Pokalspiel in Magdeburg

Pokal-Krawalle: Frankfurter Pyro-Werfer identifiziert

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Die gemeinsame Arbeit der "Ermittlungsgruppe Fußball" bei der Frankfurter Polizei sowie der Magdeburger Polizei hat zur Identifizierung eines mutmaßlichen Pyro-Werfers geführt. Ein 24-jähriger Mann aus Neu-Anspach ist aufgrund eines Videos, das von einem normalen Frankfurter-Fan der Polizei zur Verfügung gestellt wurde, ins Visier der Ermittler geraten. Der 24-Jährige soll nach Informationen dieser Zeitung keiner Ultragruppierung angehören.

Während der Partie in der ersten Runde des DFB-Pokals zwischen dem Drittligisten und der Eintracht war es am 21. August zu schweren Zwischenfällen gekommen. Frankfurter Anhänger hatten unter anderem zwei Raketen in einen benachbarten Zuschauerblock geschossen. Schiedsrichter Markus Schmidt hatte das Spiel kurz darauf für etwa elf Minuten unterbrochen.

Bei einer am Dienstag durchgeführten Wohnungsdurchsuchung erhärtete sich der Tatverdacht. Dort fanden die Beamten umfangreiche Pyrotechnik unter anderem in Form von diversen illegalen Böllern. Außerdem kam die Täterkleidung nebst der Eintrittskarte zum Spiel in Magdeburg zum Vorschein.

Im Anschluss erfolgten eine erkennungsdienstliche Behandlung sowie die polizeiliche Vernehmung, bei der er keine Angaben zur Sache machte. Anschließend kam der junge Mann wieder auf freien Fuß. Gegen ihn ist ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz sowie der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.

Die umfangreichen Ermittlungen in Frankfurt und Magdeburg werden fortgeführt. In Magdeburg konnte bereits letzte Woche sieben Tatverdächtige identifiziert werden, die an den Ausschreitungen in Magdeburg beteiligt waren. Fünf weitere Personen stehen ebenfalls im Verdacht des Landfriedensbruchs sowie der gefährlichen Körperverletzung.

Erst in dieser Woche war die Eintracht hart für die Krawalle bestraft worden. Das DFB-Sportgericht verurteilte den Bundesliga-Verein am Montag zu einem Zuschauer-Teilausschluss für die Bundesliga-Partie gegen den FC Bayern München sowie das Spiel gegen den FC Ingolstadt im DFB-Pokal. Zudem müssen die Frankfurter bei Auswärtsspielen künftig eigene Ordner mitbringen und ein personalisiertes Ticketing-System installieren. red/dpa

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