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...scheinen sich beide Teams nun keine Blöße mehr geben und kein Risiko mehr gehen zu wollen. Das deutet auch Vehs Geste hier an: "Ein Punkt ist doch nicht übel, Männer!" Aber in der 85. Minute gelingt den Adlern...

Eintracht Frankfurt

Veh: Eine freundliche Watschen für Seferovic

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So ist das bei Trainern: Kaum ist die eine Partie beendet, müssen sie sich Gedanken machen für die nächste. Eintracht Frankfurts Coach Armin Veh hat neben dem einen Punkt von Augsburg ein veritables Personalproblem  mit nach Hause gebracht. Im Heimspiel gegen den punktgleichen VfB Stuttgart am nächsten Samstag werden ihm mit Makoto Hasebe und David Abraham zwei Spieler aus der Vierer-Abwehrkette fehlen, beide sahen in Augsburg die fünfte gelbe Karte, sind also für ein Spiel gesperrt. „Jetzt haben wir endlich mal etwas Stabilität aufgebaut, jetzt muss ich wieder umbauen", sagte Veh, „so geht das schon die ganze Saison.“

 

„Eins-zu-eins“ werden der rechte Verteidiger und der Innenverteidiger jedenfalls nicht zu ersetzen sein. Veh wird basteln und ein Loch schließen und damit zwangsläufig ein anderes aufreißen müssen. Denn Verteidiger sind dünn gesät bei den Frankfurtern. Aleksandar Ignjovski wird ziemlich sicher ins Team kommen, er kann zumindest defensiv  Hasebe sicher ersetzen. Aber wer spielt für Abraham? Die logische Lösung wäre Marco Russ. „Aber den brauche ich ja eigentlich im Mittelfeld", sinniert Veh, „da ja auch Hasebe dort nicht spielen kann." Neuzugang Kaan Ayhan wäre eine Alternative, doch vom Neuen aus Schalke ist der Trainer (noch) nicht so recht überzeugt. „Ich habe nicht vor, jetzt viel zu experimentieren", sagt der Eintracht-Coach. Noch hat Ayhan ja ein paar Tage Zeit, sich beim Training aufzudrängen. Vielleicht probiert er es auch mit dem Allrounder Ignjovski im Mittelfeld und gibt Timothy Chandler als Verteidiger eine Chance.

 

Oder er setzt auf die totale Offensive und befördert Haris Seferovic zurück ins Team. Eine Woche nach dem großen Krach („Ich habe die Schnauze voll von seinen Egotrips“) durfte der Schweizer Nationalspieler in Augsburg für ein paar Sekunden mithelfen, den einen Punkt zu sichernd. Veh hatte Seferovic in der Nachspielzeit mit einem Klaps auf die Wange, einer kleinen Watschen, aufs Feld geschickt. Einen Ball berührt hatte Seferovic nicht, aber womöglich das Gefühl bekommen, wieder dazuzugehören.  

 

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