Eintracht Frankfurt

Shani Tarashaj: Ein Nationalspieler für die Eintracht

  • VonPeppi Schmitt
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Shani Tarashaj gilt als vielseitiger Offensivspieler. Und auch der letzte Neuzugang der Eintracht hat eine bewegte Vita.

Die Frankfurter Eintracht hat auf die Krankheit von Ante Rebic (Pfeiffersches Drüsenfieber) und den Weggang des Holländers Luc Castaignos, der für 2,5 Millionen Euro zu Sporting Lissabon gewechselt ist, reagiert. Vom FC Everton haben die Frankfurter den 21 Jahre alten Schweizer Shani Tarashaj geholt, der sowohl als Linksaußen, als offensiver Mittelfeldspieler und als Mittelstürmer einsetzbar ist. Damit wird er wohl in direkte Konkurrenz zu seinem Schweizer Fußball-Nationalmannschaftskollegen Haris Seferovic treten.

Die Eintracht ist auch in diesem Fall wieder ihrem Muster der letzten Verpflichtungen treu geblieben, hat „Fantasie“ gezeigt, wie es Sportvorstand Fredi Bobic gerne formuliert. Tarashaj wurde ausgeliehen, ob eine Kaufoption besteht, wurde nicht bekannt.

„Er ist ein sehr variabler Spieler und hat trotz seines jugendlichen Alters schon viel Erfahrung und Qualität“, lobt Sportdirektor Bruno Hübner den Neuen. Der Schweizer Nationalspieler, der bei der Europameisterschaft einen Kurzeinsatz im zweiten Gruppenspiel gegen Rumänien hatte und im aktuellen Aufgebot der Eidgenossen für das erste WM-Qualifikationsspiel gegen Portugal steht, ist inklusive der aus der A-Jugend gekommenen Leon Bätge und Furkan Zorba der inzwischen elfte Neuzugang der Frankfurter.

Wie fast alle anderen, hat auch er schon eine bewegte Vita. Unter Vertrag hat er gestanden beim englischen Premiere-League-Club aus Everton, gespielt hat er für die Liverpooler aber in einem Pflichtspiel noch nicht. Ein paar Einsätze hatte er zuletzt in Freundschaftsspielen während der Vorbereitung auf die aktuelle Saison. Everton hatte ihn im Januar 2016 von Grashoppers Zürich für vier Millionen Euro geholt und direkt wieder zurück an seinen „Heimatverein“ ausgeliehen. Dort hat er in der letzten Saison unter anderen mit dem ehemaligen Frankfurter Caio zusammengespielt. Insgesamt kommt Tarashaj in der Schweizer Super League auf 52 Begegnungen, hat dabei zwölf Tore erzielt.

Geboren wurde Tarashaj, der bei der Eintracht das Trikot mit der Nummer 30 bekommt, in Hausen in der Schweiz. Als kleiner Bub verehrte er Ronaldo – nicht „CR7“, sondern den Brasilianer. Seine Eltern stammen aus Prizren in Albanien, er ist Kosovo-Albaner. Dementsprechend hat er auch die albanische Staatsbürgerschaft und hätte auch für Albaniens Nationalmannschaft spielen können. Doch schon früh hatte sich Tarashaj für die Schweizer entschieden. Inklusive aller Jugend-Länderspiele seit der U 15 kommt er bereits auf 50 internationale Einsätze für die Schweiz.

Vorgestellt werden kann der letzte Neuzugang dieses Sommers erst am nächsten Mittwoch, wenn er von der Länderspielreise der Nationalmannschaft zurückkehrt. Ob Tarashaj dann schon ein Kandidat fürs nächste Spiel der Eintracht, das Derby in Darmstadt, sein kann, ist offen.

(pes)

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