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Schulklasse sitzt am Flughafen Frankfurt fest - Lufthansa muss 6000 Euro zahlen

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Von: Karolin Schäfer

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Eine Schulklasse verpasst ihren Umstieg nach Österreich und muss die Nacht am Flughafen Frankfurt verbringen. Dafür muss die Lufthansa nun aufkommen.

Frankfurt – Eine Klassenfahrt endete für Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums in Köflach (Österreich) nicht wie geplant. Ihr Umstieg am Flughafen Frankfurt wurde zur Geduldsprobe.

Die Schulklasse mit 22 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrkräften verbrachte eine Sprachwoche in London. Der Hinflug nach Großbritannien verlief ohne Probleme, die Rückreise von London nach Graz über Frankfurt kam vor allem der Lufthansa teuer zu stehen.

Flughafen Frankfurt: Lufthansa fliegt ohne Passagiere

Nach dem Klassenausflug in London sollte der Rückflug an einem Samstagabend im Juli erfolgen, informierte die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf). Der Flug von London nach Frankfurt hatte allerdings bereits eine Stunde Verspätung.

So habe die Klasse beinahe den Anschlussflug verpasst, sei aber noch rechtzeitig beim Boarding gewesen. Doch das Gate war bei der Ankunft am Flughafen bereits geschlossen. Der Weiterflug nach Graz sei „von der Lufthansa passagierlos durchgeführt“ worden, hieß es in einer Mitteilung der Agentur.

Schulklasse sitzt am Flughafen Frankfurt fest: Keine Übernachtung und Verpflegung

Das bedeutete für die Schulklasse und Lehrkräfte vor allem eins: Im Terminal 1 des Frankfurter Flughafen übernachten. Eine Möglichkeit zur Weiterreise gab es nicht, Übernachtung und Verpflegung sei den Reisenden nicht angeboten worden.

Auch am nächsten Morgen gab es keine gleichwertige Verbindung von Frankfurt nach Graz. Schließlich nahm die Klasse einen Flug nach Linz, um anschließend mit dem Bus zurück nach Köflach zu gelangen. Grund genug für die Reisenden, Beschwerde bei der Lufthansa einzureichen.

Auf die Beschwerde wegen Nichtbeförderung sei von der Airline allerdings nicht fristgerecht reagiert worden, hieß es weiter. Erst als die Klasse sich an die apf wandte, konnte eine Einigung zwischen der Schule und der Lufthansa erreicht werden. Die Fluggesellschaft wurde um eine Ausgleichszahlung von 6000 Euro gebeten.

Eine Schulklasse strandet samt Lehrkräfte am Flughafen Frankfurt. Die Lufthansa fliegt ohne die Reisenden. (Symbolbild)
Eine Schulklasse strandet samt Lehrkräfte am Flughafen Frankfurt. Die Lufthansa fliegt ohne die Reisenden. (Symbolbild) © Bayne Stanley/imago

Frankfurter Flughafen: Lufthansa muss Ausgleich von 6000 Euro zahlen

„Es lagen aus unserer Sicht keine vertretbaren Gründe für eine Nichtbeförderung vor“, betonte Maria-Theresia Röhsler, Geschäftsführerin der apf. Die Höhe einer Ausgleichszahlung hänge von der gebuchten Strecke ab. Bei Flügen von bis zu 1500 Kilometern seien das 250 Euro pro Person, wie auch in diesem Fall.

„Wird Passagieren gegen ihren Willen die Beförderung verweigert, sind Betreuungs- und Unterstützungsleistungen, wie Mahlzeiten und andere Beförderungsmöglichkeiten sowie eine Ausgleichszahlung, vorgesehen. Sollte die Fluglinie ihrer Verpflichtung zur Betreuung nicht nachkommen, empfiehlt die apf alle Rechnungen und Belege aufzubewahren, um die Kosten nachweisen zu können und rückerstattet zu bekommen“, so Röhsler. (kas)

Währenddessen sucht die Lufthansa händeringend nach neuen Beschäftigen. Dabei geht das Unternehmen nun einen ungewöhnlichen Weg. Eine satte Prämie wartet auf neue Arbeitnehmer.

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