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140 Frankfurter Schulen werden mit Luftfiltern ausgestattet

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Von: Julia Lorenz

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Endlich geht es los: In Frankfurts Schulen werden jetzt die von Schülern, Lehrern und Eltern langersehnten Luftfilter aufgestellt. FOTO: dpa
Endlich geht es los: In Frankfurts Schulen werden jetzt die von Schülern, Lehrern und Eltern langersehnten Luftfilter aufgestellt. FOTO: dpa © dpa

Die Auslieferung der 2500 Geräte an die Frankfurter Schulen hat begonnen. Bis zu den Herbstferien sollen alle Geräte stehen.

Frankfurt -Das lange Warten hat endlich ein Ende: Die Ausstattung der Frankfurter Schulen mit Luftfiltern hat in der vergangenen Woche begonnen. Die erste Lieferung der Geräte hat am 24. Mai die Mosaikschule (Niederursel), eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, erreicht. Das hat Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) gestern mitgeteilt.

Mitarbeiter des Frankfurter Stadtschulamts und des ABI sind "froh"

"Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Stadtschulamt und dem Amt für Bau und Immobilien und auch ich sind sehr froh, dass die mit der Ausschreibung verbundenen Verfahrensstufen endlich abgeschlossen werden konnten und wir zwei Anbietern den Zuschlag erteilen konnten", sagte Weber in Hinblick auf die lange Laufzeit der Vergabe, die rund neun Monate gedauert hat.

Bereits in der Ausschusssitzung Ende November hatte Weber angekündigt, dass der Zuschlag für die Installation der Luftfilter erteilt worden sei. Insgesamt hatten sich nach Angaben der Stadträtin 19 Anbieter an der europaweiten Ausschreibung beteiligt, 13 seien aus formalen Gründen ausgeschieden, sechs seien in die engere Auswahl gekommen. Doch die Vergabe zog sich weiterhin. Es gab Widersprüche und Beschwerden von unterlegenen Bietern.

Luftfilter in Frankfurt: Vergaberecht mit vielen Tücken

"Dass das Europäische Vergaberecht einige Tücken hat und nicht unkompliziert ist, wussten wir natürlich, aber so einen langen Prozess mit Widersprüchen und Entscheidungen der Vergabekammer haben wir noch nicht erlebt", teilte die Bildungsdezernentin weiter mit und fügt hinzu: "Dies war sicher auch dem Auftragsvolumen von gut zwölf Millionen Euro geschuldet."

Zur Erinnerung: Alle Grundschulen und Räume der Jahrgangsstufen 5 und 6 sollen mobile Luftreiniger erhalten. Das hatte die Bildungsdezernentin im Juli des vergangenen Jahres verkündet. Gemeinsam mit Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) legte sie damals einen Aktionsplan zur Verbesserung der Raumluftqualität in Klassenzimmern vor. Er umfasst kurz- und mittelfristige Pläne. In den nächsten fünf Jahren sollen Grundschulen Raumluftanlagen sukzessive eingebaut bekommen. Da der nachträgliche Einbau von Raumluftanlagen aber ein größerer baulicher Eingriff ist und nicht so schnell geht, sind mobile Luftreiniger zur Überbrückung vorgesehen.

Für die Ausschreibung der mobilen Luftreinigungsgeräte ist dann jeder auszustattende Raum in den Schulen vermessen worden, für jeden mussten Größe und Luftvolumen bestimmt werden. Neben den Klassenräumen für die Jahrgänge 1 bis 6 sollen auch in Fachräumen und Mensen Luftreiniger aufgestellt werden. Es geht um 2500 Räume in 140 der 165 Frankfurter Schulen. Sie sollen in den kommenden Wochen mit gut 2500 Geräten ausgestattet werden.

2500 leise Geräte inklusive CO2-Ampel

"Wir haben leise und leistungsstarke Geräte erworben, die dem Raumvolumen speziell angepasst werden und die über eine eingebaute CO2-Ampel verfügen, wodurch auch die weiterhin notwendige Fensterlüftung in Erinnerung gerufen wird", so Weber.

Bis zu den Herbstferien sollen die Luftfilter in allen vorgesehenen Schulen stehen. "Die Geräte benötigen wir, um uns auf den kommenden Winter vorzubereiten", so Weber. "Denn noch wissen wir nicht, wie sich das Infektionsgeschehen in der kalten Jahreszeit entwickeln wird." Unabhängig davon würden die Luftfilter ganz allgemein zu einer Verbesserung der Qualität der Raumluft beitragen. "Und das ist in Klassenräumen, in denen bis zu 30 Kinder lernen, auf jeden Fall eine gute Sache."

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