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Unruhige Zeiten für die Adler

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Von: Christian Heimrich

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13.02.2016, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, 1.FC Köln - Eintracht Frankfurt, emspor, v.l. Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt) gibt Anweisungen, gestikuliert, mit den Armen gestikulieren gives instructions, gesticulate.
13.02.2016, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, 1.FC Köln - Eintracht Frankfurt, emspor, v.l. Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt) gibt Anweisungen, gestikuliert, mit den Armen gestikulieren gives instructions, gesticulate. © Jan Huebner

Gelingt kein Sieg, könnte das Team auf den Relegationsplatz abrutschen. Zambrano und Meier sind dabei.

Zur gestrigen Lagebesprechung mit der Presse erschien Armin Veh mit einer deutlich dickeren Jacke als sonst. Vielleicht hing es mit der Temperatur im Konferenzraum zusammen. Man kann die Garderobenwahl aber auch unter symbolischen Gesichtspunkten deuten. Der Trainer der Frankfurter Eintracht hat realisiert, dass es für ihn und die Mannschaft geboten erscheint, sich warm anzuziehen: „Insgesamt ist es ziemlich unruhig, das spüre ich.“ Deshalb, und weil er unbeobachtet ein paar neue Dinge einstudieren wollte, hat der Fußball-Lehrer seine Spieler vor dem eminent wichtigen Bundesliga-Spiel heute Abend (20.30 Uhr) gegen den Hamburger SV die ganze Woche über unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren lassen.

Bei den Fans – erwartet werden heute 45 000 Zuschauer – wächst nach den Niederlagen gegen Stuttgart und in Köln wieder die Angst vor dem Absturz des Tabellen-15. in die Zweite Liga. Doch von einem „Schicksalsspiel“ gegen den HSV will Veh nicht sprechen. „Wenn man unten raus will, muss man seine Heimspiele gewinnen. Deshalb ist es natürlich ein wichtiges Spiel“, sagt der Eintracht-Trainer: „Aber Schicksal ist grundsätzlich etwas anderes. Das gibt es für mich im Sport nicht.“

„Ich gehe davon aus, dass das Spiel ein Fight wird“, betont sein Hamburger Kollege Bruno Labbadia, der den Gegner trotz seiner bedrohlichen Lage lobt: „Die haben nicht so viele Punkte weniger als wir. Es ist eine Mannschaft, die über sehr gute Einzelspieler verfügt.“ Der HSV steht mit 26 Punkten auf Rang elf, die Eintracht ist mit 21 Zählern nur einen Rang vom Relegationsplatz entfernt.

Im Duell mit seinem Ex-Verein setzt Veh auf Ruhe und Geduld. Er gibt deshalb die Marschroute aus: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu ungeduldig zu sein. Wir brauchen aber auch eine gewisse Lockerheit und müssen uns Chancen erarbeiten, ohne uns völlig zu öffnen.“ Das hatte die Mannschaft in Köln in der zweiten Halbzeit ins Verderben geführt.

Vor allem taktische Fehler wie die viel zu frühe Öffnung des zentralen Mittelfeldes sind in den vergangenen Tagen angesprochen worden. Dabei setzte Veh auch verstärkt TV-Bilder ein: „Dann sehen es die Spieler auch, ansonsten glauben sie es nicht“, berichtete er aus seiner eigenen aktiven Zeit.

Der Trainer verabreicht aber auch Streicheleinheiten. Die Spieler durften die gestrige Nacht zu Hause verbringen. Erst heute Vormittag treffen sie sich im Hotel. „Bei einem so späten Anpfiff wird der Tag sonst endlos lange“, sagt Veh.

Die zuletzt erkälteten Zambrano und Meier sollen einsatzfähig sein. Bleibt die Baustelle hinten links. Bastian Oczipka ist gesperrt, sein eigentlicher „Back-up“ Constant Djakpa war aber zuletzt nicht einmal im Kader. „Ich kann nur bewerten, was ich sehe“, sagt der Eintracht-Coach zu den Trainingsleistungen des Ivorers, „und das war nicht so, dass er zu 100 Prozent spielen müsste.“

Eine Statistik macht den Frankfurtern Mut: Sie haben nun schon sieben Bundesligaspiele nacheinander nicht mehr gegen den HSV verloren. Die letzte Niederlage datiert vom 21. Januar 2011 – damals saß Veh noch auf der Bank der Hansestädter.

Eintracht: Hradecky – Hasebe, Zambrano, Abraham, Regäsel – Russ, Stendera – Aigner, Fabián, Huszti – Meier.

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