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Sorgen um Abraham: Frankfurts Abwehrsäule ist angeschlagen

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Von: Peppi Schmitt

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So wie hier gegen den Magdeburger Christian Beck (rechts) will David Abraham am Samstag auch gegen Schalke 04 abräumen.
So wie hier gegen den Magdeburger Christian Beck (rechts) will David Abraham am Samstag auch gegen Schalke 04 abräumen. © Jan Huebner (Jan Huebner)

Eintracht Frankfurt muss gegen Schalke auf Ante Rebic verzichten. Aber ein anderer Stürmer meldet sich zurück.

Wenn in diesen Tagen Spieler beim Training der Frankfurter Eintracht fehlen oder einfach nur kürzer treten, hat das nicht immer eine große Bedeutung. Oft ist dies nur Teil der Trainingssteuerung. Wenn sich aber David Abraham am Dienstag mit einem Eisverband ums Knie leicht humpelnd vorzeitig Richtung Kabine bewegt und jener Abraham am Mittwoch dann überhaupt nicht auf dem Platz steht, dann läuten die Alarmglocken. Denn Abraham ist der einzige bundesligaerfahrene Innenverteidiger, der Trainer Niko Kovac zur Verfügung steht. Sollte er für den Saisonstart am Samstag gegen Schalke 04 ausfallen, wäre das der schwerste personelle Schlag, der die Eintracht treffen könnte. Doch der Trainer gab vorsichtige Entwarnung. Die Pause sei eine „Vorsichtsmaßnahme“, sagte Kovac, Abrahams Einsatz sei „nicht in Gefahr“.

Da ist also eine gute Nachricht. Es gab am Mittwoch auch weniger gute. Denn jetzt steht fest, dass Ante Rebic nicht wird spielen können. Der Neuzugang aus Florenz war schon für das Pokalspiel in Magdeburg wegen einer Mandelentzündung ausgefallen. Beim kroatischen Nationalspieler müssen wegen der vereiterten Mandeln weitere Blutuntersuchungen vorgenommen werden und die haben diesmal nichts mit den von der Eintracht selbst erhobenen „CK“-Werten zu tun. Rebic könne jedenfalls nicht spielen, sagte der Trainer.

Und es gibt noch zwei Kandidaten, die womöglich nicht ganz im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Guillermo Varela hat sich am Mittwoch nur auf dem Ergometer bewegt. Ihm bereitet diesmal der große Zeh Schmerzen, nachdem ihm ein Kollege auf den Fuß getreten war. Schon in den Wochen zuvor hatte der 23 Jahre alte Verteidiger aus den unterschiedlichsten Gründen immer mal zuschauen müssen. Spielbereit aber soll er sein.

Deutlich besser geht es Haris Seferovic, nachdem er am letzten Freitag einen Zahn gezogen bekommen hat. Zwar absolvierte er am Mittwoch nur Einzeltraining, aber der Ball war schon mit im Spiel. An diesem Donnerstag soll er wieder gemeinsam mit den Kollegen üben. Beim Schweizer Nationalspieler bestehe „Hoffnung, dass er spielen kann“, sagte der Trainer.

Ein anderer Profi ist wieder an die Mannschaft herangeführt worden. Jesus Vallejo, einer der Neuen aus Spanien, fühlt sich bereit für einen ersten Einsatz. „Es geht immer besser“, sagt er, „ich stehe Gewehr bei Fuß.“ Eine Muskelverletzung im Oberschenkel hatte den aus Saragossa geholten Abwehrspieler während der Vorbereitung gestoppt. Die Verletzung sei eine „Nachwirkung“ aus der vergangenen Saison, räumt er ein. Nun aber soll alles ausgestanden sein. Und Vallejo ist voll des Lobs über die Professionalität bei seinem neuen Arbeitgeber. Die Einheiten vor dem eigentlichen Training, also die Vorbereitungen in der Kabine und im Kraftraum, gehörten zu den „größten Unterschieden“ gegenüber seiner Heimat. „Mit gefällt das, und es kommt mir auch zugute“, sagt er.

Das Pokalspiel in Magdeburg hat Vallejo auf der Bank ziemlich staunend erlebt. Die Atmosphäre sei für ihn eine „neue Erfahrung“ gewesen. Ob er nun gegen Schalke schon auf den Platz stehen wird? Möglich ist es, dass der Trainer anstelle des anderen neuen Innenverteidigers Michael Hector Vallejo aufstellt. Aber nicht wahrscheinlich.

(pes)

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