Ante Rebic steht vor seinem Startelf-Debüt.
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Ante Rebic steht vor seinem Startelf-Debüt.

Eintracht Frankfurt

Wirft Kovac die "Rotationsmaschine" an? - Rebic darf beginnen

  • VonPeppi Schmitt
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"Never change a winning Team", heißt es im Sport normalerweise. Trotzdem wird Eintracht-Coach Kovac wahrscheinlich einige neue Spieler gegen Ingolstadt aufstellen. Ein Neuzugang könnte sogar sein Debüt feiern. Gleichzeitig warnt Kovac eindringlich vor dem heutigen Gegner.

Mit dem Zug ist die Frankfurter Eintracht am Montagnachmittag zum Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt (Dienstag, 20 Uhr) gereist. Das hat mit den schlechten Verkehrsverhältnissen auf der Autobahn Richtung Süden zu tun. Aber auch damit, dass der neue Mannschaftsbus ziemlich voll geworden wäre. 30 Plätze hat das neue Gefährt, das reicht aus, wenn die Mannschaft mit den üblichen 18 Spielern, den sechs Trainern und den medizinischen Betreuern unterwegs ist. Doch diesmal hat Trainer Niko Kovac mehr Spieler mit auf die Reise genommen. „Vielleicht zwanzig oder sogar einundzwanzig“, hat er angekündigt.

Begründung für die Aufstockung des spielenden Personals: „Wenn sich Spieler müde fühlen, sollen sie es sagen, dann werde ich wechseln“. Er wolle in Ingolstadt auf der zweiten Station der englischen Woche nur „frische Spieler“ auf dem Platz haben.

Von seinem früheren Trainer Ottmar Hitzfeld habe er gelernt, dass nicht immer jene spielen müssen, die das Spiel davor gewonnen haben. Kovac ist also fest entschlossen, die „Rotationsmaschine anzuwerfen“. Als jüngstes gutes Beispiel nannte er ausgerechnet den Nachbarn aus Mainz. „Die haben in Augsburg sechs Spieler gewechselt und gewonnen“, sagt Kovac. So viele wird er freilich nicht tauschen, auch wenn er sich nicht in die Karten schauen lassen wollte.

Wahrscheinlich sind jeweils ein Wechsel im Mittelfeld und einer im Angriff. Da Szabolcs Huszti wegen einer Oberschenkelprellung beim Training kürzer treten musste, wird wohl der Spanier Omar Mascarell anstelle des Ungarn spielen. Und Ante Rebic hat sich mit seiner starken halbstündigen Vorstellung gegen Leverkusen in die Mannschaft gespielt und wird Mijat Gacinovic ersetzen.

Weitere Wechsel wären durchaus überraschend. Auch wenn Kovac noch ein paar „Nebelkerzen“ gezündet hat. So wird erstmals Neuzugang Shani Tarashaj im Aufgebot stehen. „Er passt genau auf das, was in Ingolstadt passieren könnte“, sagte der Trainer. Und natürlich ist nach überstandener Sperre auch Michael Hector mitgefahren. „Ich war mit den anderen beiden Innenverteidigern sehr zufrieden, sie haben wenig zugelassen gegen Leverkusen“, sagt Kovac, „aber ich kann mir auch vorstellen, Hector zu bringen.“ Er werde berücksichtigen, welcher Spieler zu wem passt und welcher Spieler sich noch frisch fühlt. Deshalb will Kovac mit „seinen Jungs“ auch reden. Und wird dabei immer auch das Heimspiel am kommenden Samstag gegen Hertha BSC im Kopf haben.

Sogar mit Marco Fabián, der einen so tollen Einstand am letzten Samstag gegeben hat. „Er war zu recht in aller Munde“, sagt der Eintracht-Coach, „und er hat zu Unrecht vorher so viel einstecken müssen.“ Der Mexikaner habe es schwer gehabt nach seinem Wechsel im letzten Januar. Die dreiwöchige Vorbereitung im Winter sei zu kurz gewesen, um sich zu akklimatisieren. Das sei nun komplett anders gewesen. Die Trainingsleistungen hätten sich nun „im Spiel widergespiegelt.“ Kovac ist voll des Lobes: „Marco hat sogar mehr zurückgezahlt als nur das Vertrauen“. Er hoffe nun, dass sich Fabián gut erholt habe, „um in Ingolstadt ausgeruht ins Spiel zu gehen“.

Kovac erwartet von seinen Spielern in Ingolstadt eine hohe Laufbereitschaft. Der Gegner habe sich bislang unter Wert verkauft und sollte deshalb sehr ernst genommen werden. „In München hätte der Sieger eigentlich Ingolstadt heißen müssen“, sagt Kovac, „dass sie nur einen Punkt haben, spiegelt die Leistung überhaupt nicht wider.“ Dennoch gehe er sehr zuversichtlich ins Spiel. Seine Mannschaft habe mit den Siegen gegen Schalke und Leverkusen die Latte hoch gelegt: „Manchmal werden wir diese Latte nicht überspringen können, aber ich hoffe nicht in Ingolstadt.“

Eintracht: Hradecky – Chandler, Abraham, Vallejo, Oczipka – Hasebe, Mascarell – Rebic, Fabián, Seferovic – Meier.- Bank: Lindner – Hector, Tawatha, Blum (Huszti), Gacinovic, Bunjaki, Hrgota, Tarashaj

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