Armin Veh
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Eintracht-Kommentar

Veh-Rückkehr: Warum die Aufregung?

  • VonPeppi Schmitt
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Armin Veh steht vor seiner Rückkehr zur Frankfurter Eintracht al Chef-Trainer. Schon jetzt werden skeptische Stimmen laut. Was ist denn so schlimm daran, Veh zurückzuholen?

Man muss die Rückkehr von Armin Veh als Trainer nicht gut finden. Man kann auch Thomas Schaaf nachtrauern. Aber man sollte den handelnden Personen gegenüber Fairness und Respekt walten lassen. In die Situation, kurzfristig einen neuen Trainer suchen und finden zu müssen, hat erst Schaaf die Eintracht gebracht. Er wurde hinterfragt, aber nicht entlassen. Er selbst wollte nicht mehr weitermachen, obwohl er noch ein Jahr Vertrag hatte. Womöglich hat er tatsächlich gespürt, dass die Mannschaft seinen Weg nicht mitgehen wollte. Die „Flucht“ kann man konsequent nennen oder feige.  

Der Eintracht-Führung bei der Suche nach einem Nachfolger aber Konzeptionslosigkeit vorzuwerfen oder sogar eine Art von Vetternwirtschaft, wie es Thomas Berthold getan hat, geht total an der Sache vorbei. Der Weltmeister von 1990 hat als sogenannter Experte des Hessischen Rundfunks den Vorwurf erhoben, dem Klub fehle eine Philosophie. Zudem habe die Rückholaktion von Armin Veh etwas mit „persönlichen Beziehungskisten“ zu tun.

Dabei hatte die Eintracht gerade unter Veh eine Philosophie entwickelt, Offensivfußball gespielt, nach dem Abstieg 2011 wieder für Begeisterung gesorgt und junge Spieler eingebaut. Zur Erinnerung Herr Berthold: Es war Veh, der Marc Stendera und Sonny Kittel in die Bundesliga gebracht hat, es war Veh unter dem sich junge Spieler wie Sebastian Jung und Sebastian Rode so gut entwickelt haben, dass sie interessant für andere wurden.

Und was soll schlimm daran sein, wenn sich handelnde Personen gut verstehen? Wenn zwischen Trainer und Manager ein Vertrauensverhältnis herrscht? Wenn zumindest der Großteil der Spieler einem Trainer voller Überzeugung folgen wird? Nichts daran ist schlimm. Schlimm ist, wenn ein Experte, der zwar einst (1982 bis 1987) für die Eintracht gespielt hat, aber aktuell kaum noch Kontakte zum Klub pflegt und die meisten Spiele nur am Fernsehen schaut, geradezu reflexartig negative Meinungen verbreitet. Ob es daran liegt, dass ihn sein Heimatverein nie nach seine Meinung gefragt hat?

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