Würde gerne auch morgen auflaufen: Stefan Aigner.
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Würde gerne auch morgen auflaufen: Stefan Aigner.

Eintracht Frankfurt

Schaaf bangt um die nächste Stammkraft

  • vonPeppi Schmitt
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Der Flügelstürmer droht wegen muskulärer Probleme morgen auszufallen – er wäre der fünfte Stammspieler, der nicht eingesetzt werden kann.

Am Dienstag war es noch eine „reine Vorsichtsmaßnahme“, als Stefan Aigner das Training mit den Kollegen vorzeitig abbrach und nur noch ein paar lockere Runden drehte. Doch auch gestern konnte der Flügelstürmer der Frankfurter Eintracht nicht trainieren. „Es sah heute noch nicht so gut aus“, gab Trainer Thomas Schaaf zu, „wir müssen abwarten.“ Aigner plagt sich mit Muskelproblemen im rechten Oberschenkel.

„Ein Muskel ist fest, macht zu“, hatte er am Dienstag gesagt, „aber ich kann sicher spielen.“ Das war dann freilich tags darauf gar nicht mehr so sicher. Nach dem heutigen Abschlusstraining wird der Trainer entscheiden, ob Aigner dabei sein kann oder nicht.

Ein weiterer Ausfall hätte vor dem Spiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach gravierende Folgen. Denn mit Marco Russ (Knieoperation), Carlos Zambrano (Muskelverletzung), Alexander Meier (Operation an der Patellasehne) und Marc Stendera (gesperrt) fehlen schon vier Stammkräfte. Mit Joel Gerezgiher ist ein weiterer Ergänzungsspieler seit Wochen nicht dabei. Selbst wenn der Trainer versichert, „dass wir noch genügend Alternativen haben“, wird es nun eng. Gestern reichte es beim Trainingsspielchen nur noch zu einem „neun gegen neun“. Macht zusammen 18 Spieler, darunter Yusupha Jaffa, der für einen Bankplatz nicht in Frage kommt. Und so könnte es passieren, dass der Frankfurter Trainer nicht einmal die mögliche Zahl von achtzehn Spielern für das Aufgebot zusammenkriegt, ganz so wie am letzten Samstag Bayern-Coach Pep Guardiola, der nur vier statt sieben Auswechselspieler nominiert hatte.

Waldschmidt als Ersatz?

In seinem Engagement lässt sich der Frankfurter Trainer durch die aktuelle Personalmisere nicht bremsen. Auch am Mittwoch unterbrach er das Spiel immer wieder, korrigierte lautstark, wenn die Vorgaben nicht umgesetzt wurden. Für Aigner stürmte der A-Jugendliche Luca Waldschmidt an der Seite von Haris Seferovic und Nelson Valdez, allerdings auf der linken Seite. Waldschmidt hat nach einer Leistenoperation im letzten Herbst zuletzt gerade mal drei Spiele in der U 19-Bundesliga hinter sich gebracht. „Es ist gut, dass er dort Praxis sammeln konnte“, sagt der Trainer, „und es ist noch besser, dass er auch getroffen hat.“ Waldschmidt erzielte per Elfmeter das 2:1-Siegtor für die U 19 gegen den FC Augsburg, nachdem er eine Woche zuvor beim 0:1 bei Bayern München noch einen Elfmeter verschossen hatte. „Er ist näher rangekommen“, attestiert ihm Schaaf, „ob es schon für einen Platz im Kader gegen Gladbach reicht, müssen wir abwarten.“ Andere Möglichkeiten freilich hat der Eintracht-Coach nicht.

Im defensiven Mittelfeld hat Aleksandar Ignjovski gute Chancen auf seinen ersten Einsatz von Beginn an in 2015. Auf der Bank werden gegen Gladbach ziemlich sicher neben Torwart Felix Wiedwald noch Constant Djakpa, David Kinsombi, Johannes Flum, Slobodan Medojevic, Lucas Piazon und Taka-shi Inui sitzen. Außer Inui und mit Abstrichen Piazon hat keiner in diesem Jahr nennenswerte Bundesliga-Praxis sammeln können.

(pes)

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