Gratulation zum Tor und zum Sieg: Haris Seferovic (links) und David Abraham.
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Gratulation zum Tor und zum Sieg: Haris Seferovic (links) und David Abraham.

Eintracht Frankfurt

Toller Saison-Start: Abraham und Oczipka machen 2:0 gegen Ingolstadt klar

  • VonPeppi Schmitt
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Die Frankfurter Eintracht hat nach vier Spieltagen schon neun Punkte gesammelt. In Ingolstadt trafen Abraham und Oczipka.

Der Start der Frankfurter Eintracht in die neue Bundesliga-Saison ist mehr als geglückt. Mit dem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg beim FC Ingolstadt stehen nach vier Spieltagen nun schon neun Punkte auf dem Konto. Der Erfolg war vor 14 259 Zuschauern durchaus verdient, auch wenn die Frankfurter dazu keine wirklich große Leistung abliefern mussten. Aber auch eine solide Vorstellung reichte gegen einen ungewöhnlich schwachen Gegner, um die Partie über weite Strecken zu kontrollieren und auch die entscheidenden Nadelstiche zu setzen.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit köpfte David Abraham den Ball zur Führung ins Tor, in der 50. Minute traf Bastian Oczipka mit einem mächtigen Schuss aus 25 Metern zum 2:0.

Wie erwartet hatte Kovac zwei Änderungen gegenüber dem Leverkusen-Spiel vorgenommen. Omar Mascarell kam für Makoto Hasebe, Ante Rebic für Mijat Gacinovic. Doch an Rebic konnte sich der Frankfurter Trainer nicht lange erfreuen. In der achten Minute sank der Kroate zum ersten Mal verletzt ins Gras, nach einer kurzen Behandlung versuchte er es noch einmal, bevor er dann doch nach dreizehn Minuten mit einer Hüftverletzung passen musste. Für ihn kam Gacinovic.

Bis dahin hatte die Eintracht aber schon einige schwierige Situationen zu überstehen. Gerade in den ersten beiden Spielminuten schienen die Frankfurter überrollt zu werden. Ingolstadt hatte in diesen 120 Sekunden zwei gute Gelegenheiten, kurz darauf eine dritte. Nichts ganz klares, aber doch erfolgversprechend. Der Frankfurter Trainer stand wild gestikulierend am Spielfeldrand und versuchte seine Mannschaft aufzuwecken.

Das dauerte so knapp zehn Minuten. Es war in erster Linie Marco Fabián, der versuchte, für etwas Ruhe und spielerisches Niveau zu sorgen. Was nicht so ganz einfach war gegen die Spielweise der Gastgeber. Die hatten nur ein Mittel: hoch und weit nach vorne.

Es war ein furchtbares Gebolze, was die Zuschauer nur mäßig unterhielt. Ingolstadts Torwart Nyland war dauernd am Ball und haute diesen so weit wie möglich nach vorne.

Die Eintracht musste sich dem erwehren, brachte aber selbst kaum vernünftige Angriffe zustande. In der 26. Minute aber gelang mal so ein Konter.

Über Chandler und Fabián kam der Ball zu Alex Meier, der mit einem Schuss von der 16-Meter-Linie am Torhüter des FCI scheiterte. Nach einer halben Stunde war es Fabián, der mit einem Weitschuss scheiterte.

Und als alle auf den Halbzeitpfiff warteten, gelang der Eintracht sogar die Führung, durchaus unerwartet. Fabián trat in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Eckball nach innen, David Abraham sprang am höchsten und wuchtete den Ball mit dem Kopf ins Tor.

Das war natürlich ein Schock für die Gastgeber, die dann aber ziemlich wütend aus der Kabine kamen. Doch die Eintracht hielt dagegen. Und es war wieder Fabián, der den ersten Akzent setzte. In der 49. Minute trat er einen Freistoß so präzise, dass Nyland seine ganze Klasse aufbieten musste, um das zweite Gegentor zu verhindern.

Eine Minute später aber war es dann so weit. Fabián trat eine Ecke nach innen, der Ball wurde weg geköpft, genau auf den Fuß von Bastian Oczipka. Der Verteidiger fasste sich ein Herz, nahm den Ball 25 Meter vor dem Tor volley und traf genau ins rechte untere Eck. Ein tolles Tor, das 0:2.

Danach hatte die Eintracht das Spiel eine ganze Weile unter Kontrolle. Die Gastgeber fanden einfach kein Mittel, produzierten viel zu viele kleinere und größere Fehler, kamen im Grunde zu gar keinen Gelegenheiten. Die Frankfurter freilich verpassten es, den letzten entscheidenden Konter zu setzen. Und so blieb doch immer noch eine gewisse Unsicherheit.

Es war eine zerfahrene Partie, die nur ab und zu von den Frankfurtern beruhigt werden konnte. Aber auch den Gästen unterliefen zu viele Fehlpässe, die Konterchancen kamen gar nicht erst richtig zustande. Fabián wurde müde, auch Kapitän Meier kam nicht wirklich ins Spiel, Seferovic verlor zu viele Bälle und Gacinovic war wie schon gegen Leverkusen fast ein Ausfall.

Acht Minuten vor dem Ende musste der junge Serbe dann auch wieder gehen, Kovac schickte Michael Hector als weiteren kopfballstarken Spieler aufs Feld. Aber bei allen Frankfurter Schwächen, es war durchweg besser, als das was die Gastgeber so zeigten. Da war nichts mehr zu sehen von der Klasseleistung, die sie noch in München abgeliefert hatten.

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