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Probleme in allen Mannschaftsteilen

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Von: Peppi Schmitt

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Betroffenheit angesichts der Leistung in Magdeburg: Eintracht-Trainer Niko Kovac, Sportdirektor Hübner und die Co-Trainer Reutershahn und Robert Kovac (von rechts).
Betroffenheit angesichts der Leistung in Magdeburg: Eintracht-Trainer Niko Kovac, Sportdirektor Hübner und die Co-Trainer Reutershahn und Robert Kovac (von rechts). © Jan Huebner

Der Bundesliga-Start gegen Schalke rückt näher. Im Vordergrund muss für Trainer Kovac die Stabilisierung der Abwehr stehen.

Es war Niko Kovac anzusehen, dass er enttäuscht war nach dem glücklichen Weiterkommen im Pokal in Magdeburg. Er hatte geglaubt, schon weiter zu sein. „Wir sind gut vorbereitet“, hatte er vor der Partie gesagt. Aber auch: „Keiner weiß zu Saisonbeginn, wo er steht.“ Jetzt weiß der Trainer der Frankfurter Eintracht mehr und das könnte vor dem Bundesliga-Start am Samstag gegen Schalke 04 nun durchaus ein Vorteil sein.

Immer wieder hatte Kovac in den letzten Wochen betont, dass es keine „Stammelf“ mehr geben wird, dass er variieren muss, aber auch will. Magdeburg hat gezeigt, dass die erste getroffene Auswahl noch nicht die richtige war. Nun muss der 44 Jahre alte Coach wieder neu puzzeln, die Teile anders zusammensetzen. Und hoffen, dass er vielleicht den einen oder anderen Teil zum besseren Bild noch hinzubekommen kann. Wenn schon nicht mehr bis Samstag, dann für die Zeit nach der darauf folgenden Länderspielpause.

Doch wo kann Kovac kurzfristig Veränderungen vornehmen, wo müsste er es tun? Im Vordergrund muss die Stabilisierung der Abwehr stehen. Mit dem ausgezeichneten Torwart Lukas Hradecky steht die zurzeit einzige Konstante zwischen den Pfosten. Der Finne war und ist eine Bank. Aber davor könnte gewechselt werden. Was mangels Alternativen gar nicht so einfach ist. Mit Timothy Chandler liegt nur ein möglicher Wechsel offen auf der Hand. Chandler, mit bislang 136 Bundesligaspielen durchaus ein erfahrener Spieler, könnte für den unerfahrenen Giullermo Varela in die Viererkette rücken.

Den unsicheren Michael Hector nach seinem ersten unglücklichen Auftritt auf die Bank zu setzen, wäre dagegen (zu) früh das Eingeständnis, nicht den Richtigen geholt zu haben. Dessen spanischer Konkurrent Jesus Vallejo hat zudem noch viel weniger Erfahrung und Spielpraxis als der Jamaikaner. Es ist also mehr als schwierig für den Eintracht-Coach die Abwehr mit Personalwechseln zu stärken. Da bleibt kurzfristig nur die Hoffnung auf eine Formsteigerung der Spieler, mehr Verständnis durch eine Woche mehr Zeit.

Die Schwächen im Spielaufbau sollten da schon leichter zu beheben sein, zumal die Eintracht gegen Schalke wohl deutlich defensiver agieren kann als zuletzt beim Drittligisten in Magdeburg. Eine Veränderung des Personals ist ebenso möglich wie eine des Systems. So könnte aus dem 4-2-3-1 durchaus ein 4-4-2 oder ein 4-3-1-2 mit defensiverer Ausrichtung werden. Das würde auch Torjäger Alexander Meier entgegenkommen, der sich als zweite Spitze neben Hrgota oder dem möglichen Rückkehrer Haris Seferovic sicher wohler fühlen würde als zuletzt im vorderen Mittelfeld. Die erhoffte Stärke auf den Außenpositionen ist jüngst aus den unterschiedlichsten Gründen sowieso verloren gegangen. Mijat Gacinovic hat deutlich geschwächelt, Luc Castaignos unter Beweis gestellt, dass er eben kein Außenstürmer ist, und Ante Rebic war angeschlagen. Durchaus möglich also, dass Kovac sich entschließt, mit dem Mexikaner Marco Fabián mehr spielerische Klasse ins Mittelfeld zu bringen. Bislang hat Fabián, aus Sicht des Trainers ein „Achter“, sich hinter Makoto Hasebe, Omar Mascarell und Szabolcs Huszti anstellen müssen.

Nicht ganz komplett startete die Eintracht gestern Abend in die Vorbereitung auf das Schalke-Spiel. Es fehlte weiter Rebic (Adduktorenprobleme). Nach einem Trainingsspielchen gab es zum Schluss für die Mannschaft noch eine lockere Laufeinheit. Wegen leichterer Blessuren durften David Abraham und Varela vorzeitig in die Kabine. Seferovic hat nach seiner Zahnoperation wieder mit Lauftraining begonnen, Taleb Tawatha und Slobodan Medojevic konnten mit den Reha-Trainern arbeiten.

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