Wird auch in Zukunft viel für die Eintracht am Telefon sein: Sportdirektor Bruno Hübner.
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Wird auch in Zukunft viel für die Eintracht am Telefon sein: Sportdirektor Bruno Hübner.

Eintracht Frankfurt

Mit Weitsicht: Eintracht Frankfurt trifft mehrere Personalentscheidungen

  • VonPeppi Schmitt
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Bruno Hübners Vertrag wird vorzeitig verlängert, Oliver Frankenbach wird in den Vorstand berufen, und Axel Hellmann ist künftig für Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Bruno Hübner bleibt noch mindestens vier Jahre Sportdirektor der Frankfurter Eintracht. Der Anfang Juni neu gewählte Aufsichtsrat hat in einer mehrstündigen Sitzung am Dienstag den ursprünglich bis zum 30. Juni 2016 laufenden Vertrag Hübners bis zum 30. Juni 2019 verlängert.

Es war nicht die einzige Entscheidung, die das höchste Gremium der „Eintracht Frankfurt Fußball AG“ gestern getroffen hat. Auch im Vorstand gibt es Veränderungen der Zuständigkeiten und eine erwartete Ergänzung. Oliver Frankenbach (47) wird mit einem Vertrag bis 2020 neuer Finanzvorstand, übernimmt das Ressort „Finanzen, IT und Personal“ von Axel Hellmann. Der wiederum wird vom 1. September an neben den Geschäftsbereichen „Zuschauerservice und Fans, Sicherheit und Recht“ von Heribert Bruchhagen den Geschäftsbereich „Marketing und Vertrieb“ und den Geschäftsbereich „Medien und Kommunikation“ übernehmen. Bruchhagen selbst bleibt bis zum Ende dieser Saison, also bis Mitte nächsten Jahres, Vorstandsvorsitzender mit dem Geschäftsbereich „Sport“.

„Es ist uns gelungen, zentrale Verantwortungsträger an den Club zu binden“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing, „und die wichtigen Geschäftsbereiche langfristig in gute Hände zu übergeben“. Die „Fußball AG“ sei nun für die Zukunft „gut aufgestellt.“

Diese Personalentscheidungen, die sich nur auf den ersten Blick so trocken anhören, bedeuten in Wahrheit einen großen Schritt für die Eintracht in die nähere und mittlere Zukunft. Die Positionen von Axel Hellmann (43) und Bruno Hübner (54) wurden deutlich gestärkt, bis zum Saisonende soll dann auch noch ein Nachfolger für Bruchhagen gefunden werden. Die Übernahme des Bereiches Öffentlichkeitsarbeit durch Hellmann von Bruchhagen gilt als weiterer Schritt der Professionalisierung. Hellmann betrachtet die neuen Aufgaben als „große Herausforderungen.“

Bruchhagen, der in seiner letzten Saison weiter im sportlichen Bereich neben Hübner das Sagen haben wird, wollte sich den Veränderungen nicht verschließen. „Es liegt mir sehr am Herzen, dass Eintracht Frankfurt auch nach meinem Ausscheiden gut aufgestellt sein wird“, sagte der 66 Jahre alte Eintracht-Boss. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats seien daher „im besten Einvernehmen“ mit ihm gefasst worden. „Mit der Vertragsverlängerung von Bruno Hübner möchte ich sicherstellen, dass die gute Arbeit im sportlichen Bereich auch langfristig fortgesetzt wird“, sagte Bruchhagen. „Wir können gemeinsam hier viel erreichen“, freute sich Hübner, „mir macht die Aufgabe viel Spaß.“

Mit Oliver Frankenbach wurde erwartungsgemäß ein absoluter Insider in den Vorstand befördert, der schon seit Jahren als Bereichsleiter Finanzen für Kontinuität sorgt. „Ich kenne das Unternehmen Fußball AG vom ersten Tag an und bin mit allen Abläufen bestens vertraut“, sagte Frankenbach. Mit der Berufung von Frankenbach wurde der Vorstand nach drei Jahren wieder auf drei Positionen, alle hauptamtlich tätig, erweitert.

Experimente im Training

Trainer Armin Veh ließ gestern beim ersten Training der Woche fleißig experimentieren, personell wie taktisch. Für den Coach durchaus ungewöhnlich, verdeutlichte er den Spielern auf dem Platz an einer Tafel, was er vorhat. Unter anderem stellte er des Systems von einer sogenannten „flachen Vier“ im Mittelfeld auf eine Raute um. Johannes Flum durfte dabei ein gelbes Leibchen tragen. Für neuen Schwung im Mittelfeld soll Marc Stendera sorgen. Der Juniorennationalspieler hat eine Muskelverletzung ausgeheilt und wird ziemlich sicher am Samstag beim Spiel in Stuttgart in der Anfangsformation stehen.

(pes)

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