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Eintracht Frankfurt grätscht VfL Bochum dazwischen – „War zehn Minuten im Hotel“

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Von: Melanie Gottschalk

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Marius Wolf war eigentlich schon im Bochum, als Eintracht Frankfurt bei ihm anklopfte. Da entschied sich der 26-Jährige spontan um.
Marius Wolf war eigentlich schon im Bochum, als Eintracht Frankfurt bei ihm anklopfte. Da entschied sich der 26-Jährige spontan um. © Scheiber/imago

Für Marius Wolf nahm sein geplanter Wechsel ein ungewöhnliches Ende – und verhalf ihm zum Pokalsieg mit Eintracht Frankfurt. 

Frankfurt - Eintracht Frankfurt und Marius Wolf: Das entpuppte sich als richtige Erfolgsgeschichte. Zwei Pokalfinals, einmal der Pokalsieg, gute Leitungen in der Bundesliga – und am Ende ein Wechsel zu Borussia Dortmund. All das passierte innerhalb von zwei Jahren. Dabei hatte Wolf seine Karriere bei Hannover 96 schon fast abgeschrieben.

Dort war seine Karriere nämlich zum Stillstand gekommen, er kickte 2017 nur noch für die zweite Mannschaft. „Ich war kurz davor, hinzuschmeißen. Ich hatte noch zwei Jahre Vertrag und dachte mir zwischendurch auch, dass ich jetzt noch zwei Jahre U23 spiele und mich dann alle am Arsch lecken können“, erzählte er im Podcast „kicker meets DAZN“. Doch dann kam alles anders.

Eintracht Frankfurt stimmt Marius Wolf in letzter Minute um

Plötzlich interessierte sich der VfL Bochum für den Rechtsaußen, eine Verpflichtung stand kurz bevor. „Ich war schon in Bochum im Hotel eingecheckt für zehn Minuten. Dann kam der Anruf aus Frankfurt und ich habe wieder ausgecheckt. Der Mensch an der Rezeption hat mich auch ein bisschen blöd angeschaut, weil ich nur zehn Minuten auf meinem Zimmer war“, sagte er.

Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner hatte Wolf 2017 angerufen und ihn innerhalb kürzester Zeit umgestimmt. „Es war ein kurzes Telefonat, in dem er mich nur gefragt hat, ob ich Bock hätte in Frankfurt zu spielen. Dann hat er gesagt, dass ich meine Sachen packen und kommen soll. Ich war zehn Minuten im Hotelzimmer in Bochum, habe die Aussicht genossen und bin dann nach Frankfurt gefahren.“

Marius Wolf erlebt erfolgreiche Zeiten mit Eintracht Frankfurt

Eineinhalb erfolgreiche Jahre – mit dem Sieg des DFB-Pokals, 38 Einsätzen mit sechs Toren und elf Vorlagen – später wechselte Marius Wolf dann von Eintracht Frankfurt zu Borussia Dortmund, wo er mittlerweile nach Anfangsschwierigkeiten immer wichtiger wird. „Wir haben viele Verletzungen und Ausfälle. Die Saison ist bitter. In vielen wichtigen Spielen haben wichtige Spieler gefehlt. Ich persönlich spiele meinen besten Fußball. Ich habe am Anfang der Saison gesagt, dass ich meine Leistung bringen und meine Chance hier ergreifen will. Ein bisschen so wie damals in Frankfurt“, erzählt Wolf in dem Podcast.

Bisher tut er genau das, hat in 22 Bundesliga-Spielen bisher drei Tore erzielt und eins vorgelegt. Sein Vertrag bei Borussia Dortmund läuft noch bis 2024. (msb)

Ein weiterer Bundesliga-Profi wird Eintracht Frankfurt im Sommer verlassen. Der Spieler wechselt offenbar zu einem Konkurrenten.

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