Die Entschlossenheit ist klar zu erkennen: Marius Wolf treibt an, die Eintracht-Torschützen Luka Jovic und Ante Rebic (von links) feierten derweil nach dem 3:0 gegen Mainz noch ein wenig.
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Die Entschlossenheit ist klar zu erkennen: Marius Wolf treibt an, die Eintracht-Torschützen Luka Jovic und Ante Rebic (von links) feierten derweil nach dem 3:0 gegen Mainz noch ein wenig.

Eintracht Frankfurt

Offensivstarke Eintracht: Haller, Boateng, Rebic und Jovic in Torlaune

In der Vorrunde hat die Frankfurter Eintracht ihre Punkte meist mit einer ausgeklügelten Defensive geholt. Die Ergebnisse waren knapp – oft 1:0 oder 2:1. Die Abwehr war stabil und zuverlässig. Das hat sich bis heute nicht geändert.

In der Vorrunde hat die Frankfurter Eintracht ihre Punkte meist mit einer ausgeklügelten Defensive geholt. Die Ergebnisse waren knapp – oft 1:0 oder 2:1. Die Abwehr war stabil und zuverlässig. Das hat sich bis heute nicht geändert. Die neue Stärke der Frankfurter, das hinzugekommene belebende Element ist die Offensive. Die Eintracht trifft jetzt auch, sie schießt schöne Tore und begeistert seit Jahresbeginn vor allem im eigenen Stadion ihre Fans. Auf 38 Tore haben es die Frankfurter inzwischen gebracht, nachdem es zur Hälfte 18 gewesen waren. Von diesen 38 Treffern wurden 26 von vier Spielern erzielt. Auch Marius Wolf versprüht nun Gefahr.

  Sébastien Haller (23): Der bullige Stürmer hat acht Tore geschossen und drei weitere vorbereitet. Der Franzose hat schon die Figur eines echten Mittelstürmers, ist 1, 90 Meter groß und 82 Kilogramm schwer. Eine „Kante“, wie man in Deutschland sagt. Ihn alleine auf Wucht, Kraft und Durchsetzungsvermögen zu reduzieren, würde ihm Unrecht tun. Haller kann mehr als „nur“ Tore schießen. Er kann vor allem schöne Tore schießen, wie etwa gegen den VfB Stuttgart (2:1) per Seitfallzieher und Werder Bremen (2:1) per Direktabnahme und beim Hackentor gegen Schalke 04 (2:2).

  Kevin-Prince Boateng (31): Dem Routinier gelang am vergangenen Samstag beim 3:0 gegen den FSV Mainz 05 sein sechstes Tor. Der „Prince“ ist der Anführer der Mannschaft. Er ist der Stratege, er weiß, wann er was zu tun hat. Er lenkt das Spiel, ihm gehört der ganze Platz. „Kevin kann überall spielen“, sagt sein Trainer Niko Kovac. Boateng wurde schon als defensiver und offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, aber auch als Stürmer. Ziemlich häufig schickt Kovac ihn im Laufe der Begegnungen ein Stückchen weiter nach vorne. Für seinen Star hat der Eintracht-Coach eine neue Bezeichnung gefunden: „Die schleichende Neun“.

  Ante Rebic (24): Er hat es auch schon auf sechs Tore gebracht. Das ist erstaunlich für den Kroaten, der in der gesamten vergangenen Saison nur zweimal getroffen hatte. Doch schon beim Pokalfinale in Berlin hatte er angedeutet, dass er den Unterschied ausmachen könnte. Das gelingt ihm jetzt immer öfter. Gegen Rebic zu spielen ist keine Freude. Denn er fürchtet sich vor Nichts. Die Fans lieben ihn. Nach seiner Auswechslung gegen Mainz gab es viel Applaus.

  Luka Jovic (20): Er hat die wenigste Zeit zum Toreschießen gebraucht, für sechs Treffer nur 567 Minuten. Der junge Serbe ist der geborene „Joker“, hat eine Figur wie der legendäre Gerd Müller: Untersetzt, mit einem tiefen Körperschwerpunkt. Jovic ist der Mann mit den dicksten Waden und dem feinsten Näschen. Einem Näschen für Torchancen und Tore.

  Marius Wolf (22): Er kommt an die vier besten Eintracht-Schützen (noch) nicht ran. Was daran liegen könnte, dass er die meiste Zeit der Saison als rechter Verteidiger unterwegs war. Seitdem er weiter vorne spielt, wird er immer gefährlicher. Auf vier Tore und sieben Assists hat er sein persönliches Erfolgskonto geschraubt. pes

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