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Eintracht gegen Schalke: Die SGE-Profis in der Einzelkritik

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Von: Ingo Durstewitz, Thomas Kilchenstein

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Traf entscheidend: Rafael Borré. Foto: dpa
Traf entscheidend: Rafael Borré. Foto: dpa © dpa

Eintracht Frankfurt macht sich nach einem 3:0 gegen Schalke zum ersten Bayernjäger. Die Spieler in der Einzelkritik

Sonderlob

Aurelio Buta: So stellt man sich in seinen kühnsten Träumen ein Debüt vor: erstes Spiel, 20 Minuten zum Reinschnuppern, dann ein Tor, sehenswert in den Torwinkel. Was will man mehr in so kurzer Zeit?

Eintracht Frankfurt: Lindström erzielt Führung

Gut dabei

Jesper Lindström: Bester Feldspieler der Eintracht. Immer gefährlich, verdammt schnell auf den Beinen, nicht zu stoppen. Spielte seinen Schalker Gegenspielern Knoten in die Beine, erzielte sehenswert das wichtige Führungstor, legte in einer kritischen Phase zum 2:0 auf. So kann es weitergehen..

Kevin Trapp: Trotz Eiseskälte immer auf dem Posten. War erstaunlicherweise auch nötig. Verhinderte mit klasse Paraden, dass es gegen den Tabellenletzten unangenehm wurde. Stark sein Reflex gegen den Kopfball von Terrode, super seine Abwehr in der Nachspielzeit gegen Frey. So einen Rückhalt braucht, wer sich oben festbeißen will.

Rafael Borré: Hat sich für hervorragende Trainingsleistung in Dubai selbst belohnt. War hochmotiviert, einziger Frankfurter mit kurzen Ärmeln. Machte mit seinem 2:0 den Deckel drauf, kein einfaches Tor, dribbelte sich fein durch. Legte schließlich Buta noch einen auf. Ein Joker, wie er im Buche steht.

Ganz okay

Kristijan Jakic: Die Solidität in Person. Konsequent, ohne Schnörkel, kompromisslos, macht keine Gefangenen. Das sieht nicht immer schön aus, ist aber wirksam. Ließ nichts anbrennen. Solche Spieler braucht es, wer zu Null spielen will.

Eintracht Frankfurt: Götze mit mäßiger Leistung

So lala

Mario Götze: Bekam das Spiel nicht so unter Kontrolle wie erhofft. Lief viel, vor allem viel ohne Ball. Auch er mit seinem feinen Fuß brachte keine Ruhe ins Spiel, auch er schaffte kaum Kombinationsfluss.

Eric Dina Ebimbe: Hatte beim 1:0 seine Füße im Spiel, schoss zweimal gut aufs Tor. War aber nicht so drin im Spiel wie erwartet. Konnte sich auf dem Flügel nicht so richtig durchsetzen. Musste nach einer Stunde verletzungshalber ausgewechselt werden.

Djibril Sow: Hatte im defensiven Mittelfeld alle Hände und Füße zu tun, um halbwegs Ordnung reinzubringen. Das gelang ihm nicht immer. Musste viele Löcher stopfen, eine sehr undankbare Aufgabe. Schaffte es immerhin, seine fünfte Gelbe Karte zu verhindern.

Randal Kolo Muani : Klasse, seine Vorbereitung beim 1:0. Das war aber schon eine seiner besten Aktionen, schoss anfangs zweimal aufs Tor. Kränkelte am Morgen noch leicht, blieb weitgehend wirkungslos.

Daichi Kamada : Nicht sonderlich auffällig. Hatte wenige gelungenen Aktionen, immer stellte sich ein Schalker Bein in den Weg, wenig Ideen, zuweilen schlampig im Abspiel.

Hrvoje Smolcic: Solide, ohne großen Fehler, aber auch ohne allzu souverän aufzutreten. Klärte einmal per Kopf fast auf Höhe der Grasnarbe, was zu einer dicken Schalker Chance führte. Wenn die Knappen gefährlich waren, dann in der Luft - eigentlich das Hoheitsgebiet von Smolcic.

Christopher Lenz: Kam für Knauff, spielte das, was er kann, stabilisierte die Abwehr, und bereitete zum Schluss noch einen Treffer vor. Kann man so machen.

Eintracht Frankfurt: Knauff ohne Durchsetzungskraft

Schwächelnd

Evan Ndicka: Schien lange nicht recht auf dem Platz. Unkonzentriert, unaufmerksam, mit dem Kopf woanders. Sein Gegenspieler, der Japaner Kozuki aus der zweiten Mannschaft, narrte ihn ein paar Mal zu oft. Das muss besser werden.

Ansgar Knauff: Kein gutes Spiel. Konnte sich so gut wie nie durchsetzen. Kaum eine Szene, die in Erinnerung geblieben wäre. Das kommt vor bei so einem jungen Mann.

Zu spät gekommen

Sebastian Rode. kil/dur

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