"March for Science" in Frankfurt

2500 für Forschung und Fakten auf der Straße

Mehr als 2.500 Menschen demonstrierten am Nachmittag für die Unabhängigkeit der Forschung und gegen grassierende Irrlehren, wie die Leugnung des menschgemachten Klimawandels oder das ideologische Verweigern von Impfungen.

Eine bunte und friedliche Demonstration war der „March for Science“, der von der Bockenheimer Warte zum Römerberg führte. Das Publikum wirkte recht bürgerlich, viele Familien mit Kindern waren dabei, sowie zahlreiche Wissenschaftler oder wissenschaftlich Interessierte. Der Frankfurter Marsch war einer von mehr als 600 weltweit, davon 22 in Deutschland.

Die Bewegung entstand unter anderem aufgrund des Einreiseverbots in die USA, das den wissenschaftlichen Austausch massiv beeinträchtigte. Zahlreiche Sprecher betonten die Wichtigkeit einer unabhängigen Wissenschaft, die wiederum international vernetzt und frei agieren müsse. Der kosmopolitische Anspruch äußerte sich auch darin, dass sämtliche Sprechchöre und die meisten Schilder und Transparente in englischer Sprache gehalten waren.

Auffälligerweise zeigten zahlreiche Demonstranten Europafahnen, auch Mitinitiatorin Julia Krohmer vom Senckenberg-Institut trug am Handgelenk das blaue Bändchen von „Pulse of Europe“. Sie zog Parallen der beiden Bewegungen als Gegentrend wider den irrationellen Zeitgeist und forderte die Sciencemarch-Teilnehmer auf, bei der morgigen „Pulse of Europe“-Demonstration um 14 Uhr auf dem Goetheplatz ebenfalls zu erscheinen und Gesicht zu zeigen.

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