Eintracht Frankfurt

Spekulationen um Jürgen Klinsmann "absurd"

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Klinsmann als Nachfolger für Heribert Bruchhagen? Diese Schlagzeile brachte am Donnerstag der "Kicker". Aus der Führungs etage der Frankfurter Eintracht wird das als "absurd" dementiert.

"Klinsmann auch ein Kandidat". Diese Schlagzeile prangte am Donnerstag auf der ersten Seite des „Kicker“. Nun soll Jürgen Klinsmann nicht Trainer in Frankfurt werden, sondern gehört angeblich zu den Kandidaten für die Nachfolge des im kommenden Jahr ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen. Es gibt tatsächlich eine Liste von Kandidaten, die der noch amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Wilhelm Bender beim Anwalt Christoph Schickhardt in Auftrag gegeben haben soll. Diese Liste scheint inzwischen öffentlich geworden zu sein und macht die Frankfurter zum Gespött der Liga. Schon der ins Spiel gebrachte Manager von Hannover 96 Dirk Duffner wurde heftig dementiert, zu Klinsmann heißt es nun aus der Führungsetage, dies sei „absurd“. Ebenfalls auf der Schickhardt-Liste sollen der ehemalige Nationalspieler Christoph Metzelder und der ehemalige Trainer Armin Veh stehen. Nur bei Veh gibt es wohl einen realistischen Hintergrund.

Derweil dümpelt auch die Mannschaft dem Saisonende entgegen. Bei acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze und vier bzw.  sechs Punkten Rückstand auf die Europapokalplätze, sind große Ausschläge nach unten oder oben nicht mehr zu erwarten, zumal sich die Personalsituation nicht wirklich bessern will. Beim Auswärtsspiel in Bremen muss Trainer Thomas erneut auf Stefan Aigner verzichten. Aus der anfänglich als „leichte Muskelverhärtung“ benannten Verletzung, hat sich offenbar etwas Schwerwiegenderes entwickelt. „Er ist einfach nicht bei hundert Prozent“, sagte Schaaf nach einem weiteren Trainingsversuch am Donnerstagvormittag, „er musste sich wieder zurücknehmen.“ Um der Verletzung nun endlich auf den Grund zu gehen, wurde eine weitere Untersuchung angesetzt. Womöglich könnten die Schmerzen ja auch von einem Beckenschiefstand rühren. In jedem Fall wird Aigner die Reise nach Bremen nicht mit antreten. „Das ist sehr schade“, sagte der Frankfurter Trainer, „wie Alex Meier steht auch Stefan für Tore und gute Leistungen.“

Fehlen wird zudem der gelbgesperrte Alexander Madlung. Überraschend zurückkehren wird dagegen Marco Russ. Sieben Wochen nach einer Meniskusoperation komme der Abwehrspieler „ohne Wehwehchen und Probleme“ zurück, sagte der Trainer und wollte nicht einmal auschließen, dass Russ sogar von Anfang an spielen könnte. Schaaf: „Wir wissen um Marcos Qualität“. Dann müsste Bamba Anderson abermals auf die Bank. Weitere Änderungen liegen auf der Hand. Bastian Oczipka kehrt nach Sperre zurück und wird linker Verteidiger spielen. Schaaf muss sich dann noch entscheiden, wie er die Offensive besetzt. Lucas Piazon hat sich mit seiner peinlichen Vorstellung von Dortmund selbst aus der Mannschaft gespielt. Für ihn könnte entweder Marc Stendera oder Takashi Inui kommen.

 

Der Trainer bereitet sich indessen auf einen emotionalen Nachmittag vor. Angeblich planen die Werder-Fans eine Choreographie zugunsten von Thomas Schaaf. „In den über 41 Jahren haben ja beide Seiten einiges miteinander erlebt“, sagt Schaaf, der am Donnerstag seinen 54.Geburtstag feierte, „da gibt es natürlich auch Gedanken auf der anderen Seite“. Er selbst freue sich zwar auf die Rückkehr, lege den Fokus aber eindeutig auf das Spiel und den angestrebten Erfolg mit seiner Mannschaft. Er fahre nicht in die alte Heimat, „um dort jedem Hallo zu sagen“. Er komme vielmehr zurück, um das Spiel zu gewinnen. Zu oft habe seine Mannschaft in der Vergangenheit die Gelegenheit verpasst, „einen Schritt nach vorne zu machen“. Deshalb helfe es nun nicht mehr weiter, nur vom Angreifen zu reden, „nein, wir müssen in Bremen wirklich angreifen“. Am liebsten würde Schaaf ein Torspektakel sehen mit ähnlichem Ausgang wie beim Hinspiel, als die Eintracht sich mit 5:2 durchsetzen konnte.

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