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Shani Tarashaj will sich für die Schweiz und für England empfehlen

„Vor dem Tor eiskalt“

  • VonPeppi Schmitt
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Der schweizerische Nationalspieler mit Wurzeln im Kosovo spielte bis zum Ende der vergangenen Saison beim Grasshopper-Club Zürich mit dem Ex-Eintrachtler Caio zusammen. Dann wechselte er zum FC Everton, wo er verletzungsbedingt aber nicht zum Zug kam. Also ließen er und sein Verein aus Liverpool sich auf eine Leihgeschäft mit der Eintracht ein.

Sie sind kaum, als Sie den Vertrag unterschrieben hatten, mit einer Krankheit ausgefallen und sind deshalb eine Woche später nach Frankfurt gekommen. Ist das nun ausgestanden?

Ja, ich bin wieder bei Kräften, habe zuletzt ganz normal mit trainiert. Ich bin froh, dass ich die Krankheit hinter mir habe und freue mich jetzt riesig, hier zu sein.“

Wie ist denn der Wechsel überhaupt zustande gekommen. Sie haben ja beim FC Everton unter Vertrag gestanden und sind dort auch in die Vorbereitung gestartet?

Ich war während der Vorbereitung zweimal verletzt, und da sind meine Chancen bei Everton natürlich gesunken. Ich will aber unbedingt spielen, deshalb habe ich auch darüber nachgedacht, nach Frankfurt zu gehen. Und mein Trainer in Everton hat das auch gut gefunden.

Ihr Nationalmannschaftskollege Haris Seferovic spielt schon zwei Jahre hier. Was hat er Ihnen von Frankfurt und der Eintracht erzählt?

Er ist ein guter Junge, natürlich haben wir über die Eintracht gesprochen. Er hat nur Positives erzählt.

Haris ist nicht nur ihr Freund, sondern vielleicht auch ihr Konkurrent um einen Platz im Angriff. Ist das ein Problem?

Ich kann von ihm sicherlich profitieren. Aber jeder Spieler muss schauen, wie er weiterkommt. Wir verstehen uns bei der Nationalmannschaft gut und hoffentlich hier auch. Ich denke, es gibt keine Probleme.

Sie haben in der letzten Saison in Zürich bei den Grasshoppers auch mit Caio zusammengespielt. Wissen Sie, dass er hier immer ein großes Thema war und haben Sie auch mit ihm gesprochen?

Ich weiß natürlich, dass Caio bei der Eintracht war. Aber vor meinem Wechsel habe ich mit ihm darüber nicht gesprochen. Aber ich werde ihn mal anrufen, da kann er mir vielleicht das eine oder andere empfehlen.

Welche Position in der Offensive bevorzugen sie?

Wenn ich wählen dürfte, würde ich am liebsten zweiter Stürmer hinter der Spitze spielen. Aber ich kann auch links und rechts vorne spielen. Das entscheidet sowieso der Trainer.

Und wie würden Sie ihre Stärken beschreiben?

Ich denke, ich habe eine gute Technik, bin beidfüßig, kann ganz gut dribbeln. Und vor dem Tor bin ich eiskalt.

Welche Ziele verfolgen sie bei der Eintracht?

Ich will so viele Spiele machen, wie möglich.

Wie gut kennen sie die Bundesliga und die Eintracht?

Bei uns in der Schweiz wird immer Bundesliga geschaut. Insofern kenne ich die Liga. Natürlich habe ich auch einige Spiele der Eintracht gesehen. Ich bin schon ganz gespannt auf das tolle Stadion und die tollen Fans.

Sie sind schweizerischer Nationalspieler, und sie wurden in der Schweiz geboren. Ihre Eltern aber sind gebürtige Kosovo-Albaner. Fühlen Sie sich denn als Schweizer?

Ich bin in der Schweiz zur Schule gegangen, bin dort groß geworden, spiele in der Schweizer Nationalmannschaft. Die Schweiz hat mir sehr geholfen. Deshalb fühle ich mich als Schweizer. Aber es ist sicher menschlich, dass man auch seine Wurzeln nicht vergisst. Meine ganze Familie kommt ja aus Kosovo-Albanien. Mein Herz schlägt deshalb für beide Seiten.

Wie viele Sprachen sprechen sie eigentlich?

Ich spreche Hochdeutsch, Schwyzer-deutsch, Albanisch und Englisch.

Hat der Wechsel nach Frankfurt auch was mit ihren Chancen in der Nationalmannschaft zu tun?

Nicht direkt. Aber für die Nationalmannschaft bin ich sicher nur ein Thema, wenn ich auch hier bei der Eintracht spiele.

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