Eintracht Frankfurt

SGE-Check: Borussia Mönchengladbach. Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Das ist los beim Gegner:

Verwirrung. Zumindest um Manager Max Eberl, der seit Monaten beim FC Bayern München im Gespräch ist. Dort soll Eberl laut Pressemeldungen den ausgeschiedenen Sportdirektor Matthias Sammer ersetzen, auf Gladbacher Dementis, dass es überhaupt eine Anfrage der Bayern gibt, folgen stets neue Gerüchte. Ob Sammers Jobprofil, das ja zum größten Teil aus Meckern, Mahnen und einen roten Kopf bekommen bestand, überhaupt für Eberl in Frage kommt, ist dabei erst einmal zweitrangig. Aber auch so ist die Liaison Bayern – Eberl ein derartiges Hin und Her, dass man eine ganze Staffel „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ damit füllen könnte.

Der Star des Teams:

Ebenfalls Max Eberl. Schließlich hat der Mann quasi im Alleingang Heribert Bruchhagens Credo von der zementierten Liga widerlegt und aus dem Dauer-Abstiegskandidaten Borussia Mönchengladbach innerhalb von nur fünf Jahren einen Champions-League-Teilnehmer gemacht. Der Mann könnte wahrscheinlich auch aus einem Snickers ein Drei-Sterne-Menü zaubern oder die Wildecker Herzbuben in eine erfolgreiche Boyband verwandeln.

Die Formkurve:

Just hatte Dieter Hecking dem „King“ in seinem Namen wieder alle Ehre und die Borussia zu einer der besten Rückrundenmannschaften gemacht, kam eine kleine Formdelle. Nach drei Siegen in der Liga setzte es zuletzt zwei Pleiten gegen den Hamburger SV und Bayern München. Hinzu kam das schmerzliche Aus in der Europa League gegen Schalke 04, als die Gladbacher im Rückspiel eine 2:0-Führung verspielten. Das Spiel in Frankfurt könnte so etwas wie ein Wegweiser werden, wo die Reise in dieser Saison noch hingeht.

Angeberwissen über den Club:

Ach komm, aller guten Dinge sind drei, also bleiben wir noch ein wenig bei Max Eberl. Der schnürte ja einst selbst als Profi die Schuhe, von seinen 215 Spielen in der ersten und zweiten Bundesliga absolvierte Eberl stolze 137 für die Borussia. Ein Blick in die Statistik beweist: Seine Stärken hatte Eberl dabei eindeutig im defensiven Bereich, in all seinen Spielen gelang ihm nicht ein einziger Treffer. Als die Borussia 2001 am letzten Spieltag der Zweitligasaison bereits als Aufsteiger feststand, zeigten sich die Kollegen gnädig und überließen Eberl einen Elfmeter. Und Eberl, na klar, verschoss.

Wenn dieser Verein ein GIF wäre, dann:

Hazard, Stindl, Herrmann, Rafael, Hahn, Traoré, Hofmann: An schnellen Offensivspielern mangelt es den Gladbachern nun wirklich nicht. So in etwa dürfte Lukas Hradecky die Angriffe der Gladbacher am Samstag erleben.

Was sich viel besser als Torhymne eignen würde:

Eine Umfrage unter Autoren dieses Textes hat ergeben: Einer von einem Autor findet: Wer Treffer mit Scooters „Döp Döp Döp“ feiert, dem sollten eigentlich Strafpunkte wegen akustischer Belästigung auferlegt werden.

Abseits davon gibt es aber ja auch viel besser zur Borussia passende Lieder mit aussagekräftigeren Texten. So etwa das Lied vom hässlichen Entlein, das inhaltlich hervorragend zu den Gladbachern passt, die ja ebenfalls jahrelang nur ein hässliches Entlein des Abstiegskampfes waren, um dann plötzlich zum schönen Champions-League-Schwan zu werden. Und schmissig ist das Lied auch noch. Quack.

Warum die Eintracht gewinnt:

Den stürmischen Kontern der Gladbacher hält die Eintracht Defensive Stand, angeführt von einem glänzend aufgelegten Mijat Gacinovic, der den verletzten Makoto Hasebe als Libero vertritt und nach dem Spiel einen eigenen Eintrag im Wörterbuch unter „Allrounder“ bekommt. Der wieder genesene Marco Fabian schießt das verdiente 1:0 per Weitschuss, einen Elfmeter in der 90. Minute können die Gladbacher nicht zum Ausgleich verwerten: Der eigens dafür eingewechselte Max Eberl verschießt. So bleibt es beim 1:0 für die Eintracht.

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