Wir wollen vieles verbessern“, sagt er, „wir wollen mit einer guten Atmosphäre, mit einer guten Moral und einer guten Mentalität in die Saison starten.“

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