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In Feierlaune: Alexander Meier möchte seinem Trainer auch heute wieder Tore und Punkte schenken.

Eintracht Frankfurt

Vehs Truppe erwartet Schwerstarbeit in Augsburg

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Kann das Team an die zweite Halbzeit gegen Wolfsburg anknüpfen? Der Trainer erwartet ein hartes Stück Arbeit.

Kurz vor Weihnachten waren es die drei Punkte gegen Werder Bremen. Damals wollte er im Überschwang der Gefühle keine weiteren Geschenke mehr. Und jetzt, zum Geburtstag? „Es wird Zeit, dass wir dort etwas holen“, sagt Armin Veh vor der Auswärtspartie am heutigen Samstag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg: „Das ist mein größter Wunsch.“ Am Montag wird der Trainer der Frankfurter Eintracht 55. Und mit seinem aktuellen Arbeitgeber in der Fußball-Bundesliga hat er bei den beiden bisherigen Auftritten in seiner Heimatstadt verloren.

Nebenbei könnte die Mannschaft untermauern, dass der couragierte Auftritt in der zweiten Halbzeit beim Heimsieg gegen Wolfsburg das Selbstvertrauen im Abstiegskampf weiter gestärkt hat. „Wir müssen ein paar Spiele abwarten“, dämpft Veh zwar allzu rosige Erwartungen. Immerhin sei der Stecker aber wieder ein Stück drin, bemühte der Trainer gestern ein Bild aus der Energieversorgung mit Strom: „Er muss aber noch ein bisschen weiter rein.“

In der Tabelle sind Augsburg (13.) und Frankfurt (14.) mit jeweils 20 Punkten unmittelbare Nachbarn. Den besseren „Lauf“ haben allerdings die Schwaben: 14 Punkte aus den vergangenen sechs Spielen. „Da haben sie eine Riesenserie hingelegt“, sagt Veh anerkennend. Der FC sei in der Breite gut aufgestellt und sehr kampfstark, weiß der Frankfurter Fußball-Lehrer aus eigener leidvoller Erfahrung. Und er hat mit Raul Bobadilla einen „richtig guten“ (Veh) Stürmer. Was sich beim 0:0 der Augsburger zum Rückrunden-Auftakt in Berlin nicht im Ergebnis niedergeschlagen hat.

Wie auch immer: Die Eintracht muss bereit sein, gegen robust auftretende Augsburger in den Zweikämpfen ebenso robust dagegen zu halten. So spricht vieles dafür, dass die Mannschaft von der Grundordnung her defensiver als gegen Wolfsburg agieren wird. Das wird personelle Veränderungen in der Startformation mit sich bringen. Aleksandar Ignjovski hat viele Tugenden, die in einem Kampfspiel gefragt sind und mithin gute Chancen, ins Team zu rücken, sei es als rechter Außenverteidiger oder auch im Mittelfeld. „Ich weiß schon, dass die beste Position für Hasebe auf der Sechs ist“, kommentierte Veh gestern den Auftritt des Japaners gegen Wolfsburg in der Abwehrkette.

Als zentraler Offensivmann hinter Alexander Meier, dem dreifachen Torschützen gegen die „Wölfe“, steht Marc Stendera bereit. Der 20-Jährige hat seine Probleme am Sprunggelenk, wegen denen er unter der Woche eine Trainingspause eingelegt hatte, überwunden. „Er wird spielen können“, verkündete der Trainer.

Haris Seferovic dürfte nach seinem Lustlos-Auftritt mit abfälligen Gesten beim Wolfsburg-Spiel und der heftigen Schelte des Trainers wohl nur auf der Bank sitzen. „Ich reagiere auf Dinge, die ich sehe. Und wenn ich es für notwendig halte, sage ich auch etwas dazu“, rechtfertigte Veh die öffentlich vorgetragene Kritik. Zum Thema selbst wollte er sich nicht mehr äußern: „Das ist abgeschlossen.“

Ob Neuzugang Marco Fabián, der Seferovic in der zweiten Halbzeit des Wolfsburg-Spiels ersetzt hatte, sein Startelf-Debüt feiert, ließ Veh offen. Er sieht bei dem Mexikaner noch Defizite in der Handlungsschnelligkeit. „Fußballerisch hat er alle Möglichkeiten. Aber er spielt manchmal auch noch Pässe, die zu Kontern führen. Wie schnell er lernt, wird man sehen. Ich kann nicht sagen, wann der Prozess abgeschlossen ist“, sagt Veh über den 26-jährigen Offensivmann.

Eintracht: Hradecky – Ignjovski, Zambrano, Abraham, Oczipka – Hasebe, Russ, – Aigner, Stendera, Huszti – Meier.  

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