+

Eintracht Frankfurt

Transfermarkt: Bruchhagen sieht keinen Grund zur Panik

  • schließen

Die Frankfurter Eintracht sitzt in der Falle. Zwei Spieler und andere Clubs bestimmen maßgeblich die Aktivitäten des Fußball-Bundesligisten auf dem Transfermarkt.

Die Frankfurter Eintracht sitzt in der Falle. Zwei Spieler und andere Clubs bestimmen maßgeblich die Aktivitäten des Fußball-Bundesligisten auf dem Transfermarkt. Nehmen Kevin Trapp und Vaclav Kadlec Angebote aus dem Ausland an, können die Frankfurter Millionen-Ablösesummen kassieren und selbst auf dem „Spielermarkt“ investieren. Bei Torwart Trapp, der sich in konkreten Gesprächen mit Paris St. Germain befindet, geht es um einen Betrag zwischen neun und zwölf Millionen Euro an Ablöse, bei Stürmer Kadlec um eine Summe zwischen zwei und drei Millionen Euro.

Bleiben die beiden, sind die Möglichkeiten deutlich geringer. Allerdings müsste die Eintracht sich auch nicht um einen neuen Torhüter kümmern und könnte auch bei der Stürmersuche defensiver agieren. Das angebliche Interesse am Karlsruher Rouwen Hennings ist in diesem Zusammenhang nur eine Ente.

„Wir müssen einfach sehen, wie sich die Dinge entwickeln“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen am Mittwoch, „wir planen in verschiedene Richtungen.“ Einmal mit für Frankfurter Verhältnisse „viel Geld“, einmal mit dem sicher zur Verfügung stehenden Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro. Natürlich steht die Eintracht auch unter Zeitdruck, schließlich beginnt das Training am kommenden Mittwoch. „Aber wir haben sicher keine Panik“, sagt Bruchhagen, der dabei volles Vertrauen in Verhandlungsführer Bruno Hübner setzt.

Am Dienstag hatten sich der Eintracht-Boss und der Manager in Prag mit Kadlec getroffen. Kadlec hat der Eintracht mitgeteilt, dass er das Angebot des dänischen Vereins FC Mjdtjylland nicht annehmen wird. „Er hat nachvollziehbare Gründe genannt“, sagt Bruchhagen. Laut „kicker“ hat Mjdtjylland von sich aus von der Verpflichtung wegen der Knöchelverletzung von Kadlec Abstand genommen. Ob Kadlec, der bis 2017 unter Vertrag steht, tatsächlich in Frankfurt bleibt, ist weiter offen. Denn es gibt andere Interessenten, vornehmlich aus den Niederlanden. Und ein Angebot von Ajax Amsterdam wäre in jeder Beziehung für den Spieler lukrativer. Beim Trainingsstart nächste Woche kann Kadlec sowieso nicht antreten. Zum einen hat er sich eine Bänderdehnung im Knöchel zugezogen, zum anderen hat er wie alle anderen Nationalspieler verlängerten Urlaub. Dass er in drei Wochen, wenn die Verletzung auskuriert ist, zurückkommt, ist nicht ausgeschlossen. „Er hat Vertrag bei uns und wir respektieren jeden Vertrag“, sagt Bruchhagen. Zudem habe Kadlec in den letzten Monaten, als er an Sparta Prag ausgeliehen war, eine gute Entwicklung genommen, in dreizehn Spielen neun Tore geschossen. „Auch die Fachleute, mit denen wir gesprochen haben, haben nur Gutes berichtet“, sagt der Eintracht-Chef.

Keinen neuen Kenntnisstand hat die Eintracht im „Fall Trapp“. Das Interesse von Paris sei zwar „konkret“, ein schriftliches Angebot liegt aber weiter nicht vor. Auch in diesem Fall muss sich die Eintracht in Geduld üben. Zunächst einmal scheinen die Vertreter des französischen Meisters sich mit Trapp einigen zu wollen, bevor sie mit der Eintracht sprechen. (pes)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare