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In München und Dortmund wurde er nicht glücklich: Sebastian Rode.

Eintracht Frankfurt

Sebastian Rode soll nach der Winterpause die Lücke im defensiven Mittelfeld füllen 

Die Eintracht-Fußballer haben sich nach satten 25 Pflichtspielen längst in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verabschiedet, am 3. Januar müssen sie schon wieder antanzen. Dann soll zumindest ein Zugang an Bord sein, ein neuer Mann, der gleichzeitig ein alter Bekannter ist: Sebastian Rode.

Der mittlerweile auch schon 28 Jahre alte Mittelfeldspieler wird bis zum Saisonende auf Leihbasis in den Schoß der Eintracht zurückkehren, für die er zwischen 2010 und 2014 die Schuhe schnürte, 94 Spiele bestritt und zum Leistungsträger aufstieg, der so begehrt war, dass er sogar zum Branchenführer FC Bayern München wechseln durfte. Seitdem ist die Karriere des Südhessen jedoch merklich ins Stocken geraten, nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund vor zweieinhalb Jahren ging es stetig bergab.

In den vergangenen eineinhalb Jahren hat der lauf- und kampfstarke Terrier kein einziges Bundesligaspiel für den BVB bestritten, in dieser Saison stand er nie im Kader, kam lediglich auf zwei Einsätze in der Regionalliga West, einmal beim 5:0 gegen Rot-Weiss Essen im November und einmal beim 1:3 gegen Viktoria Köln Anfang Dezember. In der abgelaufenen Runde machte er nur das Supercupspiel gegen die Bayern, anschließend lag er fast ein Jahr mit einer Schambeinentzündung auf Eis, die eine Operation unumgänglich machte. Zurzeit aber ist er fit und für die Eintracht interessant geworden.

Es ist kein Geheimnis, dass die Frankfurter nach dem langfristigen Ausfall von Lucas Torro (Leistenoperation) einen Ersatz im defensiven Mittelfeld suchten. In den Fokus war neben Rode auch Omar Mascarell gerückt, der auf Schalke unglücklich ist und noch in der vergangenen Saison das Trikot der Hessen trug. Doch Rode, der bodenständige Mann aus Alsbach-Hähnlein, passt von seiner Anlage her besser zum Spielstil, für den Trainer Hütter steht, also aggressives Pressing, permanentes Attackieren.

Der 28-Jährige, der bei Borussia Dortmund noch bis 2020 unter Vertrag steht, würde ins Beuteschema der Eintracht passen. Die Frage ist nur, ob er den Anforderungen gesundheitlich gewachsen sein wird. Rode wurde in der Vergangenheit immer wieder von vielen, auch schweren Verletzungen gebeutelt, die Knie sind seine Schwachstelle, ein Kreuzbandriss und ein schwerer Knorpelschaden sind vermerkt. Sollten die Gelenke halten, wäre der in Darmstadt sesshafte Ex-Offenbacher sicher eine sinnvolle Ergänzung.

Rode wird, nach Lage der Dinge, der einzige Neuzugang bleiben, außer es bietet sich kurzfristig noch eine Chance. Der Kader wird schon jetzt im Winter eher verschlankt werden. Marco Fabian, der seit Monaten nicht mehr im Aufgebot stand, wird die Eintracht wohl verlassen und in der mexikanischen Heimat anheuern.

Zwei sind schon weg: Francisco „Chico“ Geraldes, der auch wegen Verletzungen zu keinem Pflichtspieleinsatz gekommen ist, und Deji Beyreuther. Geraldes kehrt zu seinem Stammverein Sporting Lissabon zurück, der ihn im Sommer nach Frankfurt ausgeliehen hatte. Verteidiger Beyreuther wechselt auf Leihbasis bis Saisonende zum Chemnitzer FC in die Regionalliga.

(dur,kil)

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