Auf dem Posten zwischen den Pfosten: Heinz Lindner
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Auf dem Posten zwischen den Pfosten: Heinz Lindner

Eintracht Frankfurt

Tadellose Hradecky-Vertretung: Torwart Lindner genießt den Moment

  • VonChristian Heimrich
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Natürlich schaute man nach dem Triumph auf Schalke, dem ersten seit Mai 1999, ausschließlich in lachende Frankfurter Gesichter. Axel Hellmann konnte gar zwei Glücksmomente feiern.

Natürlich schaute man nach dem Triumph auf Schalke, dem ersten seit Mai 1999, ausschließlich in lachende Frankfurter Gesichter. Axel Hellmann konnte gar zwei Glücksmomente feiern. „Alex Meier hat mich von meinem Auswärtsfluch befreit“, flachste der Eintracht-Marketingvorstand. Bei seinen bisherigen Dienstreisen in dieser Saison hatte Hellmann nur Niederlagen erlebt: „Wenn wir diesmal wieder verloren hätten, wäre ich nicht mehr mitgefahren.“

Aber noch einer hatte Grund zur Freude. Einer, der bei der Eintracht eigentlich in der Versenkung verschwunden ist und dennoch nie geklagt hat. Heinz Lindner lächelte jedenfalls glücklich, als er nach dem Spiel höflich und ohne große Töne die obligatorischen Interviews gab.

„Es war einfach überragend. Vor so einer Kulisse zu spielen ist immer gut“, sagte der junge österreichische Torhüter über seinen ersten Bundesliga-Einsatz in der Frankfurter Startformation. Viel zu halten hatte er außer einem Kopfball des Schalkers Burgstaller nicht. „Unsere Defensive hat hervorragend gearbeitet. Kompliment an die Mannschaft“, sagte Lindner, der schon in Leipzig nach dem Platzverweis für Lukas Hradecky ein paar gute Paraden gezeigt hatte. Lindner hat die Chance genutzt, als Vertreter Hradeckys auf sich aufmerksam zu machen. Seit eineinhalb Jahren ist er in Frankfurt, spielen konnte er kaum.

Denn: Lukas Hradecky ist die klare Nummer eins. Wohl auch deshalb hat der 26-Jährige inzwischen seinen Platz im Austria-Team verloren. Es war ein Zufall, dass am Freitagabend mit Lindner auf Frankfurter und Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf auf Schalker Seite drei Österreicher auf dem Platz standen. Kein Zufall war, dass Nationaltrainer Marcel Koller als Beobachter auf der Tribüne saß. Lindner will um sein Comeback kämpfen: „Ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen.“

Viel Hoffnung auf weitere Einsätze bei der Eintracht kann Niko Kovac ihm aber nicht machen. „Er hat das sehr gut gemacht, den Laden dicht gehalten. Aber beim nächsten Mal steht Lukas wieder im Tor, wenn er gesund ist“, sagte der Eintracht-Trainer. Im Sommer, wenn Lindners Vertrag ausläuft, stehen die Zeichen wohl auf Trennung.

(rich)

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