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Russ, Ochs, Jung und Chris: Glücklos in Wolfsburg

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Von: Peppi Schmitt

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Ausgerechnet der VfL Wolfsburg hat in der jüngeren Vergangenheit eine große Anziehungskraft auf Frankfurter Fußball-Profis ausgeübt. Das liegt sicher nicht an den Schönheiten der Autostadt.

Ausgerechnet der VfL Wolfsburg hat in der jüngeren Vergangenheit eine große Anziehungskraft auf Frankfurter Fußball-Profis ausgeübt. Das liegt sicher nicht an den Schönheiten der Autostadt. Es liegt schlicht und einfach daran, dass die Wolfsburger bessere Gehälter zahlen können als die Eintracht. Vier Frankfurter Spieler sind in den letzten sieben Jahren von der Eintracht zum VfL gewechselt. So richtig glücklich geworden ist keiner.

Im Sommer 2011 waren es gleich drei Frankfurter, die dem Lockruf des damaligen Trainers Felix Magath und des Geldes erlegen sind. Marco Russ ist nach dem Abstieg für eine Ablöse von drei Millionen Euro gegangen, nachdem er zunächst noch ein Spiel in der Zweiten Liga für die Eintracht bestritten hatte. Ein paar Wochen vorher war bereits Patrick Ochs gewechselt. Auch für ihn haben die „Wölfe“ drei Millionen Euro Ablöse bezahlt. Ein paar Wochen später hat sich dann auch der Brasilianer Chris den Wolfsburgern angeschlossen. Er ist ablösefrei gegangen. Und vor dreieinhalb Jahren hat auch Sebastian Jung diesen Weg eingeschlagen. Der Verteidiger hat die Eintracht für 2,5 Millionen Euro Ablöse verlassen und in Wolfsburg eine sportliche Verbesserung gesucht. Und sie nicht gefunden, genau wie die anderen.

Russ, Ochs und Jung war gemeinsam, dass sie sportlich weiterkommen wollten. Ochs hat in vier Jahren nur 30 Spiele für den VfL bestritten. Ein Kreuzbandriss hatte ihn weit zurückgeworfen. Jung hat die gleiche Verletzung erlitten, im Februar 2016. Bislang ist das Eintracht-Eigengewächs erst in 33 Spielen für Wolfsburg aufgelaufen. In dieser Saison hat er noch keinen Einsatz, soll am Samstag aber immerhin im Aufgebot stehen. Russ hat es anders gemacht. Nach zwei Jahren Wolfsburg mit 24 Spielen ist er 2013 zur Eintracht zurückgekehrt und gehört immer noch dem engeren Kader an. Chris (39) übrigens hat seine aus Frankfurt bekannte Verletzungsanfälligkeit auch in Wolfsburg nicht ablegen können und seine Karriere mittlerweile beendet.

(pes)

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